Studien & Umfragen

Hohe Abschlagszahlungen erschweren Wohnungssuche

Die Wohnungssuche wird für viele Menschen zur finanziellen Hürde – nicht nur wegen steigender Mieten. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von ImmoScout24 zeigt: Mehr als ein Drittel der Wohnungssuchenden wird mit ungewöhnlich hohen Abschlagszahlungen konfrontiert:

Daniel Hendel, Geschäftsführer ImmoScout24

Die Wohnungssuche wird für viele Menschen zur finanziellen Hürde – nicht nur wegen steigender Mieten.  Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von ImmoScout24 zeigt: Ein Drittel der Wohnungssuchenden wird mit ungewöhnlich hohen Abschlagszahlungen konfrontiert: 

  • Ein Drittel der Befragten berichtet von ungewöhnlich hohen Abschlagszahlungen bei der Wohnungssuche.
  • Die Abschläge liegen mehrheitlich im Bereich zwischen 1.000 und 3.000 Euro.
  • 37 Prozent der Betroffenen berichten von Summen über 3.000 Euro, 8 Prozent sogar von mehr als 5.000 Euro.

Bei der Wiedervermietung verlangen Vormieter häufig Abschlagszahlungen für Möbel oder Küchen – teilweise in Höhe von mehreren Tausend Euro. Sie fallen zusätzlich zu Kaution, Umzugskosten und laufender Miete an und erhöhen die anfängliche finanzielle Belastung.

„Hohe Abschlagszahlungen verschieben die Hürden bei der Wohnungssuche weiter nach vorn. Für viele Haushalte wird der Zugang zu Wohnraum dadurch zusätzlich erschwert. Ein finanzieller Ausgleich für Einbauten kann sinnvoll sein. Wichtig ist aber, dass Forderungen nachvollziehbar und fair bewertet sind”, sagt Daniel Hendel, Geschäftsführer von ImmoScout24.

Vierstellige Forderungen sind die Regel

Unter denjenigen, die bereits mit einer ungewöhnlich hohen Abschlagszahlung konfrontiert wurden, nennt mehr als die Hälfte (55 Prozent) Beträge zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Rund ein Drittel (37 Prozent) berichtet von noch höheren Forderungen über 3.000, bei 8 Prozent der Befragten waren es sogar über 5.000 Euro. 

Damit zeigt die Umfrage: Hohe Abschlagsforderungen sind längst kein Randphänomen mehr. Für viele Wohnungssuchende entstehen zusätzliche finanzielle Anforderungen bereits vor Vertragsabschluss – noch bevor laufende Kosten wie Miete und Nebenkosten greifen. Insbesondere für Haushalte mit begrenztem Budget kann das die Auswahl an realistisch verfügbaren Wohnungen deutlich einschränken.

Methodik

Die Ergebnisse basieren auf einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio im Auftrag von ImmoScout24 mit 500 Befragten in Deutschland. Der Befragungszeitraum war im März 2026.

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2026-04-08T08:00:00+02:00
ImmoScout24

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