Wohnen in
Berlin, Wedding

Stadtteil der Gegensätze

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So lebt es sich in Wedding (Wedding)

Der Wedding teilt die Gemüter: Die einen schwärmen von der offenen und freundlichen Art der Anwohner, der günstigen Wohnlage und den vielfältigen Möglichkeiten. Die anderen sehen im Wedding ein Arbeiterviertel, dessen negative Seiten dominieren. Fest steht, Wedding ist ein zentraler Berliner Stadtteil mit guten Anbindungen an die östlichen und westlichen Stadtteile.

Lage, Anbindung und Umfeld

Der eigentliche Wedding liegt wahrscheinlich wieder einmal irgendwo zwischen den Meinungen, denn beide Seiten haben gewissermaßen recht. Wedding hat sehr freundliche Ecken, bezeichnenderweise liegen sie aber alle an den Grenzen zu den Nachbarbezirken. Man kann in sehr günstigen und großen Altbauwohnungen leben und hat immer eine gute Anbindung an den Rest von Berlin.

Durch die U-Bahn-Linien U6, U8 und U9 und die S-Bahn-Linien S1, S2, S41/ 42 ist Wedding sehr gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Darüber hinaus bieten die Straßenbahn-Linien M 13 und M 10 eine durchgehende Verbindung zum Nachbarstadtteil Prenzlauer Berg. Der Bahnhof Gesundbrunnen leistet zudem durch Regionalzüge eine Verbindung zum Berliner Umland. Dort halten sogar einige Fernverkehrszüge. Über die Stadtautobahn A 100 ist man auch mit dem Auto schnell in der Berliner City.

Wie auch im restlichen Berlin wurde bei der Bebauung des Stadtteils darauf geachtet, dass ein schneller Zugang zur Natur vorhanden ist. Der Schillerpark und der Humboldthain erfüllen diesen Zweck. Hier kann man sich von der Großstadthektik wenigstens etwas zurückziehen.

Das Leben im Wedding

Der Wedding gilt ebenso wie Neukölln und Kreuzberg als eine multikulturelle Gesellschaft. Das ist an sich weder bedenklich noch gefährlich. Das Schwierige am Wedding ist der Kontrast zwischen Arbeiterviertel und MultiKulti. Früher wohnten hier größtenteils Arbeiterfamilien. Das sollte sich ändern, aber der erhoffte Wandel zum Dienstleistungsbezirk geschieht eher schleppend. So leben hier die alten und die neuen Einflüsse nur neben- aber nicht miteinander. Wenige Urberliner verlieren sich in eine türkische Bäckerei und wenige Migranten gehen in eine der traditionellen Fußballkneipen. Als Besucher bekommt man das Gefühl, als würden sich die ehemaligen Arbeiterfamilien und die Migranten sowohl in der Schule als auch im gesellschaftlichen Leben unabhängig voneinander entwickeln.

Die Infrastruktur beginnt gerade erst sich zu entfalten: es gibt zwar noch immer das standardisierte Einkaufscenter am Gesundbrunnen, die üblichen Obstläden und die Berlin-typischen Imbissbuden (also Dönerläden) mit integriertem Spätverkauf, aber man spürt auch neue Einflüsse. So entdecken vermehrt Künstler den Wedding für sich, die kostengünstigen Wohnungen sind eben besonders attraktiv für mittellose Maler und Komponisten. Auch entstehen immer mehr Bars und Konzerträume, die Einflüsse vom Prenzlauer Berg und den südöstlichen Szenebezirken werden langsam fühlbar.

Der Wedding ist ein Ortsteil, der zur Stellungnahme provoziert: entweder man liebt oder meidet ihn, denn er ist ein Stadtteil, der besonders scharfe Kontraste zwischen den Vor- und Nachteilen aufweist. Wer hier wohnen möchte, sollte sich besser umfassend informieren, um das Positive genießen und das Negative meiden zu können.

Nora Wohlert

Dieser Insider-Tipp spiegelt nur die Meinung des Autors wider.

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