Lexikon Baufinanzierung
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Baufertigstellungsversicherung

Die Baufertigstellungsversicherung ist eine typische Versicherung, wenn es um den Hausbau geht. Sie deckt den finanziellen Mehraufwand des Bauherrens ab, wenn das Bauunternehmen während der Bauphase Insolvenz anmelden muss oder eine Pfändung gegen dieses eingeleitet wird.

Die Mehrkosten entstehen durch die Beauftragung eines oder mehrerer anderer Unternehmen zur Fertigstellung der unterbrochenen Bauleistung. Zudem kostet jeder Tag, an dem die Baustelle still liegt, zusätzlich Geld. Der Bauherr muss nämlich für den ungenutzten Darlehensanteil, der noch bei der Bank verbleibt, auch Zinsen zahlen.

Die Baufertigstellungsversicherung wird vom Bauunternehmer abgeschlossen und muss dem Bauherrn auf Verlangen vorgelegt werden. Versicherungsgesellschaften bieten drei Formen der Baufertigstellungsversicherung an. Die Ausführungs-, Gewährleistungs- oder Vertragserfüllungsbürgschaft.

Die Ausführungsbürgschaft schützt den Bauherren während der Bauzeit gegen Insolvenz und Zahlungsunfähigkeit des Bauunternehmens ab.

Die Gewährleistungsbürgschaft sichert den Bauherren für Schäden nach dem Bauende ab. Die Zeitspanne für die Gewährleistungsfrist bei Baumängeln ist gesetzlich festgelegt. Nach Paragraph 633 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches beträgt die Gewährleistungsfrist 5 Jahre. Die Frist beginnt am Tag der Abnahme der Immobilie.

Die Vertragserfüllungsbürgschaft kombiniert die Gewährleistungsbürgschaft und die Ausführungsbürgschaft miteinander. Diese Form der Baufertigstellungsversicherung ist die Empfehlenswerteste der drei Formen, da sie den Bauherren am umfassendsten absichert.