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Umzug nach Berlin: Was muss ich beachten?

 

Die Bundeshauptstadt Berlin zieht nach wie vor Menschen aus ganz Deutschland und dem Ausland in ihren Bann. Nicht nur Studenten oder Kreative fühlen sich hier wohl, auch bei Fachkräften auf der ganzen Welt gilt Berlin als besonders attraktiv. Was bei einem Umzug nach Berlin beachtet werden muss und alle Fakten rund um die Stadt, zeigt dieser Ratgeber auf.

 

Gleich zum Wunschthema:

 

 

Wer wohnt in Berlin? – Einwohnerfakten im Überblick

 

Einwohnerzahl Ca. 3,6 Millionen
Altersdurchschnitt Ca. 43 Jahre
Durchschnittseinkommen Ca. 42.000 Euro/Jahr (brutto)
Arbeitslosenquote Ca. 8%
Ausländeranteil Ca. 19%
Singleanteil Ca. 51%
Frauen-Männer-Verhältnis 51%/49%

 

 

Wie ist Berlin aufgeteilt und wie viele Bezirke gibt es?

 

Stadtbezirke Karte von Berlin

Karte von Berlin

Entsprechend der Verfassung von Berlin ist die Hauptstadt in zwölf Bezirke aufgeteilt, die wiederum 96 Ortsteile in sich vereinen.

  • Mitte

  • Friedrichshain-Kreuzberg

  • Pankow

  • Charlottenburg-Wilmersdorf

  • Spandau

  • Steglitz-Zehlendorf

  • Tempelhof-Schöneberg

  • Neukölln

  • Treptow-Köpenick

  • Marzahn-Hellersdorf

  • Lichtenberg

  • Reinickendorf

Der Bezirk mit den meisten Einwohner ist Pankow mit gut 400.000 Personen. Am dichtesten besiedelt ist hingegen der Trendbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Dort leben auf 20,34 km² mehr als 285.000 Menschen, sodass sich eine Besiedlungsdichte von 13.818 Personen pro Quadratkilometer ergibt.

 

 

Wie ist der öffentliche Nahverkehr in Berlin geregelt?

 

Der innerstädtische, öffentliche Nahverkehr in Berlin wird von der BVG und der DB bestritten und besteht aus

  • 15 S-Bahn-Linien

  • 10 U-Bahn-Linien

  • 22-Straßenbahn-Linien (Trams)

  • 150 Buslinien

  • 5 Fährlinien

Die zentralen Bahnhöfe sind neben dem Hauptbahnhof vor allem der Ostbahnhof, der Bahnhof Charlottenburg im Westen sowie die Knotenpunkte Friedrichstraße und Alexanderplatz. Die 150 Buslinien werden in Expressbusse, Metrobusse und Omnibusse unterteilt, zusätzlich gibt es Nachtbusse. An den Wochenenden sowie an Feiertagen fahren die Metrolinien sowie U- und S-Bahnen auch nachts durchgehend.

Wer ein Ticket für den Nahverkehr in Berlin kaufen möchte, muss darauf achten, die richtige Zone auszuwählen. Die Stadt ist in drei Tarifbereiche (A, B und C) eingeteilt . Einzelfahrten kostet je nach Länge und Tarifzone zwischen 1,30 Euro und 3,40 Euro, Tageskarten gibt es bereits ab 7 Euro. Für das Mitführen eines Fahrrads muss eine zusätzliche Fahrkarte gezogen werden.

Tarifbereich Gültigkeitsbereich
Tarifbereich Berlin A Berliner Innenstadt inklusive des S-Bahn-Rings
Tarifbereich Berlin B S-Bahn-Ring bis Stadtgrenze
Tarifbereich Berlin C Berliner Umland einschließlich Potsdam

 

 

Wie fahrradfreundlich ist Berlin?

 

Panoramablick auf den Fernsehturm in Berlin

Blick auf Berlin

In einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) schnitt Berlin als Fahrradstadt nicht besonders gut ab. Von 39 Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern landete die Hauptstadt beim sogenannten Fahrradklima-Test nur auf Platz 36. Hauptgründe für die schlechten Bewertungen durch die Radfahrer sind die zahlreichen Autos, die auf den Radwegen parken, ungünstige Ampelschaltungen und viel zu enge Radwege.

2018 wurde deshalb gemäß den Forderungen einer Bürgerinitiative ein Radgesetz vom Berliner Senat verabschiedet. Bestandteil des Gesetzes ist unter anderem die Ausstattung aller Hauptverkehrsstraßen mit ausreichend breiten Radwegen, die Einrichtung eines Rad-Vorrangnetzes und die Errichtung von Radschnellwegen und Abstellplätzen.

 

 

Wie sind die Mietpreise in Berlin?

 

Wie in allen anderen Metropolen sind auch die Mietpreise in Berlin in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Vergleich zu Städten wie München, Hamburg, Frankfurt oder Stuttgart ist das Wohnen in Berlin jedoch auch in den angesagten, besonders beliebten Bezirken mit ein wenig Glück noch erschwinglich. Dennoch liegen die Mietpreise natürlich über dem landesweiten Durchschnitt.

Durchschnittlicher Mietpreis Berlin (2019) 12,11 Euro/m²
Durchschnittlicher Mietpreis Deutschland (2019) 8,79 Euro/m²

Für eine gut ausgestattete 60 bis 80 Quadratmeter große Wohnung werden im Schnitt knapp 10 Euro pro Quadratmeter fällig – 2004 lag der Durchschnittspreis pro Quadratmeter noch bei 5,14 Euro. Am günstigen ist das Wohnen in Berlin heute in Waidmannslust/Reinickendorf, wo der Quadratmeter zur Miete im Durchschnitt 8,30 Euro kostet. Richtig teuer wird es hingegen in Mitte, wo 18,28 Euro pro Quadratmeter einkalkuliert werden müssen. Weitere Informationen zum Mietspiegel in Berlin.

 

 

Wie gestaltet sich die Kinderbetreuung und Schulbildung in Berlin?

 

Wie in allen Ballungsgebieten und Großstädten gilt auch bei einem Umzug nach Berlin: Je früher sich um die Kinderbetreuung gekümmert wird, desto besser stehen die Chancen auf einen Kita-Platz. Die zuständige Behörde für die Anmeldung zur Kindertagesbetreuung ist das jeweilige Jugendamt. Das Formular kann sowohl persönlich vor Ort als auch online ausgefüllt werden. Seit August 2018 sind Kita und Kindertagespflege kostenlos. Zusätzliche Kosten fallen lediglich für das Mittagessen (23 Euro/Monat) sowie Extraleistungen wie Sportprogramme oder Sprachunterricht an. Diese Zuzahlungen dürfen allerdings nicht mehr als 90 Euro im Monat betragen.

Um die Aufnahme des Kindes an einer Grundschule im Einzugsbereich kümmert sich das jeweilige Bezirksamt. Wenn das Kind in eine Grundschule in einem anderen Bezirk gehen soll oder der Besuch einer weiterführenden Schule ansteht, muss die Aufnahme entsprechend beantragt werden. Rechtliche Ansprüche auf bestimmte Schulplätze gibt es nicht. 

 

 

Wo und wann muss ich mich nach meinem Umzug nach Berlin ummelden?

 

Wer nach Berlin zieht, hat zwei Wochen Zeit , um sich umzumelden – wird diese Frist verpasst, muss eine Geldbuße gezahlt werden. Zuständig für die Ummeldung ist das nächstgelegene Bürgeramt. Im Idealfall vereinbaren Sie für Ihre Ummeldung vorab online einen Termin, um stundenlange Wartezeiten zu vermeiden. Für die Ummeldung werden der Personalausweis oder Pass, eine Personenstandurkunde sowie das Anmeldeformular und der Mietvertrag benötigt. Welches der über 40 Bürgerämter Sie zum Ummelden besuchen, ist Ihnen überlassen. 

 

 

Was muss ich beachten, wenn ich mit meinem Hund nach Berlin ziehe?

 

Der Hund muss innerhalb von vier Wochen beim zuständigen Finanzamt umgemeldet werden. Das entsprechende Formular kann dabei persönlich, per E-Mail oder per Post abgegeben werden. Die Hundesteuer beträgt in Berlin 120 Euro im Jahr für den ersten Hund und 180 Euro für jedes weitere Tier. Zudem ist eine Hundehaftpflichtversicherung verpflichtend.

Seit Januar 2019 besteht im gesamten öffentlichen Raum in Berlin Leinenzwang für Hunde – davon ausgenommen sind lediglich ausgezeichnete Auslaufgebiete. In Fußgängerzonen, belebten Straßen, öffentlichen Gebäude, in Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss der Hund an einer maximal einen Meter langen Leinen geführt werden. In Parks, Kleingärten und Waldflächen darf die Leine zwei Meter lang sein. Auf Kinderspielplätze herrscht ein generelles Hundeverbot. Kampfhunde müssen zudem in der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen.

Bei Fahrten in Bussen, U- und-S-Bahn sowie Trams dürfen kleine Hunde gratis mitfahren, für größere Tiere muss ein gesonderter Fahrschein gekauft werden.

 

 

Wo kann ich bei einem Umzug nach Berlin mein Auto an- und ummelden?

 

Das Auto kann in einer der beiden Zulassungsbehörden an- oder umgemeldet werden. Die beiden Zweigstellen in Kreuzberg und Lichtenberg empfangen allerdings nur noch Bürger mit Termin, sodass es sich lohnt, rechtzeitig einen solchen zu buchen. Die Umkennzeichnung des Wagens ist seit 2015 zwar nicht mehr verpflichtend, die neue Meldeadresse muss der Behörde jedoch trotzdem mitgeteilt werden. 

 

 


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