Wohnen in
Hamburg, Moorburg

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So lebt es sich in Moorburg

Moorburg ist ein sowohl von dörflichen Strukturen als auch von Industrieflächen geprägter Ortsteil im Bezirk Harburg im Südwesten von Hamburg. Der Großteil Moorburgs ist unbebaut. Die Wohnhäuser konzentrieren sich vor allem an der langgestreckten Straße Moorburger Elbdeich. Einige wenige reetgedeckte Bauernhäuser erinnern noch an die Zeit, als die Moorburger von Gemüseanbau und Viehzucht lebten.

Die von einem Friedhof umgebende St. Maria Magdalenen-Kirche an der Ecke Moorburger Elbdeich / Moorburger Hauptdeich bildet das kleine Zentrum des Ortes. Ihr Bau vereinigt in seinem Erscheinungsbild mehrere Jahrhunderte.

Südwestliche Schwankungen

Dass sich mittlerweile 90% der Häuser Moorburgs in städtischer Hand befinden, ist eine Folge der Hamburger Hafenerweiterungspolitik. Der Stadtteil gehört seit 1982 zum Hafenerweiterungsgebiet und inzwischen besitzt die Stadt Hamburg bereits rund 70% der Flächen Moorburgs. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Dorf wie das nördlich angrenzenden Altenwerder einem Containerterminal weichen muss. Dennoch sind viele der Wohnhäuser in den letzten Jahren saniert worden. Auch befristete Baugenehmigungen wurden noch erteilt. Dreiviertel der Moorburger haben seit den 1980er Jahren ihren Stadtteil verlassen.

Trotz der unsicheren Zukunft Moorburgs sind neue Menschen hierher gezogen, unter ihnen Künstler, die nun in den Werkstätten einstiger Handwerksbetriebe wohnen und arbeiten. Engagierte Bürger kämpfen seit Jahren für den Erhalt ihres Dorfes. Sie haben sich in einer Initiative zusammengeschlossen, aus der das Stadtteilkulturzentrum und Tagungshaus "Die Moorburg" hervorgegangen ist.

Das Dorf mit den Kohlekraftwerken

Schützenverein, Freiwillige Feuerwehr, Männergesangsverein: Das übrige Freizeitangebot Moorburgs trägt eher dörflichen Charakter. Auch einen Turn- und Sportverein gibt es. Über die Stadtteilgrenzen hinaus ist die fahrende Märchenpuppenbühne Die Sterntaler bekannt. Auch die Kirchengemeinde bietet ein Programm für Jung und Alt. Ansonsten finden die Freizeitaktivitäten eher im Freien statt. Kilometerlange Deiche laden zum Fahrradfahren und Spazierengehen ein. Auch der Reitsport spielt eine Rolle im Stadtteil.

Im Osten Moorburgs gibt es ein Industriegebiet. In Nähe der zwei Raffinerien werden zwei Steinkohlekraftwerke entstehen. Begünstigt wird die Industrialisierung durch die A 7, die mitten durch den Stadtteil führt. Eine S-Bahnstation gibt es nicht. Mit der Buslinie 157 ist man in ca. 20 Minuten am S- und Fernbahnhof Harburg.

In Moorburg lebt, wer Natur und dörfliche Strukturen mag und sich von der unsicheren Zukunft des Ortes nicht abschrecken lässt.

Christin Springer

Dieser Insider-Tipp spiegelt nur die Meinung des Autors wider.

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