Wer die Mietpreisbremse umgehen möchte, kann mit seinen Mietern eine Staffel- oder eine Indexmiete vereinbaren oder zum Beispiel vorübergehend möbliert vermieten. Auch bei Modernisierungsmaßnahmen darf die Miete angehoben werden.



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Bei Staffelmiete

Wenn sich Mieter und Vermieter auf eine Staffelmiete verständigen, schaffen sie damit von Anfang an kalkulierbare Verhältnisse. Denn die Miete erhöht sich in jedem Jahr um einen festgelegten Betrag. Der Mieter muss nicht immer wieder neu zustimmen. Es reicht, dass er das einmal bei Vertragsschluss getan hat. Die Miete darf innerhalb von drei Jahren um mehr als 20 Prozent steigen. Doch auch eine Staffelmiete darf nicht endlos klettern. Wenn 120 Prozent der Vergleichsmiete erreicht sind, darf nicht weiter erhöht werden.

Bei Indexmiete

Verständigen sich Mieter und Vermieter im Mietvertrag auf eine Indexmiete, steigt der Mietpreis einmal im Jahr entsprechend der Inflationsrate. Die Mietentwicklung orientiert sich also an der Entwicklung des Verbraucherpreisindex, der regelmäßig vom Statistischen Bundesamt ermittelt wird. Daneben ist keine weitere Mieterhöhung zulässig. Einzige Ausnahme: Die Miete darf angehoben werden, wenn der Vermieter eine Modernisierung vornimmt, zu der er rechtlich verpflichtet ist.

Bei Modernisierung

Vermieter sollen durch die Mietpreisbremse nicht davon abgehalten werden, bestehende Wohnungen zu modernisieren. Damit sie nicht auf ihren Kosten sitzenbleiben, ist die erste Vermietung nach einer umfassenden Modernisierung

Bei möblierten Wohnungen und Ferienwohnungen

Wer seine Wohnung vollständig möbliert vermietet, kann auf die Vergleichsmiete laut Mietspiegel einen Zuschlag erheben. Die Höhe des Zuschlages richtet sich nach dem Gebrauchswert der Möbel und damit nach dem Zeitwert. Wird die möblierte Wohnung nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet, greift die Mietpreisbremse nicht. Ferienwohnungen unterliegen daher keiner Mietpreisbremse.

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