Immobilien in Erfurt

In Erfurt befinden sich zur Zeit 569 Immobilienangebote. Die durchschnittliche Kaltmiete für Wohnungen in Erfurt beträgt 6,30 Euro/m² (+3% zum Vorjahr). Immobilien zum Kauf hingegen besitzen einen durchschnittlichen Kaufpreis von 1650,00 Euro/m² (+5% zum Vorjahr). In Erfurt befinden sich derzeit 305 Mietobjekte (301 Mietwohnungen und 4 Häuser zur Miete) und 264 Kaufobjekte (128 Eigentumswohnungen und 136 Häuser zum Kauf).
320,00 € Miete
32,73 m2 Wohnfläche
1 Zimmer
  • Balkon
  • |
  • Einbauküche
320,00 € Miete
33 m2 Wohnfläche
1 Zimmer
  • Balkon
  • |
  • Einbauküche
399,00 € Miete
43,6 m2 Wohnfläche
2 Zimmer
  • Balkon
  • |
  • Einbauküche
333,00 € Miete
61,24 m2 Wohnfläche
3 Zimmer
  • Balkon
  • |
  • Einbauküche
375,00 € Miete
73,94 m2 Wohnfläche
3 Zimmer
  • Balkon

Tipps zur Suche in Erfurt

Erfurt hat, wie viele Großstädte in Ostdeutschland, eine Reihe tiefgreifender Veränderungen seit der Wende erfahren. Die Stadt mit etwa 205.000 Einwohnern ist nicht nur größte Stadt und Hauptstadt von Thüringen. Sie entwickelt sich auch zunehmend zum Medienzentrum und zieht Kreative aus allen Himmelsrichtungen an. Der Immobilienmarkt konnte sich dadurch vor allem im mittleren und gehobenen Segment entwickeln.

Seit Jahren wächst die Stadt, der Arbeitsmarkt verhält sich positiv

Immobilien in Erfurt

Henry Czauderna - Dollar Photo Club

Als eine der wenigen Städte in Ostdeutschland konnte sich Erfurt bereits relativ früh nach der Wende „neu erfinden“ und Immobilien in Erfurt an Wert gewinnen. Seit Anfang der 2000er weist die Bevölkerungsentwicklung leicht positiv nach oben, viele neue Arbeitsplätze wurden in Verwaltungs- und Dienstleistungsbranchen geschaffen. Dadurch wurde sie nicht zuletzt auch für Fachkräfte aus dem Umland als Wohnort interessant, denn im Zuge dessen wurden viele Altbauobjekte saniert und modernisiert. Lange Zeit war die Nachfrage nach derartigen Immobilien in Erfurt jedoch nur mittelmäßig, viele subventionierte Wohnungen und genossenschaftliche Objekte wurden hingegen stärker nachgefragt. Der Einfluss von Universität und Fachhochschule ist nur gering, mit kaum mehr als 10.000 Studenten konnten sich in der Form keine studentisch geprägten Viertel herausbilden. Dennoch liegen vor allem kleinere Wohneinheiten und seniorengerechte Immobilien im Fokus von Investoren und privaten Käufern. Die Altstadt steht im Zentrum der jüngsten Neubau- und Modernisierungsprojekte. Allerdings steigt die Nachfrage konsequent, sodass hieraus überdurchschnittliche hohe Wertzuwächse resultierten. In einigen Teilen sind die Kaufpreise jedoch weit unterdurchschnittlich. Das liegt nicht zuletzt am hohen Leerstand von über zehn Prozent. Auch die Bausubstanz vieler Objekte liegt weit unterhalb des derzeitigen Standards. Hierdurch ergeben sich aber gerade für Kapitalanleger und Eigennutzer durchaus günstige Gelegenheiten.

Gruppe

Singles

Paare

Familien

Studenten

Senioren

Bevorzugte Wohnlagen

Dichterviertel

Altstadt

Hochheim

Brühlervorstadt

Süd

Charakteristika

Stadtwald in der Nähe, ruhiges und grünes Viertel, mittleres Preisniveau

hohe Sanierungsquote, starke Nachverdichtung mit modernen Objekten, attraktive Wohnquartiere in zentraler Lage

viele Villen und Einfamilienhäuser, dörflicher Charakter mit umfassender Nahversorgung, Freizeit- und Sportflächen fußläufig erreichbar

zentrumsnahes, günstiges Wohnumfeld, diverse Architekturstile, aufstrebendes Viertel mit alternativer Szene

gediegenes, ruhiges Wohnumfeld, hohe Neubautätigkeit, sanierte Gründerzeitbauten, gute Verkehrsanbindung

Erfurt Immobilien

Ist die Nachfrage in allen Teilen der Stadt gleich hoch?

Grundsätzlich liegt der Anteil der Kaufimmobilien am Gesamtmarkt bei etwa 45 bis 50 Prozent. Hierbei überwiegen mit etwa 2/3 die Angebote für Eigentumswohnungen, der Rest bezieht sich auf Häuser. Damit bietet Erfurt zunächst einen soliden Mix an Immobilien, das Angebot ist überdurchschnittlich. Zugleich belastet der im zweistelligen Prozentbereich verortete Leerstand das Preisniveau in einigen Teilen der Stadt. So unterscheiden sich die Zuwachsraten vergangener Jahre teils deutlich, was aber auch an massiven Qualitätsunterschieden liegt. Dazu zählen die Bausubstanz und der allgemeine Erhaltungszustand, aber auch der Modernisierungsgrad. Als eines der ehrgeizigsten Neubauprojekte gilt das Wohngebiet auf dem Gelände des ehemaligen katholischen Krankenhauses in direkter Innenstadtlage. Für eine 100-Quadratmeter-Wohnung im Dachgeschoss werden durchschnittlich über 280.000 EUR fällig. Im eher einfacheren Norden der Stadt werden Altbauhäuser bereits für 80.000 bis 150.000 EUR angeboten. Dabei handelt es sich klassischerweise um Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften. Beliebt sind auch die attraktiven Einfamilienhäuser am Ringelberg. Über die Jahre sukzessive erweitert, müssen für ein 125-Quadratmeter-Haus durchschnittlich zwischen 250.000 und 300.000 EUR ausgegeben werden. Mit den absoluten Toplagen im Bereich der Altstadt und der Löbervorstadt sind diese Preise jedoch nur selten zu vergleichen. Hier gehen repräsentative Stadthäuser selten unter 700.000 EUR über den Tisch. In 1a-Lage und saniertem Zustand werden bisweilen Kaufpreise im Bereich bis 1.500.000 EUR erzielt. Für eine Stadt wie Erfurt, die im Großteil ihrer Fläche eher mittlere Wohnlagen bieten, sind das enorme Gegensätze. Stellenweise liegt das Niveau über dem großer westdeutscher Städte. Und die Tendenz zeigt nach oben.

Durchschnittspreise für Wohnungen in ausgewählten Stadtteilen in günstiger, mittlerer und teurer Wohnlage

Stadtteil oder Stadtbezirk

Zimmeranzahl

Wohnungsgröße

Durchschnittspreis

Daberstedt

4 Zimmer

110 m²

120.000 EUR

Andreasvorstadt

4 ½ Zimmer

120 m²

220.000 EUR

Altstadt

4 Zimmer

90 m²

270.000 EUR

Was Erfurt an Naherholungs- und Freizeitflächen so zu bieten hat

Bei der Bewertung von Immobilien in Erfurt zählt die Nähe zu naturräumlichen Erholungsflächen selbstverständlich dazu. Im Süden der Stadt beginnt der ausufernde Steigerwald. Er grenzt an Hochheim, Bischleben, Löbervorstadt und andere südöstliche Stadtteile und entwickelt sich um beliebten Ausflugsziel. Starke Aufwertungstendenzen zeigen sich auch im nördlichen Bereich der Stadt. Hier standen und stehen ein Großteil der Plattenbausiedlungen Erfurts. Mit Zuschlag der Bundesgartenschau 2021 soll dieser Bereich aber umfassenden Neubauprojekten weichen. In Planung ist, entlang der die Gera umliegenden Auen ein für jedermann zugängliches Areal aus Park- und Gartenlandschaft zu realisieren. Damit versucht die Stadt nicht unwesentlich, weitere Gebiete als attraktiven Wohnstandort für Familien, Paare und Senioren auszuweisen. Auf diese Weise werden fortlaufend neue Investoren angezogen. Auf absehbare Zeit erscheint es deshalb nachvollziehbar, dass die verbindenden Stadtteile zum Zentrum ebenso von Aufwertungstendenzen profitieren. Schon heute ist mit dem an der Auenstraße errichteten Wohnpark sichtbar, wohin das Ganze gehen kann. Ein Mix aus Stadthäusern und Eigentumswohnungen der gehobenen Kategorie beeinflusst die Preise für Immobilien in Erfurt schon heute. Die Umwidmung ehemaliger Industrie- und Gewerbeflächen indes hat noch nicht das entscheidende Maß angenommen. Zwar wird immer wieder eine Neubaurealisierung diskutiert, verbindliche Planungen und vor allem ausgewiesene Bauflächen bleiben aber die Ausnahme.

Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Attribute

Stadtteil oder Stadtbezirk

Attribute

Attraktiv für

Süd

exklusiver Stadtteil, viele Villen und Gründerzeitbauten, naturnahe und ruhige Einbettung

Familien, Paare, Senioren

Ringelberg

viele mittlere Wohnbebauung, sehr gute Nahversorgung, gute Anbindung zur Innenstadt, Einkaufsmöglichkeiten und Co.

Paare, Singles

Krämpfervorstadt

alternatives Szeneviertel, eher günstiges Wohnumfeld, viele umgewidmete Objekte

Studenten, Singles, Paare

Erfurts Stadtbezirke

So kann Erfurt besser städtebaulich gegliedert werden

Erfurt wächst seit Jahren, vor allem die Ansiedlung von Logistikunternehmen schafft weitere Arbeitsplätze. Hierdurch steigt auch die Anzahl der zugezogenen, ursprünglichen Pendler. Diese wählen zum überwiegenden Teil Stadtteile mit eher dörflichem Charakter. Dazu zählen vor allem die nördlichen und östlichen Stadtgebiete. Hier überwiegen zwischen 1950 und 1970 errichtete Immobilien im für Erfurt typischen Einheitsbaustil. Nur ein geringer Teil wurde bis dato modernisiert, weshalb das Preisniveau entsprechend niedrig liegt. Vor allem Gründerzeitbauten und gehobene Stadthäuser charakterisieren die jene Altstadt umliegenden Bereiche der Innenstadt. Im Volksmund wird dieser Bereich auch als Gründerzeitgürtel bezeichnet. Nicht zuletzt seit Beginn der 2000er ist der Trend in Richtung Zentrum deutlich sichtbar. Die in nördlichen Teilen überwiegenden Plattenbausiedlungen werden auf absehbare Zeit bereits realisierten oder geplanten Neubaugebieten weichen.