Welche Partei passt zu Ihnen in Sachen Immobilienfragen?

Mietpreisbremse, Energiesparvorschriften, Bauförderung: In unserem Test finden Sie heraus, welche Partei-Wahlprogramme
am stärksten mit Ihren Wünschen übereinstimmen.


Welche Positionen vertreten die Parteien in Immobilienfragen? Für unseren Wahl-Test haben wir die Programme der Parteien (CDU/CSU, SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, AfD) unter die Lupe genommen, die laut Umfragen eine Chance haben, bei der Bundestagswahl am 24. September die 5-Prozent-Hürde zu nehmen. Daraus haben wir 10 Fragen an die Parteien entwickelt und stellen jeweils drei Positionen als Antwort vor. Sie wählen aus und erfahren am Ende, mit welcher Partei die Übereinstimmung am größten ist. Hinweis: Nicht alle Parteien haben zu allen Fragen eine Position veröffentlicht, deshalb sind sie im Test mit unterschiedlicher Häufigkeit vertreten.

Welcher Aussage stimmen Sie zu?


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CDU/CSU

„Weiter so“ scheint in weiten Teilen das Motto der Union bei Immobilienthemen zu sein: Mietpreisbremse beibehalten, aber nicht verschärfen; Bestellerprinzip für Maklerkosten weiterhin nur bei Vermietung anwenden; keine strengeren Energiesparvorschriften für Gebäude. Dafür soll es neben den bisherigen Förderprogrammen steuerliche Anreize zur energetischen Sanierung geben. Den Erwerb von Wohneigentum, insbesondere von Familien, wollen die Christdemokraten mit Freibeträgen bei der Grunderwerbsteuer und mit einem Baukindergeld fördern. Wie alle anderen Parteien ist die CDU/CSU für eine Reform der Grundsteuer, ohne allerdings konkrete Vorschläge zu machen.

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SPD

Die SPD setzt in Immobilienfragen auf Kontinuität, will aber in einigen Punkten über das hinausgehen, was sie in der Großen Koalition mit eingeführt hat. So will sie die Mietpreisbremse verschärfen und das Bestellerprinzip auf den Immobilienkauf ausweiten. Hausbesitzer wollen die Sozialdemokraten weiterhin bei Maßnahmen für mehr Energieeffizienz unterstützen, Mieterhöhungen nach energetischer Sanierung dagegen begrenzen. Familien soll der Weg zum Wohneigentum mit einem sozial gestaffelten Familienbaugeld erleichtert werden. Neubautätigkeit will die SPD mit Investitionsanreizen und bundesweit einheitlichen Baustandards ankurbeln, wobei der soziale Wohnungsbau speziell gefördert werden soll.

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Die Linke

Mindestens 250.000 öffentlich geförderte Wohnungen jährlich, flächendeckende Mietpreisbremse, Abschaffung der Modernisierungsumlage und Begrenzung der Mieterhöhung nach energetischer Sanierung – bei der Partei Die Linke stehen die Interessen von Mietern an erster Stelle. Eine gezielte Wohneigentumsförderung kommt im Programm nicht vor. Bei Energieeffizienzmaßnahmen will die Partei Eigentümer nur dann unterstützen, wenn erneuerbare Energiequellen genutzt werden. Das Bestellerprinzip soll auch beim Immobilienkauf angewendet werden.

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FDP

Weniger staatliche Regulierung, mehr Entlastung bei Steuern und Abgaben – so lässt sich das Wahlprogramm der FDP in Sachen Immobilien zusammenfassen. Die Mietpreisbremse wollen die Liberalen abschaffen, Vorschriften zur Energieeffizienz sollen flexibler gestaltet und ihre Umsetzung stärker an Wirtschaftlichkeit ausgerichtet werden. Zur Förderung von Wohneigentum schlägt die FDP hohe Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer sowie erleichterte Kreditvergabe vor. Bei der Grundsteuer möchte sie die Bemessungsgrundlage verändern.

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B90/Die Grünen

Auch bei Immobilienthemen ist Klimaschutz das Kernthema der Grünen: Im Wahlprogramm fordern sie dazu unter anderem, die Gesetze zur Energieeinsparung und zu erneuerbaren Wärmeenergien zusammenzulegen und die Fördermittel für Energieeffizienz im Gebäudebereich zu verdoppeln. Wohneigentumsförderung heißt für die Grünen, Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen beim Erwerb von Genossenschaftsanteilen zu unterstützen. Das Bestellerprinzip soll auch beim Immobilienkauf gelten. Die Grünen sprechen sich für eine Mietpreisbremse ohne Ausnahmen und eine Absenkung der Modernisierungsumlage aus.

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AfD

Mietpreisbremse abschaffen, Baustandards vereinfachen, Grunderwerb- und Grundsteuer senken: Das sind die eher marktliberalen Forderungen der AfD für den Immobilienbereich. Vorschriften zur energetischen Sanierung will die Partei ganz beseitigen – sie lehnt die Klimaschutzpolitik grundsätzlich ab. An anderer Stelle spricht sich die AfD dagegen für eine aktive Rolle des Staates aus: Er soll beispielsweise Baugrundstücke zur Verfügung stellen und genossenschaftliches Wohnen fördern.

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