WohnBarometer

Kaufpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr

Die Wohnungspreise steigen erstmals seit 2020 sowohl deutschlandweit als auch in allen acht Metropolen. Das zeigt das ImmoScout24 WohnBarometer für das vierte Quartal 2025.
Grafik mit den Kaufpreisen für Wohnungen Bestand und Neubau in den 8 deutschen Metropolen
Grafik mit der Entwicklung der Kaufnachfrage für Wohnimmobilien in Deutschland
Grafik mit den Kaufpreisen für Wohnungen und Häuser in Deutschland
Foto der ImmoScout24 Geschäftsführerin Dr. Gesa Crockford in einer Gesprächssituation
  • Kaufnachfrage konzentriert sich zunehmend auf Städte: Top-8-Metropolen gewinnen im vierten Quartal 2025 (+1 Prozent), während das Interesse im ländlichen Raum deutlich abnimmt (-8 Prozent).
  • Erstmals seit 2020 steigen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen innerhalb eines Quartals in allen acht Metropolen und deutschlandweit im Bestand und Neubau.
  • Dynamisches Berlin: Von allen acht Metropolen steigen in der Bundeshauptstadt die Wohnungspreise am stärksten.
  • Die Preise für Einfamilienhäuser im Bestand entwickeln sich im Jahresvergleich robust mit einem Plus von 2,8 Prozent.

Der deutsche Immobilienkaufmarkt schließt das Jahr 2025 mit einer positiven Entwicklung ab. Ein durchschnittliches Preiswachstum von über 3 Prozent innerhalb eines Jahres gab es zuletzt 2022 und signalisiert eine nachhaltige Stabilisierung des Marktes.

„Kaufsuchende interessieren sich besonders für den urbanen Raum – also Metropolen und die kreisfreien Städte. Dass alle Metropolen gleichzeitig Preissteigerungen aufweisen, haben wir zuletzt vor knapp fünf Jahren gesehen“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. „Gleichzeitig ist das Zinsniveau für Baufinanzierungen jüngst wieder gestiegen. Für 2026 rechnen wir mit Zinsen von knapp vier Prozent. Die Anforderungen an genügend Eigenkapital bleiben damit hoch - wenn keine Impulse der Bunderegierung oder der Länder kommen, wird Eigentum für viele weiterhin schwer zu erwerben sein.“

Steigende Nachfrage in den Metropolen und kreisfreien Städten 

Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen in Deutschland bleibt im vierten Quartal auf Vorquartalsniveau (±0 Prozent). Es gibt jedoch starke regionale Unterschiede. In den acht Metropolen steigt die Nachfrage leicht (+1 Prozent), während das Interesse im Umland leicht nachgibt (-2 Prozent), genauso wie in den kreisfreien Städten (-1 Prozent). Der ländliche Raum verzeichnet mit -8 Prozent den stärksten Einbruch. Die nachlassende Nachfrage nach Einfamilienhäusern (-4 Prozent innerhalb eines Quartals) zeigt ebenfalls ein leicht nachlassendes Interesse am Wohnen jenseits der Ballungsgebiete. 

Im Jahresvergleich zeigt sich eine Spreizung von + 3 Prozent im Umland der Metropolen und im ländlichen Raum, -2 Prozent in den Metropolen und +1 Prozent in den kreisfreien Städten – die einzige Regionsklasse mit wachsender Nachfrage gegenüber dem Vorjahr.

Bestandswohnungen: Berlin und Leipzig mit stärkster Dynamik

Deutschlandweit steigen im vierten Quartal 2025 die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand um 1,0 Prozent auf 2.574 Euro pro Quadratmeter – und um 3,7 Prozent im Jahresvergleich. Erstmals seit Ende 2020 entwickeln sich die Angebotspreise in allen acht Metropolen positiv. Berlin führt mit der dynamischsten Entwicklung und verzeichnet einen Anstieg von 2,3 Prozent auf 4.884 Euro pro Quadratmeter. Auch in Leipzig klettern die Preise um 2,2 Prozent, wobei die Stadt mit 2.992 Euro weiterhin das günstigste Preisniveau unter den Metropolen aufweist. In Hamburg legen die Quadratmeterpreise um 1,6 Prozent zu (5.283 Euro) und in Köln um +1,5 Prozent (4.340 Euro). Moderat hingegen steigen die Preise mit +0,8 Prozent in München, wo mit 8.266 Euro die höchsten Quadratmeterpreise aufgerufen werden, und in Stuttgart mit einem Plus von +0,5 Prozent (5.008 Euro).

Auch im Jahresvergleich entwickeln sich die Quadratmeterpreise für Bestandswohnungen in Berlin am stärksten (+5,2 Prozent), gefolgt von Leipzig (+4,8 Prozent) und Köln (+4,3 Prozent). Die schwächste Jahresentwicklung verzeichnen Stuttgart (+1,4 Prozent) und Hamburg (+1,8 Prozent).

Neubauwohnungen: Hamburg führt im Jahresvergleich

Die Angebotspreise für Neubauwohnungen steigen deutschlandweit um 0,9 Prozent auf 4.133 Euro pro Quadratmeter und liegen 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Wie auch im Bestand steigen in allen acht Metropolen die Preise – wieder angeführt von Berlin mit einem Zuwachs von 2,2 Prozent (6.874 Euro pro Quadratmeter) und Leipzig mit einem Anstieg von 2 Prozent (5.243 Euro). Moderat hingegen entwickeln sich die Quadratmeterpreise in München (+0,7 Prozent) und in Stuttgart (+0,3 Prozent).

Im Jahresvergleich zeigt Hamburg einen Preissprung um +5,6 Prozent, gefolgt von Leipzig (+4,7 Prozent) und Berlin (+4,6 Prozent). Die schwächste Jahresentwicklung verzeichnet Düsseldorf (+0,3 Prozent).

ImmoScout24 WohnBarometer – Metropolen-Cockpit für Eigentumswohnungen 

 

Deutschland

Berlin

Düssel-dorf

Frankfurt

am Main

Hamburg

Köln

Leipzig

München

Stuttgart

Eigentumswohnung Bestand 

Preisentwicklung Q4/25 zu Q3/25 

+1,0 %

+2,3 %

+1,0 %

+1,0 %

+1,6 %

+1,5 %

+2,2 %

+0,8 %

+0,5 %

Preisentwicklung Q4/25 zu Q4/24 

+3,7 %

+5,2 %

+3,4 %

+3,5 %

+1,8 %

+4,3 %

+4,8 %

+3,8 %

+1,4 %

Quadratmeter-preis Q4 2025 

2.574 €

4.884 €

4.534 €

5.343 €

5.283 €

4.340 €

2.992 €

8.266 €

5.008 €

Eigentumswohnung Neubau 

Preisentwicklung Q4/25 zu Q3/25 

+0,9 %

+2,2 %

+1,1 %

+0,7 %

+1,3 %

+1,5 %

+2,0 %

+0,7 %

+0,3 %

Preisentwicklung Q4/25 zu Q4/24 

+3,1 %

+4,6 %

+0,3 %

+1,9 %

+5,6 %

+4,1 %

+4,7 %

+4,0 %

+2,8 %

Quadratmeter-preis Q4 2025 

4.133 €

6.874 €

6.518 €

7.266 €

6.927 €

6.338 €

5.243 €

10.537 €

7.070 €

Markt für Einfamilienhäuser: Solide Jahresentwicklung, verhaltenes Quartalswachstum


Einfamilienhäuser im Bestand kosten in Deutschland im vierten Quartal 2025 durchschnittlich 2.844 Euro pro Quadratmeter. Die Preisentwicklung verläuft dabei unterschiedlich: Während sich die Preise im Quartalsvergleich seitwärts bewegen (-0,3 Prozent), steigen sie im Jahresvergleich um 2,8 Prozent. Berlin und Hamburg zeigen die stärkste Entwicklung mit jeweils +0,4 Prozent. Im Jahresvergleich zeigen die Kaufpreise in Leipzig und Hamburg mit +3,4 Prozent den stärksten Anstieg.

Bei Einfamilienhäusern im Neubau präsentierte sich der Markt dynamischer: Deutschlandweit steigen die Preise um 1,2 Prozent im Quartalsvergleich und um 2,0 Prozent im Jahresvergleich auf durchschnittlich 3.925 Euro pro Quadratmeter. Unter den Metropolen sind die Preise in Berlin mit +0,7 Prozent auf 6.435 Euro pro Quadratmeter am stärksten innerhalb eines Quartals gestiegen. Die stärkste Entwicklung im Jahresvergleich bei neu gebauten Häusern zeigt sich – wie auch schon bei Wohnungen – in Hamburg (+ 5,8 Prozent). In Frankfurt am Main sind die Hauspreise sowohl im Quartals-, als auch im Jahresvergleich um -1,8 Prozent gesunken.

ImmoScout24 WohnBarometer – Metropolen-Cockpit für Einfamilienhäuser 

 

Deutschland

Berlin

Düssel-dorf

Frankfurt

am Main

Hamburg

Köln

Leipzig

München

Stuttgart

Einfamilienhaus Bestand 

Preisentwicklung Q4/25 zu Q3/25 

-0,3%

+0,4%

-1,5%

-1,8%

+0,4%

-1,2%

+0,3%

-0,6%

-0,1%

Preisentwicklung Q4/25 zu Q4/24 

+2,8%

-0,2%

+1,1%

+0,5%

+3,4%

+2,9%

+3,4%

+2,5%

+0,0%

Quadratmeter-preis Q4 2025 

2.844 €

4.821 €

5.568 €

5.793 €

5.922 €

5.381 €

3.864 €

8.639 €

5.979 €

Einfamilienhaus Neubau 

Preisentwicklung Q4/25 zu Q3/25 

+1,2%

+0,7%

-1,4%

-1,8%

+0,4%

-1,1%

+0,5%

-0,5%

+0,0%

Preisentwicklung Q4/25 zu Q4/24 

+2,0%

+5,1%

+2,7%

-1,8%

+5,8%

+1,4%

+0,5%

+1,3%

+2,6%

Quadratmeter-preis Q4 2025 

3.925 €

6.435 €

6.813 €

7.018 €

6.789 €

6.361 €

4.532 €

10.642 €

7.581 €

Das ImmoScout24 WohnBarometer – Methodik

Das ImmoScout24 WohnBarometer ist der Marktreport zur Entwicklung des Immobilienmarkts. Herausgeber ist ImmoScout24: Deutschlands führende Online-Plattform für Wohnimmobilien. Das ImmoScout24 WohnBarometer gibt die Preisentwicklung in realen Angebotspreisen wieder. Die Datenbasis umfasst über 8,5 Millionen Inserate der letzten fünf Jahre auf ImmoScout24. Die Werte werden für Referenzobjekte für den jeweils betrachteten Immobilientyp durch einen Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens ermittelt. Für Wohnungen zum Kauf wird eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern Wohnfläche zugrunde gelegt. Das betrachtete Einfamilienhaus hat 140 Quadratmeter Wohnfläche und einen Grundstücksanteil von 600 Quadratmetern. Die Kategorie Neubau enthält alle Angebote mit einem Baualter von maximal zwei Jahren zum jeweiligen Bestimmungszeitpunkt. Die aktuellen Angebotskaufpreise beziehen sich immer auf den letzten Datenpunkt im Marktreport und stehen damit für den Angebotspreis im vierten Quartal 2025.

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2026-01-08T11:00:00+01:00
ImmoScout24

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