Umzug im Alter – mit 70 eine WG gründen

Wohnkonzepte für Senioren

Die Senioren der neuen Generation ziehen auch im Alter noch um – und benötigen bei diesem oft schweren Schritt meist Hilfe und Unterstützung.

Was kostet Ihr Umzug?

Wohnfläche

ca.

Entfernung

ca. km

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10 Personen

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Kosten

Umzugsunternehmen

ab

 

Auf dieser Basis berechnet der Umzugskostenrechner die finalen Kosten für Ihren Umzug:

Wohnung

  • kein Balkon, keine Garage
  • Die alte/ neue Wohnung befindet sich jeweils im 3. OG
  • Alle Zimmer (inkl. Keller) weisen einen normalen Füllstand auf

Umzug

  • Der Transportweg von der Wohnungstür bis in den LKW (Auszug/ Einzug) beträgt 10m
  • Preis für Transport pro m3: 25 Euro
  • Preis für m3 pro 10 km Entfernung: 8 Euro
  • Sonderleistungen (Umzugskartons, Möbelmontage oder Küchenabbau) werden nicht berücksichtigt

Ein Umzug bedeutet immer eine große Veränderung.

Die Räume, in denen sie Ihre Kinder groß gezogen haben, die letzten Jahre mit dem Partner verbrachten und jeder Handgriff selbst im Dunklen sitzt, verlassen nur die wenigsten gern. Die eigene Wohnung oder das eigene Haus bedeutet für viele Senioren die letzte Erinnerung an vergangene Zeiten, und ein Umzug in eine kleinere Mietwohnung oder gar einer betreuten Wohnungseinrichtung ist für viele eine große Umstellung.

Fragt man Über-65-jährige, wie wichtig ihnen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung ist, antworten 70 Prozent der Befragten mit "sehr wichtig". Das ergab eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die im Jahr 2009 zum Thema "nachbarschaftliches Wohnen jüngerer und älterer Menschen in Genossenschaften" entstand. Nur neun Prozent sind mit ihrer derzeitigen Wohnsituation unzufrieden. Kein Wunder also, dass ein Umzug im Alter für viele ein unangenehmes Thema ist.

Wohnform wählen und umziehen


Umzugsunternehmen haben sich auf die Bedürfnisse von älteren Menschen spezialisiert.

Gründe für einen Wohnungswechsel gibt es jedoch einige: Ist der Partner gestorben, wollen viele in die Nähe der Kinder ziehen oder in eine kleinere Wohnung, die weniger kostet. Ist der Kontakt zu den Kindern nicht so eng, dass sich die Senioren in der gleichen Stadt oder sogar im gleichen Haus einquartiert möchten, ziehen immer mehr in so genannte Senioren-WGs oder Genossenschaftswohnungen, die ein Mehrgenerationenkonzept als Grundlage haben. Und schließlich entscheiden sich einige Senioren auch für eine Wohnform, in der eine Betreuung gewährleistet ist – von der betreuten Wohngemeinschaft, in der für Essen, Sauberkeit und Behördengänge gesorgt wird, bis hin zur kompletten Rund-um-Betreuung im Pflegeheim. Auf gute Nachbarschaft und soziale Kontakte wollen jedoch die wenigsten verzichten: 66 Prozent gaben an, dass ihnen der Kontakt zu anderen Menschen wichtig sei.

Steht der Umzug erst einmal an, empfiehlt es sich, ganz in Ruhe auszusortieren. "Das Weggeben von Möbeln und Kleidung fällt Senioren noch schwerer als jüngeren Menschen", sagt auch Sandra von Ehren, Mitarbeiterin der Senioren Umzugs-Hilfe Nord (S.U.N.). Das Unternehmen hat sich auf Umzüge für ältere Menschen, in der Regel die so genannte "50 plus"-Generation, spezialisiert. "Senioren brauchen viel mehr Hilfe und Verständnis bei einem Umzug", schildert von Ehren ihre Erfahrung. "Wir lassen etwa antike Möbel nur von Experten einpacken, helfen bei Behördengängen und achten darauf, dass nur Frauen die Kleidung von Frauen einpacken, sowie umgekehrt ältere Herren auch Hilfe von männlichen Mitarbeitern bekommen."

Wohngemeinschaft online gründen


Bei alleinstehenden älteren Leuten sind Senioren-WGs immer mehr gefragt.

Diese Erfahrung hat auch Felix Herzog gemacht: Neben seinem Online-Dienst "plusWGs.de" unterstützt er auch vor Ort in seinem Berliner Büro Menschen über 50, die Wohngemeinschaften gründen möchten. Die Idee für die Online-Plattform entstand, als der studierte Statistiker sich mit dem demographischen Wandel und Angeboten für Senioren beschäftigte. "Neue Wohnformen und Alternativen für alleinstehende ältere Leute sind immer gefragter", sagt er. Der Schwerpunkt der Plattform liegt auf gemeinschaftlichen Wohnprojekten mit Bewohnern im Alter zwischen 50 und 70 Jahren.

Dennoch ist das Portal offen für alle Vorschläge: "Ich funke niemandem dazwischen", sagt Herzog. "Unter den neuen Anzeigen, die alle ein bis zwei Tage reinkommen, sind auch Angebote von betreuten Senioren-WGs. Oder Studenten suchen nach Senioren, die für Hilfe im Alltag, kostenloses Wohnen anbieten." Das "PlusWG"-Büro sei entstanden, um Menschen zusammen zu bringen, die weniger internetaffin sind oder denen es lieber ist, einen Vermittler vor Ort zu haben. "Im Netz machen die Senioren alles allein unter sich aus. Im Büro organisiere ich Kennenlerntreffen und unterstütze bei der Umsetzung", so Herzog.

Ob die neue Wohnform dann eine kleinere und billigere Wohnung, eine betreute Senioren-WG oder eine Genossenschaftswohnung in einem Mehrgenerationenprojekt ist, hängt ganz vom individuellen Bedarf und der Situation ab, in der sich die Person befindet. Fest steht: Die neuen Senioren sind bereit, sich zu verändern - unter der Voraussetzung, dass der Umzug in sicheren Bahnen verläuft.

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