Aktuelle Mietspiegeldaten in Deutschland

Mietpreise und Kaufpreise auf dem Wohnungsmarkt

Das Tempo der Entwicklung bei den Quadratmeterpreisen in Deutschland hat in den vergangenen Jahren merklich angezogen. In Großstädten wie Hamburg oder Berlin wurde die Mietpreisbremse als erstes eingeführt. Die Wohnungsmarktberichte von ImmobilienScout24 liefern Ihnen detaillierte Daten zu den Entwicklungen der Mietpreise und Kaufpreise für die Top-30-Städte Deutschlands.

Die Preisentwicklung in Deutschland verläuft je nach Region sehr unterschiedlich: Vor allem in den großen Städten entwickeln sich Mietpreise und Kaufpreise geradezu rasant, während es in den ländlichen Regionen oftmals zum Preisverfall kommt. Große Städte sind attraktiv, hier spielt das Leben, hier kann man gute Jobs und hohen Freizeitwert ideal miteinander verbinden. Wer beispielsweise in Hamburg studiert und dann einen guten Job gefunden hat, bleibt gern in den inneren Stadtteilen rund um die Alster, wo die Wege zur Arbeit kurz sind. Viele junge Menschen strömen an die Universitäten und die gibt es fast ausschließlich in größeren Städten. Entsprechend verläuft die Mietpreisentwicklung. Bei ImmobilienScout24 erhalten Sie aktuelle Markt- und Preisdaten für 30 Top-Städte Deutschlands.


Miet- und Kaufpreise in den deutschen Großstädten


In den Boom-Städten mangelt es an bezahlbarem Wohnraum

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) hat Mitte August 2015 in einer Studie festgestellt, dass in Deutschland zwar immer noch ein Bauboom herrscht, oft aber am Bedarf vorbeigebaut wird. Denn vor allem in den Metropolen und Ballungsräumen – Hamburg, Berlin, Frankfurt, München und Köln tut sich eine große Lücke zwischen Angebot und Nachfrage auf.

Im vergangenen Jahr entstanden in Deutschland rund 245 000 Wohnungen, aber lediglich 26 Prozent davon in großen Städten mit mehr als 100 000 Einwohnern. Gerade dort werden jedoch 50 Prozent mehr Wohnungen benötigt, schätzt das IW Köln. Die Boom-Hauptstadt Berlin benötige bis 2020 jedes Jahr 20 000 neue Wohnungen, um den Bedarf zu befriedigen – 2014 seien aber nur knapp 9000 gebaut worden. 

Egal ob München oder Dresden: hohe Preissteigerungen in den Toplagen

ImmobilienScout24 hat die Mietpreisentwicklung und Kaufpreisentwicklung von Eigentumswohnungen und Einzelhäusern auf ihren Angebotsseiten seit 2007 aufgezeichnet und analysiert. Der Vergleich der Daten zeigt deutlich, wo der Wohnungsmarkt besonders attraktiv und teuer geworden ist. Paradebeispiel ist München: Selbst im günstigsten Stadtteil Langwied liegt der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter für die ImmobilienScout24-Referenzwohnung* noch bei 10,92 Euro, in den Topvierteln bereits jenseits der 17-Euro-Marke. Für Luxusimmobilien in Toplagen wie dem Edel-Stadtteil Nymphenburg sind in der Isarmetropole Preissteigerungen von über 100 Prozent innerhalb der letzten acht Jahre keine Seltenheit.

Aber nicht nur in Süd- und West-, sondern auch in Ostdeutschland finden sich überdurchschnittliche Preisentwicklungen, solange es sich um urbanen Wohnraum handelt. Ein gutes Beispiel ist Dresden. In der liebevoll restaurierten Altstadt liegen die Mietpreissteigerungen bei rund 40 Prozent seit 2007. Zeugnis für die Attraktivität der Stadt an der Elbe. Die Kaufpreisentwicklung für das ImmobilienScout24-Referenzhaus* verlief in manchen Vierteln geradezu spektakulär. In Dresden-Blasewitz müssen Käufer 115,9 Prozent mehr zahlen als 2007.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

Gegen überhöhte Mietpreise bei Neuvermietungen: die Mietpreisbremse

Um die bei Neuvermietungen oft sprunghaft steigenden Mieten in den Griff zu bekommen, hat die Bundesregierung im Frühjahr 2015 ein „Gesetz zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten“ erlassen. Diese sogenannte Mietpreisbremse gilt ausschließlich für Neuvermietungen in ganz bestimmten, von dem jeweiligen Bundesland festgelegten Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Wo die Mietpreisbremse greift, darf die Miete bei einer Neuvermietung die ortsübliche Vergleichsmiete um maximal 10 Prozent übersteigen. Bestehende Mietverhältnisse sind ebenso wenig von der Mietpreisbremse betroffen wie die Vermietung von neu gebauten oder umfassend modernisierten Wohnräumen.

Mit unserem MietpreisCheck können Sie überprüfen, wie hoch der durchschnittliche Angebotspreis für eine Mietwohnung in Ihrer Straße ist. Sobald Sie die Adresse und die wichtigsten Objektdaten eingegeben haben, erhalten Sie eine detaillierte Auswertung auf Basis von mehr als fünf Millionen Mietobjekten.

MietpreisCheck - Wie fair ist der Mietpreis für Ihre Wohnung?

Die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete ist meist mit Aufwand verbunden. Eine erste Einschätzung erhalten Sie aber schon jetzt mit dem MietpreisCheck von ImmobilienScout24.

Mietpreis überprüfen

Grundlage für die Ermittlung der Vergleichsmiete ist der Mietspiegel, der als „qualifizierter Mietspiegel“ aufgrund von anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt werden muss. Mietspiegel sind beim örtlichen Mieterverein oder der Gemeinde bzw. Stadtverwaltung erhältlich. Sie enthalten Durchschnittspreise und oftmals auch Maximal- und Minimalpreise, die über Zu- und Abschläge für Ausstattungsmerkmale und Wohnlagekriterien errechnet werden.

Als erstes Bundesland hat Berlin die Mietpreisbremse für das gesamte Stadtgebiet am 1. Juni 2015 eingeführt. Im Juli 2015 folgten Hamburg und 22 Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Seit dem 1. August 2015 gilt die Mietpreisbremse auch in 144 Städten und Gemeinden Bayerns. Die anderen Bundesländer prüfen derzeit noch die Umsetzung – hier können Sie sich über den aktuellen Stand informieren.

 

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)