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Indexmiete

Ein Mietvertrag mit eingebauter Mieterhöhung

Steigen die Preise, steigt auch die Indexmiete: Wer einen Indexmietvertrag abschließt, muss mit einer jährlichen Mieterhöhung rechnen. Allerdings darf die nicht höher ausfallen als die jährliche Inflationsrate. Dies hat Vor- und Nachteile für Mieter und Vermieter. In diesem Artikel erfahren Sie, was beim Abschluss eines Mietvertrags mit Indexmiete zu beachten ist.


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Was bedeutet Indexmiete?


Das Modell Indexmiete ist zumindest in der Theorie bestechend einfach: Mieter und Vermieter legen in diesem Fall im Mietvertrag fest, wann und wie die Miete künftig steigen soll. Bei einer Indexmiete wird nämlich die Mietsteigerung an die allgemeine Preisentwicklung gekoppelt.

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Wie wird die Indexmiete berechnet?


Grundlage für die Berechnung der Indexmiete ist der vom Statistischen Bundesamt jährlich ermittelte Preisindex für die Lebenshaltungskosten aller privaten Haushalte in Deutschland. Steigen die allgemeinen Lebenshaltungskosten, steigt also auch die Miete. Der Vermieter kann die Miete einmal im Jahr an die Preisentwicklung anpassen.

Beispiel & Formel einer Mieterhöhung bei Indexmiete


Die Formel zur Änderung der Indexmiete lautet:

(Neuer Indexstand: Alter Indexstand x 100) – 100 = Prozentuale Erhöhung

Bei Vertragsabschluss betrug die Höhe der Miete 700 Euro und der Verbraucherpreisindex lag bei 106,6 Punkten. Liegt der neue Index nun bei 109,3 Punkten, ergibt sich folgende Rechnung:

(109,3 : 106,6 x 100) – 100 = 2,5%

In diesem Beispiel liegt die Mieterhöhung im Rahmen der Indexmiete also bei 2,5% auf 717,50 Euro.


Hinweis von ImmobilienScout24:

Die Mieterhöhung muss immer in Form einer schriftlichen Erklärung inklusive der Berechnung der neuen Forderung erfolgen. Die Zustimmung des Mieters zur Mieterhöhung ist jedoch nicht erforderlich.

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Welche Vorteile bietet die Indexmiete?


Aus Sicht des Mieters kann es ein Vorteil sein, dass er keine Mieterhöhung auf Basis der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel fürchten muss. Auch an den Kosten für Modernisierungsmaßnahmen darf er vom Vermieter nicht beteiligt werden, es sei denn, es handelt sich um gesetzlich vorgeschriebene Sanierungsmaßnahmen.

Vermieter profitieren von der Indexmiete, da sie nun jährlich die Miete erhöhen können, ohne Rücksicht auf eine Deckelung durch den Mietspiegel nehmen zu müssen. Bei neu abgeschlossenen Mietverträgen brauchen sich Vermieter allerdings nicht an den Mietspiegel zu halten, sehr wohl aber bei einer geplanten Mieterhöhung. Auch wenn die Miete beim Neuabschluss über der Vergleichsmiete liegt, steht also einer weiteren Mieterhöhung in den folgenden Jahren nichts im Wege.

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Welche Nachteile bietet die Indexmiete?

Der Deutsche Mieterbund weist darauf hin, dass die allgemeinen Lebenshaltungskosten schneller steigen als die durchschnittlichen Netto-Vergleichsmieten. Vor allem die rasant steigenden Kosten für Energie und Heizung müssten Mieter „doppelt“ zahlen: über höhere Mietnebenkosten und über die Indexmiete, die an die Inflation gekoppelt ist.

Die Indexmiete birgt jedoch auch für den Vermieter Risiken. Denn eine Mieterhöhung wegen Modernisierungsmaßnahmen ist bei dieser Mietvertragsform nicht zulässig. Rein theoretisch kann die Indexmiete auch sinken – dann nämlich, wenn der Preisindex fällt. Das dürfte aber für eine überschaubare Zukunft so gut wie ausgeschlossen sein.

Fazit

Die Indexmiete bietet eine gute Lösung, um unvorhergesehenen Mieterhöhungen zu entgehen. Hier können eventuelle Streitigkeiten bereits vorher vermieden werden.

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