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Tipps zur Suche in Frankfurt
Seit Hessens größte Stadt in den 70er Jahren zu einer der Metropolen Europas aufstieg, ist Frankfurt für immer mehr Pendler und gut ausgebildete Fachkräfte ein Anziehungspunkt. Dabei kursieren zahlreiche Vorurteile über die Stadt. Das Bahnhofsviertel gilt immer noch als Brennpunkt, während der Ausbau der Infrastruktur wie auch der Wohnungsbau in vielen Stadtteilen vermeintlich schleppend vorangeht.
Wodurch sich der Markt für Immobilien in Frankfurt auszeichnet
Claudio Divizia - Dollar Photo Club
Frankfurts Stadtbild ist seit mehr als einem Jahrtausend ständigen, zum Teil äußerst tiefreichenden Veränderungen unterworfen. Auch in den letzten Jahrzehnten hat sich viel getan: Von Schwanheim bis Niedererlenbach fördert die Stadt den Wohnungsbau und ist trotzdem kaum in der Lage, der Nachfrage beizukommen. Immobilien im Einzugsbereich Frankfurts werden daher auch in den kommenden Jahren im Wert steigen, was auch für die Mieten gilt. Vor allem in der Innenstadt ist eine erhöhte Nachfrage nach Wohnungen für ein bis zwei Personen zu verzeichnen. Im einst für Industrie und Kleingewerbe bekannten Gallusviertel entstehen Luxusimmobilien für mehrere tausend Menschen. Das hier geplante, neue Europaviertel soll bis 2019 fertiggestellt sein und dann rund 4500 Menschen hochqualitative Wohnanlagen bieten, die durch eine dichte Infrastruktur an den Stadtkern und die äußeren Stadtbezirke angebunden sein werden. Indes befindet sich das neue Hauptquartier der Europäischen Zentralbank im Frankfurter Ostend gerade in der finalen Bauphase und verdeutlicht, dass auch die Kapitalzuflüsse von außerhalb der Stadt in den letzten Jahren und Jahrzehnten zu ihrer heutigen Größe verhalfen. Ende 2012 lebten demnach rund 688.000 Personen in Frankfurt. Gemäß der Frankfurter Bevölkerungsprognose 2030 vom Dezember 2010 soll die Einwohnerzahl der Stadt bis 2020 auf etwa 725.000 steigen und sich bis 2030 in diesem Bereich halten.
| Gruppe | Bevorzugte Wohnlagen | Charakteristika |
| Singles | Bornheim, Nordend | Neubauten und restaurierte Mehrparteienhäuser, Freizeitangebot |
| Paare | Dornbusch, Ginnheim | Kultur- und Freizeitangebote, gute Verkehrsanbindung |
| Familien | Sachsenhausen | Schulen, Krippen, Freizeitangebote |
| Studenten | Bockenheim, Kalbach-Riedberg | alter/neuer Uni-Campus in direkter Nähe, großes Freizeitangebot |
| Senioren | Sachsenhausen | gute Nahversorgung, hervorragende Infrastruktur |
Frankfurt im Aufbruch: Steigende Immobilienpreise und Mieten
Die Main-Metropole ist kultureller wie auch wirtschaftlicher Dreh- und Angelpunkt für eine Vielzahl von Branchen. Kunstschaffende, aber auch Akademiker und Freiberufler aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet zieht es hierher. Insbesondere entlang des Mains, von Griesheim über Sachsenhausen bis Ostend, erschließen Projektentwickler Bauflächen für hochwertige Häuser und Eigentumswohnungen in attraktiver Lage. Seit 2012 sind bei Letzteren Preissteigerungen von bis zu 19% zu verzeichnen, was in einer deutlich erhöhten Nachfrage nach Sachwertanlagen in der Finanzmetropole begründet liegt. Im gleichen Zeitraum stiegen die Wohnungsmieten um 15% an. Durchschnittlich wurden in den vergangenen fünf Jahren rund 450 Ein- und Zweifamilienhäuser neu erbaut sowie annähernd 680 Eigenheime veräußert. Auch in diesem Segment ist die Nachfrage höher als das Angebot, insbesondere in den eher zentral gelegenen Vierteln wie Bornheim, West- oder Nordend waren in der Folge Preissteigerungen von bis zu 13% zu verzeichnen. Aktuell schwankt der Kaufpreis in diesen Stadtteilen für ein Eigenheim zwischen 400.000€ und 480.000€. Viertel wie Schwanheim und Kalbach-Riedberg rangieren hingegen auf den hinteren Plätzen mit Preisspannen von 260.000€ bis 300.000€. Die Stadt Frankfurt ist weiterhin bestrebt, der hohen Wohnungsnachfrage beizukommen und hat im Rahmen einer Evaluierung des Wohnbauland-Entwicklungsprogramms Reserveflächen für bis zu 25.000 Wohnungen ausfindig gemacht. Eines der größten Entwicklungsgebiete ist das kommende „Lyoner Viertel“: Hier sollen durch Neustrukturierung Mehrparteienhäuser für bis zu 6000 Einwohner entstehen.
Durchschnittspreise für Wohnungen in ausgewählten Stadtteilen
| Stadtteil oder Stadtbezirk | Zimmeranzahl | Wohnungsgröße |
Durchschnittspreis |
| Schwanheim | 6 Zimmer | ca. 230 m² | ca. 300.000€ |
| Bornheim | 8 Zimmer | ca. 210 m² | ca. 380.000€ |
| Westend | 8 Zimmer | ca. 260 m² | ca. 1.300.000€ |
Wie sich Frankfurts Aufteilung darstellt
Auf einer Gesamtfläche von rund 250 km² erstreckt sich das Stadtgebiet Frankfurt. Seit 1994 umgibt den Stadtkern ein ringförmig angelegter Grüngürtel, der mit 8000 ha rund ein Drittel des Stadtgebiets umfasst und in Teilen nahtlos in den Erholungsraum Regionalpark RheinMain übergeht. Der Frankfurter Stadtwald ist Teil dieses Areals, bedeckt weite Teile der südlichen, bevölkerungsreichsten Stadtviertel Sachsenhausen, Schwanheim, Niederrad und Oberrad und reicht letztlich bis an den Stadtteil Flughafen heran. Dieser weist die geringste Einwohnerzahl auf, ist aber gleichzeitig mit rund 75.000 Beschäftigten in über 500 Unternehmen die größte, lokale Arbeitsstätte Deutschlands. Täglich pendeln mehr als 300.000 Menschen berufsbedingt nach Frankfurt am Main und sorgen so nicht nur für einen dynamischen Arbeitsmarkt in Kernbereichen der Stadt, sondern auch für Prosperität in den peripheren Landkreisen wie im Hochtaunuskreis. Denn die Frankfurter brauchen Luft und so verwundert es kaum, dass heute nur noch rund 1% der Bevölkerung in den zentralen Lagen der Innenstadt oder des Bahnhofsviertels wohnt. Die in diesen Vierteln während des Zweiten Weltkrieges zerstörten Fachwerkhäuser und klassizistischen Bauten sollen sukzessive im Rahmen des „Dom-Römer-Projekts“ originalgetreu neu errichtet werden und Teilen des Stadtkerns zu alter Schönheit verhelfen. Nebeneffekt dieser aufwändigen Bebauung ist eine Verteuerung der zentralen Lagen Frankfurts – vom Nordend bis zum Gutleutviertel sind steigende Mieten und Kaufpreise zu verzeichnen; ein Trend, der sich in den kommenden Jahren zuspitzen wird. Immobilien in Frankfurt werden daher bevorzugt in weniger zentral gelegenen Vierteln wie Ginnheim, Bockenheim oder Seckbach erworben. Hier vereint die Stadt weitläufige Grünflächen, wie etwa den Lohrberg, oder den Niddapark, mit ihrer berühmten Skyline und überzeugt so durch eine ausgeglichene Mixtur aus städtischer Infrastruktur, hervorragender Nahversorgung und ländlich geprägten Erholungsräumen. Gerade der Lohrberger Hang mit seinen beschaulichen Weinreben, über die die Bewohner bis in die Frankfurter Innenstadt blicken können, dient vielen Menschen hier als Freizeitareal zum Spazieren und Joggen oder um einfach dem Trubel der Stadt zu entgehen.
Im Folgenden ausgewählte Stadtteile und ihre Eigenschaften
| Stadtteil | Eigenschaften | Attraktiv für |
| Hausen, Griesheim | Bildungsmöglichkeiten, hervorragende Infrastruktur, gute Nahversorgung | Familien, Paare, Senioren |
| Berkersheim | geräumige Einfamilienhäuser in attraktiver Lage, ländlich trotz guter Nahversorgung | Singles, Paare |
| Bornheim, Westend | üppiges Kultur- und Freizeitangebot, zentrale Lage, Uni-Nähe, gehobene Preisentwicklung | Singles, Studenten |
Wie gestalten sich die Immobilien in Frankfurt?
Wer eine Immobilie in Frankfurt erwerben möchte, sieht sich mit 43 höchst unterschiedlichen Stadtvierteln konfrontiert – vom ländlich geprägten Nieder-Erlenbach im Norden, mit seinen modernen Ein- bis Zweifamilienhäusern, über das vielschichtig bebaute Nordend bis zum geschichtsträchtigen Sachsenhausen, das durch zahlreiche klassizistische Bauten und Sehenswürdigkeiten besticht, gibt sich der Raum Frankfurt höchst ambivalent und bietet eine Vielzahl geräumiger Immobilien in attraktiver Lage. Während in Sachsenhausen neben denkmalgeschützten Jugendstilvillen und hochmodernen Einfamilienhäusern mit üppigem Garten auch sanierungsbedürftige Wohn- und Geschäftshäuser zu moderaten Preisen erhältlich sind, finden Interessenten im pulsierenden Gallus-Viertel vor allem günstige Zwei-Zimmer-Wohnungen und luxuriöse Appartements in direkter Nachbarschaft. Weiter nördlich beginnen in den Vierteln Westend, Dornbusch und Bockenheim die Bereiche, in denen das studentische Leben der Main-Metropole besonders deutlich wird. Hier sind anspruchsvolle Wohnungen mit jugendlichem Flair keine Seltenheit. Auch im berüchtigten Bahnhofsviertel werden immer mehr hochwertige Immobilien realisiert, deren Käufer oft mit Spitzenpreisen zu rechnen haben – die einst als sozial problematisch eingestuften Viertel Frankfurts erleben, wie die Stadt als Ganzes, einen ungeahnten Zuwachs von gut verdienenden Singles, zahlreichen Studierenden der an Größe gewinnenden Johann Wolfgang Goethe-Universität und jungen Familien. Entwicklungen, die maßgeblich zum mittlerweile hochgradig diversifizierten Bild der Stadt beitragen.