Umfrage: Viele Wohnungen verschwinden im Graumarkt
- 74 Prozent der Befragten glauben, dass persönliche Kontakte für der Wohnungssuche entscheidend sind.
- Rund jede fünfte Person berichtet, bereits eine Wohnung als inoffizielle Untermiete oder ohne regulären Mietvertrag angeboten bekommen zu haben.
- 69 Prozent möchten frühzeitig erfahren, wenn Wohnungen in den kommenden Monaten frei werden.
- 59 Prozent wünschen sich ein Netzwerk, über das sich Nachmieter:innen vorschlagen lassen.
Ein Teil der Wohnungen wird offenbar gar nicht öffentlich angeboten. Statt über Inserate werden sie über persönliche Kontakte weitergegeben oder als inoffizielle Untermiete vermittelt. Für viele Suchende bedeutet das: Wer die richtigen Kontakte hat, erfährt früher von freien Wohnungen – wer nicht, hat das Nachsehen.
„Der Zugang zu Wohnraum darf nicht davon abhängen, wen man kennt. Wenn Wohnungen nicht öffentlich sichtbar werden, fehlt vielen Suchenden überhaupt die Chance, sich zu bewerben“, sagt Daniel Hendel, Geschäftsführer von ImmoScout24. „Mehr Transparenz im Wohnungsmarkt bedeutet deshalb vor allem eines: mehr Chancen auf ein neues Zuhause.“
Graumarkt bei der Wohnungssuche
Ein besonders deutliches Ergebnis der Umfrage: Rund jede fünfte Person (22 Prozent) berichtet, bereits ein Wohnungsangebot ohne regulären Mietvertrag oder als inoffizielle Untermiete erhalten zu haben.
Solche Angebote bewegen sich häufig außerhalb des regulären Wohnungsmarktes. Für Suchende kann das mit Unsicherheit verbunden sein – etwa fehlender vertraglicher Schutz oder unklare Mietverhältnisse.
Wunsch nach mehr Transparenz
Gleichzeitig zeigt die Umfrage ein starkes Bedürfnis nach mehr Transparenz darüber, welche Wohnungen verfügbar werden. 69 Prozent der Befragten finden es attraktiv, frühzeitig von Wohnungen zu erfahren, die erst in einigen Monaten frei werden.
Auch neue Wege beim Wohnungswechsel stoßen auf Interesse: 59 Prozent der Befragten finden ein Netzwerk attraktiv, über das sich Nachmieter:innen vorschlagen lassen und Wohnungswechsel einfacher organisiert werden können.
Gerade solche Ansätze können dazu beitragen, Wohnraum früher sichtbar zu machen und den Zugang zum Wohnungsmarkt fairer und verlässlicher zu gestalten. Drei von vier Befragten (74 Prozent) glauben, dass ein persönliches Netzwerk bei der Wohnungssuche entscheidend ist.
Neue Wege für einen faireren Zugang zu Wohnraum
Mit der Initiative fair:dient arbeitet ImmoScout24 daran, mehr Transparenz und einen strukturierten Zugang zu Wohnraum zu schaffen. Neue Funktionen wie das Mieter-Netzwerk, Wartelisten für Miet- und Kaufinteressierte sowie die Kennzeichnung „Bald verfügbar“ sollen Wohnungen früher sichtbar machen – noch bevor sie regulär inseriert werden.
Mehr Informationen:
https://www.immobilienscout24.de/lp/transparenz-fairness-am-wohnungsmarkt.html
Methodik
Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag von ImmoScout24 mit 500 Befragten in Deutschland. Der Befragungszeitraum war März 2026.




