Die nächste Nebenkostenabrechnung wird erheblich höher ausfallen – insbesondere wegen der Energiepreise. Das Gute: Du hast bereits Monate vor der Abrechnung ausreichend Zeit, um sparsamer zu heizen. Oft reichen Änderungen der Gewohnheiten aus. Mit vielen kleinen Handgriffen kannst du die Kosten erheblich abfedern. 

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1. Sparsam duschen

Kürzer duschen, empfiehlt der Bundeswirtschaftsminister als Energiesparmaßnahme – und liegt damit richtig. Wer fünf statt sieben Minuten duscht, spart damit etwa 30 Prozent Energie. Die Wassertemperatur von 40 auf 37 Grad abzusenken, bringt noch einmal zehn Prozent, ein Sparduschkopf für einen Preis ab ca. 20 Euro um die 20 Prozent. Rechnet man auch noch den Wasserverbrauch dazu, kommt bei täglichem Duschen übers Jahr eine dreistellige Summe zusammen. Falls dein Warmwasser elektrisch beheizt wird, macht sich die Ersparnis bei deiner Stromrechnung bemerkbar.

2. Teppich verlegen

Die in Altbauten leider oft mangelhafte Dämmung des Fußbodens können Teppiche nicht ersetzen, aber sie können das Kälteempfinden verändern. Während es sich auf nackten Dielen meist kalt anfühlt, werden Räume mit flauschigem Bodenbelag sogar wärmer wahrgenommen als sie tatsächlich sind. So muss das Heizungsthermostat nicht ständig nach oben gedreht werden. Besonders behaglich fühlen sich Teppiche und Läufer aus Wolle an. Als schnelle Lösung helfen auch schon ein paar warme Hausschuhe gegen das Kältegefühl.

3. Vorhänge ans Fenster

Die Verglasung älterer Fenster entspricht nicht dem zeitgemäßen Wärmeschutzstandard. Im Winter wirken sie wie „Kältelöcher“ und erhöhen den Heizbedarf. Dagegen helfen Jalousien, Rollos oder Vorhänge aus dicht gewebten Stoffen, die in kalten Nächten stets geschlossen werden sollten. Achte aber darauf, dass Heizkörper unter den Fenstern nicht vom Behang bedeckt werden, denn dann würde die Wärme gleich mit ausgesperrt. Aus dem gleichen Grund sollen Heizkörper auch nicht mit Möbeln verstellt oder verkleidet werden.

4. Nebenkosten prüfen!

Wegen der rasant gestiegenen Energiepreise stellen sich Mieter:innen schon jetzt auf Nachzahlungen bei den Mietnebenkosten ein. Doch bevor du zahlst, solltest du die jährliche Nebenkostenabrechnung überprüfen. Dafür bietet ImmoScout24 den Nebenkosten-Check an. Häufig sind Abrechnungen fehlerhaft, oder es werden Kosten umgelegt, die eigentlich allein die Vermieterseite zu tragen hat. Was die Heizkosten angeht, sind Vermieter:innen verpflichtet, Brennstoff wirtschaftlich einzukaufen. Scheint dir der Gaspreis auf der Abrechnung unverhältnismäßig hoch, sprich es an und schlage gegebenenfalls einen Versorgerwechsel vor.


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5. Der Trick mit dem Hebel

Einhebelmischer an Waschbecken und Spüle sind praktisch in der Bedienung. Aus Energiespargründen solltest du aber den Hebel immer auf der „kalten“ Seite stehen lassen und nicht, wie meist üblich, in der Mitte. Dann nämlich wird bei jeder Wasserentnahme auch der Zulauf für Warmwasser geöffnet, egal ob man es braucht oder nicht. Selbst wenn noch gar kein warmes Wasser fließt, dreht sich schon das Zählwerk. Fürs schnelle Händewaschen zwischendurch oder zum kurzen Abspülen der Teetasse reicht fast immer kaltes Wasser.

6. Heizungs-Automatik

Die Heizung runterdrehen, bevor du aus dem Haus oder ins Bett gehst und jedes Mal, wenn gelüftet wird. Das sind alles altbewährte Energiespartipps. Aber wer denkt im Alltag schon jedes Mal daran? Mit programmierbaren Heizkörperthermostaten lässt sich die Zieltemperatur nach Zeitplan einstellen, der Rest erledigt sich von selbst. Manche Modelle erkennen offene Fenster und regeln die Heizung automatisch herunter. Die smarten Sparhelfer kosten ab ca. 40 Euro pro Stück. Einfache Themostate mit Zeitsteuerung gibt es bereits ab 10 Euro.

Das Einsparpotenzial liegt meist bei 10 bis 15 Prozent. Besonders viel sparst du im unsanierten oder nur teilsanierten Altbau, wenn die vorhandenen Thermostate älter als zehn Jahre sind und wenn tagsüber niemand zu Hause ist. Dann kannst du sogar bis zu 30 Prozent Heizkosten sparen.

7. Putz deine Heizkörper

Unter einer dicken Staubschicht kann die Leistung eines Heizkörpers vermindert sein – um bis zu ein Drittel. Der Griff zu Staubwedel, Sauger und Lappen – einmal vor, einmal nach der Heizperiode – macht sich daher bezahlt. Besonders viel Staub sammelt sich in den Lamellen unter der Gitterabdeckung von Plattenheizkörpern. Hier kannst du die Flusen entfernen, indem du sie mithilfe eines Föhns in Richtung Boden bläst und dort abfängst. Auch Heizkörperventil und Thermostatkopf sollten entstaubt, beziehungsweise feucht abgewischt werden. Angenehmer Nebeneffekt der Reinigungsaktion: Beim Heizen wird weniger Staub aufgewirbelt.

8. Dicht machen

Gegen Zugluft kommt die beste Heizung nicht an. Einen Spalt zwischen Boden und Wohnungstür kannst du mit einer Bürstendichtung oder der berühmten Stoffschlange schließen. Schwachstellen an Fenstern findest du mit einem einfachen Trick: Klemme ein Stück Papier in den Rahmen und ziehe bei geschlossenem Fenster kräftig daran. Lässt es sich einfach herausziehen, ist das Fenster undicht. Abdichten mit Schaumdichtungsband aus dem Baumarkt spart rund sieben Euro Heizkosten pro Jahr und Fenster. Wenn es stark zieht, sind Vermieter:innen verpflichtet, die Fenster auszubessern oder auszutauschen.

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9. Sparen mit Holz

Zwar haben auch die Preise für Brennholz kräftig angezogen, aber das Naturprodukt ist immer noch deutlich günstiger als Gas. Mit Preisen ab circa 1500 Euro ist die Anschaffung eines effizienten, umweltfreundlichen Kaminofens keine schnelle Lösung für einen Winter, sondern die Investition in eine Zukunft frei von Gas oder Öl. Um in der Mietwohnung einen Ofen aufzustellen, brauchst du eine Genehmigung vom Vermieter. Vorweg muss geklärt werden, ob der vorhandene Schornstein geeignet ist oder ob Umbauten nötig sind, was mit weiteren Kosten verbunden ist. Als Bonus zu einem warmen Kamin gibt’s die unvergleichliche Behaglichkeit eines Holzfeuers.

10. Heizkörpernischen dämmen

In Wohnungen aus den 1960er- und 1970er-Jahren sind die Heizkörper oft in einer Nische der Außenwand angebracht. Durch die geringe Wandstärke hinter dem Heizkörper ist der Wärmeverlust sehr hoch, es entstehen bis zu 15 Euro Mehrkosten für die Heizung pro Quadratmeter Heizkörpernische im Jahr. Abhilfe schafft eine Dämmung der Nischen mit Hartschaumplatten für ca. 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter Materialkosten. Als DIY-Projekt eignet sich die Maßnahme aber nur bedingt: Bei Fehlern droht Schimmelgefahr. Bevor du etwas unternimmst, sprich mit der Vermieterseite. Oft ist es günstiger, die Heizkörper versetzen und die Nische ausmauern zu lassen.

11. Geteilte Wohnung, geteilte Kosten

Zusammen ist man nicht nur weniger allein, sondern lebt auch günstiger – insbesondere bei den Heizkosten. Deren Höhe hängt vor allem von der Quadratmeterzahl einer Wohnung ab, denn beheizt werden müssen die Räume unabhängig von der Anzahl der Bewohner:innen. Nur der Warmwasserverbrauch steigt mit der Personenzahl, macht aber im Altbau nur etwa zehn bis zwölf Prozent der Gesamtheizkosten aus. Sucht ihr euch also zu zweit eine gemeinsame Wohnung, könnt ihr eure Heizkosten im günstigsten Fall fast halbieren. Falls sich die Gaspreise im nächsten Jahr tatsächlich verdreifachen sollten, zahlt sich der Umzug schnell aus. Solltest du also eh über das Zusammenziehen nachdenken, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, diesen Traum zu realisieren. 


Die hier enthaltenen Informationen sind unverbindliche Auskünfte (Irrtum vorbehalten).

 

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