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So lebt es sich in Hilbersdorf

Hilbersdorf: Leben auf dem Vulkan

Hilbersdorf war früher die heißeste Gegend von Chemnitz. Denn hier brach einst ein Vulkan aus. Das ist allerdings 290 Millionen Jahre her - und an Chemnitz war in Wahrheit noch nicht zu denken. Hinterlassen hat der Vulkan der Stadt dennoch ein in Europa einzigartiges Naturdenkmal: Den versteinerten Wald, der vor allem unter Hilbersdorf liegt - und bei Bauarbeiten regelmäßig zutage gefördert wird.

Dies geschah insbesondere Ende des 19. Jahrhunderts, als das damals noch selbständige Hilbersdorf von der Industrialisierung in Chemnitz profitierte und schrittweise mit diesem zusammenwuchs. Insbesondere am Übergang vom Sonnenberg nach Hilbersdorf sind deshalb kaum Unterschiede in der Bebauung der Jugendstilhäuser und Mietskasernen. Entlang der Frankenberger Straße und der Dresdner Straße ziehen sie sich den Berg hoch und in den Nebenstraßen sind sie sogar saniert.

Für Nostalgiker: Das Eisenbahnmuseum

Da die beiden Bundesstraßen B169 und B173 durch Stadtteil verlaufen, haben die Hilbesdorfer mit beträchtlichem Verkehr zwischen der City und den umliegenden Gemeinden zu leben, profitieren gleichzeitig aber von einem guten Anschluss ans Nahverkehrssystem: Drei Buslinien verbinden das Zentrum und Hilbersdorf und die Chemnitzer Citybahn stoppt am örtlichen Haltepunkt. Außerdem durchschneidet die Sachsen-Franken-Magistrale den Stadtteil, was Hilbersdorf eine Direktverbindung mit der Landeshauptstadt Dresden einbringt.

Überhaupt die Eisenbahn: Der Hilbersdorfer Rangierbahnhof war vor über 100 Jahren der größte in Europa. Von der Hilbersdorfer Bahngeschichte zeugt heute noch das von einem Verein betriebene Eisenbahnmuseum, ein beliebtes Ausflugsziel nicht nur für Chemnitzer Freunde alter Dampf- und Dieselrösser: Regelmäßige Sonderfahrten des traditionellen Fahrzeugparks in nähere und entferntere Erholungsgebiete wie das Erzgebirge oder den Spreewald, erfreuen den Nostalgiker.

Nachwuchs wird belohnt

Vom Altersdurchschnitt her ist Hilbersdorf ein vergleichsweise junger Stadtteil - und einer der wenigen, in dem die Geburtenzahl regelmäßig die Zahl der Todesfälle übersteigt. Belohnt wird solcherart Bemühen um Nachwuchs mit Kindergärten und einer Grundschule.

Positiv auf das Bild des Stadtteils wirkt sich auch die Nähe zu Chemnitz - größter Grünfläche aus: Der Zeisigwald begrenzt Hilbersdorf im Süden. Mit der Sachsen-Allee, die an der Grenze zum Sonnenberg liegt, steht eine Shopping-Mall zur Verfügung, darüber verfügt das Viertel über Discountern und erfreulicherweise auch über außergewöhnliche Landesküchen: Nur Hilbersdorf hat in Chemnitz beispielsweise ein armenisches Restaurant zu bieten.

Weil das Leben an den Ausfallstraßen einer Großstadt nicht jedem behagt, werden in Hilbersdorf heute vor allem die Nebenstraßen gepflegt: In den renovierten Jugendstilhäusern lässt es sich gut und günstig wohnen und wer im Sandkasten buddelt, stößt womöglich auf ein Weltnaturerbe...

Volker Tzschucke

Dieser Insider-Tipp spiegelt nur die Meinung des Autors wider.

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