Baulexikon

Isolierung

Wärmedämmung und Bauwerksabdichtung für Gebäude

Als Isolierung werden zwei verschiedene Teilbereiche des Bauens übereinstimmend bezeichnet. Zum einen spricht man von der Isolierung, wenn es um die Abdichtung eines Bauwerks geht, sodass keine Feuchtigkeit eindringen kann. In erster Linie wird der Begriff aber für die Wärmedämmung verwendet, durch die der Wärmeverlust durch die Hülle eines Gebäudes und damit der Energiebedarf reduziert wird.

Isolierung als Bauwerksabdichtung

Bei der Bauwerksabdichtung erfüllt die Isolierung den Zweck, Feuchtigkeit aus dem Gebäude auszuschließen, die die Substanz des Gebäudes schädigen könnte. Die Abdichtung wird beispielsweise in Kellern eingesetzt, um zu vermeiden, dass die Feuchtigkeit aus dem Erdreich durch die Kellerwände ins Innere gelangen und dort schwere Schäden anrichten kann. Aber auch bei Flachdächern oder Balkonen, bei denen es grundsätzlich schwierig zu erreichen ist, dass das Regenwasser vollständig abläuft, setzt man oft auf eine Isolierung.

Methoden für die abdichtende Isolierung

Welche Isolierung für die Bauwerksabdichtung verwendet werden kann, hängt davon ab, wie groß die Gefahr durch das Wasser ist. Drückt das Wasser, was beispielsweise bei Grundwasser der Fall ist, muss eine sogenannte Weiße Wanne oder alternativ eine Graue Wanne verwendet werden. Liegt ein nichtdrückendes Wasser vor, kommen beispielsweise mineralische Dichtschlämme oder Bitumendickbeschichtungen zum Einsatz.

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Isolierung als Wärmedämmung

Mithilfe einer Wärmedämmung versucht man zu verhindern, dass zu viel Wärme durch die Hülle des Gebäudes entkommt. Für die Isolierung kommt entweder das Dach oder alternativ der Dachboden infrage, wenn der Dachboden an sich kalt bleiben kann. Zudem können die Außenwände und die Fenster isoliert werden. Bei Fenstern lässt sich eine bessere Isolierung durch die Verwendung bestimmter Materialien sowie durch den Einsatz von Zweifach- oder noch besser Dreifachverglasung erreichen. Dächer können auf unterschiedliche Art und Weise isoliert werden. Üblich ist beispielsweise die Zwischensparrendämmung, bei der das isolierende Material in Bahnen oder als Schüttgut zwischen die Dachsparren gebracht und durch eine Dampfsperre verschlossen wird. Auch für Außenwände gibt es sehr unterschiedliche Systeme zur Isolierung. Meist werden sie an der Außenseite aufgebracht, möglich ist aber grundsätzlich auch die Isolierung von innen.

Materialien für die Wärmedämmung

Für die Isolierung von Gebäuden kommt eine Vielzahl von Materialien in Frage, die wärmedämmende Eigenschaften aufweisen. Einige Beispiele sind:

  • mineralische Fasern (z. B. Stein- oder Glaswolle)
  • Faserwerkstoffe aus natürlichem Material (z. B. Zellulose, Hanf, Wolle, Holzfaserwerkstoff und -dämmplatten, Zellstoffverbundelemente, Schilfrohrplatten)
  • künstliche Schäume (z. B. Polyurethan, Polyethylen, Polystyrol, Neopor, Resolschaum)
  • mineralische Schäume (z. B. Bimsstein, Blähton, Schaumglas, Perlite)
  • Vakuumdämmplatten
  • Zelluloseflocken

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