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So lebt es sich in Kappel

Kappel: Chemnitz im Kleinen

Der Chemnitzer Stadtteil Kappel zeigt alles, was Chemnitz einst groß und größer gemacht hat: Riesige Fabrik- und Verwaltungsgebäude, große Ausfallstraßen, Gründerzeithäuser und Plattenbauten.

Kappel ist umringt und durchzogen: Alle Straßen von Rang und Namen, die eine Verbindung von Chemnitz mit den nach Südwesten gelegenen Industrieregionen um Zwickau, Stollberg oder gar in Bayern herstellen, streifen Kappel: Der Südring begrenzt das Stadtviertel genauso wie die Stollberger Straße und die Zwickauer Straße. Die Neefestraße führt gleich voll hindurch.

Wirtschaftsstandort...

So ist es wenig verwunderlich, dass Kappel einst selbst zum Industriestandort wurde: Vor allem die Textil- und die Maschinenbaubranche machte sich hier früh im 19. Jahrhundert breit, wovon bis heute beeindruckende Backstein-Fabrikbauten zeugen.

Diese Kappeler Tradition als Wirtschaftsstandort hat sich bis heute zumindest erhalten: So hat sich die Tageszeitung Freie Presse ihr Druckzentrum auf Kappeler Grund errichtet, der Schraubenfabrikant Würth hat hier eine Filiale und der Baukonzern Züblin. Hinzu kommen Institutionen wie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen, die alte Fabrik- und Verwaltungsgebäude umnutzen.

...mit guter Altersquote

Auch dieser Stadtteil verliert stetig an Einwohnern, im Jahr 2007 wurde die Zahl von 10.000 Einwohnern unterschritten. Sechs Jahre zuvor waren es noch über 11.600. Dies liegt vor allem daran, dass Kappel nicht unbedingt über den attraktivsten Wohnraum verfügt. Unter den 700 Wohngebäuden gibt es immerhin auch 38 Einfamilienhäuser und knapp die Hälfte der Bausubstanz stammt aus der Zeit von vor 1950, jedoch liegen die Mietskasernen fast ausschließlich unmittelbar an den Ausfallstraßen und haben dementsprechend unter Verkehrslärm und Schmutzbelastung zu leiden.

Hinzu kommen die zwischen 1980 und 89 entstandene Plattenbauten, die über 50 Prozent der Wohngebäude ausmachen. Ihr Verlust an Einwohnern ist es vor allem, was die Bevölkerungszahl stetig schrumpfen lässt. Dabei ist der Stadtteil von der Altersstruktur her noch relativ gut bedient: Nur ein Drittel ist über 60, zumindest 14 Prozent unter 20.

Da lohnt sich auch der Erhalt der einen oder anderen Gesundheitseinrichtung und sogar Shopping- und Freizeitgelegenheit in Kappel noch. Grundschule, Mittelschule und Gymnasium können auch im Stadtteil besucht werden. Und dank der großen Straßen ist auch der Nahverkehr mit Straßenbahnen und Bussen vorzüglich ausgebaut. Nur der alte Chemnitzer Flughafen, der heute auf Kappeler Flur steht, hat schon ewig keine Flieger mehr gesehen.

Kappel empfiehlt sich eigentlich dann, wenn man gern in unmittelbarer Nähe seines Arbeitsplatzes wohnen möchte. Dann sind sicher die Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert die bessere Wahl, findet man hier doch sanierten Altbau und vielleicht sogar eine Wohnung in einer etwas ruhigeren Nebenstraße.

Volker Tzschucke

Dieser Insider-Tipp spiegelt nur die Meinung des Autors wider.

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