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Neue Wohnkonzepte: die Zukunft der Immobilienbranche

Mega-Metropolen erfinden sich neu

Wohnungsmangel und überhöhte Mieten in „Ballungsräumen“, Leerstand und fallende Mieten in ländlichen Regionen sowie zunehmendes Umweltbewusstsein treiben neue Wohnkonzepte an. Allen voran gewinnt die Property Technology (PropTech) stetig an Bedeutung, denn diese konzentriert sich auf die Optimierung von Abläufen, Prozessen oder gesamten Geschäftsideen im Bereich der Immobilienbranche. Dabei setzt die Szene auf die Anwendung von neuester Informations- und Kommunikationstechnologie.

Urbanisierung – Was steckt dahinter?

Der so genannte Verstädterungsgrad, also der Anteil der Stadtbewohner an der Gesamtbevölkerung, misst die Urbanisierung. Weltweit betrug er im Jahr 2009 erstmals mehr als 50 %. 2050 werden laut Schätzungen der UNO mehr als drei Viertel der Erdbevölkerung in Städten leben. Allein die Hauptstadt zählt zum Halbjahr 2017 knapp 3,7 Millionen Menschen. Das wäre ein Anstieg von 18.400 Menschen im Verhältnis zum letzten Jahr. Somit setzt sich der Zuwachstrend der letzten Jahre fort.

Was bedeutet Urbanisierung für den Immobilienmarkt?

Durch die starke Zuwanderung, bedingt vor allem von jüngeren Menschen (20-35 Jahren), entstehen einerseits junge und pulsierende Städte oder zumindest Stadtteile, welche sich an die Bedürfnisse der jüngeren Mitmenschen anpassen. Andererseits entstehen starke Ballungsräume, welche zu überhöhten Mieten und Wohnungsknappheit führen. Die Kehrwende der Medaille spiegelt sich in den Gegenden wieder, in denen junge Menschen zunehmend zur Minderheit werden.

Daraus resultiert: Wohnungsmangel und überhöhte Mieten in „Ballungsräumen“ und Leerstand und fallende Mieten in ländlichen Regionen.

Je nach Region müssen Hausverwalter, Eigentümer und Makler mit verschiedenen Konsequenzen umgehen. Anders als in den Ballungsräumen, wo sich mehrere Mieter um eine überteuerte Wohnung streiten, besteht in den schrumpfenden Regionen das Risiko eines langfristigen Leerstandes der Immobilien. In dem Fall ist ein strukturiertes und gezieltes Leerstandsmanagement gefragt. Kreative Nutzungskonzepte und moderne Alternativen können eine Lösung sein, welche sich aus den Bausteinen der Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung zusammensetzen.

Neue Wohnkonzepte müssen her

Die Wohnkonzepte, die sich unter anderem aus den oben genannten Entwicklungen ergeben, lassen sich in folgende Bereiche eingliedern: dezentrales Wohnen, flexible Wohnkonzepte und Digitalisierung. Bei der Umsetzung gilt es jedoch zu beachten, dass die vorhandenen Wohn- und Lebensstrukturen nicht grundsätzlich geändert werden können, sondern eher optimiert werden.

Neuen Wohnkonzepte: wie sehen diese aus?

1. Third Place Living

Die Megatrends Mobilität und Digitalisierung sowie die zunehmende Flexibilisierung sind bereits ein wichtiger Teil unseres Alltags und zugleich wirken sich diese Einflüsse auf unsere Wohnkultur aus. Der Soziologe Ray Oldenburg hat 1989 unsere Lebensräume in erste, zweite und dritte Orte kategorisiert. Der erste Ort ist die Wohnung, der zweite der Arbeitsplatz und der dritte Ort gilt als Raum der Begegnung. Da der Trend zu immer kleineren Wohnungen tendiert, wird der „dritte Ort“ vom Wohnzimmer in das Café verlagert. In dem Interview von Steelcase, können Sie vom Soziologen Ray Oldenburg die Entstehungsgeschichte zu Third Place Living höchstpersönlich erfahren.

Thrid Place Living – Das soziale Leben im Café

2. Collaborative Living

Unter Collaborative Living werden zwei Aspekte verstanden. Zum einen sind es wiederkehrende Kommunen, die sich in gemeinsamen, öffentlichen Wohnräumen wiederspiegeln und zum anderen ist es die Dezentralisierung der Wohnung. Wenn die eigene Wohnung nicht genug Platz für ein Büro verfügt, mietet man sich ein Tisch im Co-Working-Space. Das gleiche gilt auch für andere Wohnräume zum Mieten (wie zum Beispiel Küchen).

Co-Working – Arbeitsplätze zum Miete

3. Independent Living

Die demografische Entwicklung in Deutschland spielt eine immer wichtigere Rolle. Neben der immer älter werdenden Gesellschaft, führt auch das abnehmende traditionelle Familienmodell und das sich ändernde Beschäftigungsmodell zur Veränderung des Alters. Somit ist das Ziel von „Independent Living“ die Lebensqualität der Menschen generationsübergreifend zu verbessern. Es geht vor allem darum Dienstleistungen aus der Pflege und Tageshilfe mit den Mietern zusammenzuführen und zu vernetzen. Unter anderem setzt sich die Bundesinitiative „Daheim statt Heim e.V.“ für die umfassende Teilhabe und das selbstbestimmte Leben im höheren Alter ein.

Independent Living – Für mehr Freiheit im Alter, ambulante Hilfe direkt vor Ort 

4. Smart Being

Von der Arbeit in die Kita, dann noch schnell zum Sport und zwischendurch Fast Food um den Hunger zu stillen – Megametropolen zerren von der Zeit, weswegen vieles zu kurz kommt. Gerade diese Zeitknappheit führt bei vielen Menschen zu einer anderen Gesundheitswahrnehmung. Smart Being bündelt sinnvoll Technologie und Gesundheit und führt zum besseren Wohlbefinden und einem erneuten Anstieg der Lebensqualität. Ziel dabei ist es, das Alltagsleben mittels Technologie leichter und gesünder zu machen. Vorlage hierbei ist die Natur, etwa in Form von Wandfarben – wie zum Beispiel von StoClimasan Color –, welche nach dem Prinzip der Photokatalyse Schadstoffe aus der Luft filtern.

Smart Being – Wie neue Technologien die Lebensqualität steigern

Im Kontext der Digitalisierung und allgemeinen Veränderung der Städte sowie ihren Gebäuden, stehen Hausverwaltungen, Eigentümer und Makler sowohl Herausforderungen als auch neuen Möglichkeiten gegenüber. Durch die Trends ergeben sich neue Vermarktungsmöglichkeiten, die zwar mit großen und notwendigen Umbau- bzw. Umrüstungsmaßnahmen verbunden sind, jedoch im selben Moment den Wohnungsmarkt revolutionieren und langfristig verändern.

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2018-02-06
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