Eigentumswohnung: So besichtigen Sie richtig

Leitfaden für Wohnungskäufer

Als Wohnungseigentümer gehört Ihnen auch ein Teil vom Haus und Grundstück. Deshalb sollten Sie bei der Besichtigung nicht nur die Wohnung genau unter die Lupe nehmen, sondern auch das Haus und die Eigentümergemeinschaft.

Wer eine Wohnung kauft, übernimmt viel mehr Verantwortung als ein Mieter. Für die Instandhaltung und Modernisierung ist der Eigentümer selbst zuständig – etwa wenn die Heizung ausfällt oder eine Badsanierung ansteht. Deshalb sollten sich Kaufinteressenten genau über Zustand und Ausstattung der Wohnung informieren.

Dasselbe gilt für Haus und Grundstück, denn mit dem Kauf einer Wohnung erwerben Sie einen Anteil daran. Als Mitglied der Eigentümergemeinschaft müssen Sie sich an gewisse Regeln halten und auch die Kosten für Reparaturen am Haus mittragen.

Die Besichtigung optimal vorbereiten

Wohnungsbesichtigung

Klären Sie die wichtigsten Eckdaten bei der Besichtigung.

Wenn Sie sich für eine Wohnung interessieren, sollten Sie vorab mit dem Hausverwalter sprechen. Eckdaten wie Alter und Größe des Hauses, der energetische Zustand (Energieausweis vorhanden?), die Ausstattung der Wohnung sowie der Grund für den Verkauf sind nützlich, um eine Checkliste für die Besichtigung aufzustellen. Fragen Sie außerdem nach einem Grundriss und der Hausordnung: Wenn die Größe und Aufteilung der Räume nicht zu Ihrer Familie passt oder wenn Sie mit der Hausordnung nicht leben möchten, hat sich die Besichtigung schon erledigt.    

Wichtig ist zudem die Hausgemeinschaft. Wer plant, selbst einzuziehen, sollte darauf achten, dass viele Eigentümer selbst im Haus wohnen. Diese haben ein großes Interesse daran, das Haus in einem guten Zustand zu erhalten. Wer seine Eigentumswohnung vermieten will, sollte lieber dort eine Wohnung kaufen, wo auch andere Eigentümer vermieten. Die Altersstruktur der Bewohner kann aufschlussreich sein: Wo junge Leute in Wohngemeinschaften oder Familien mit kleinen Kindern wohnen, geht es lebhafter zu als in einer Hausgemeinschaft aus älteren Paaren.

Vor der Besichtigung empfiehlt sich ein Rundgang durch das Wohnviertel. Verkehrsanbindung, Grünanlagen, Einkaufsmöglichkeiten sowie die Entfernung zu Arbeitsplatz, Schule oder Kindergarten sind wichtige Kriterien und spielen eine große Rolle für den Wert der Wohnung.

SCHUFA-BonitätsCheck zur Besichtigung mitbringen

Bringen Sie alle relevanten Bewerbungsunterlagen bereits zum Besichtigungstermin mit. So können Sie schon in der ersten Runde beim Eigentümer punkten. Für die meisten Anbieter ist es besonders wichtig, dass der Kaufinteressent eine gute Bonität vorweisen kann. Dafür erhalten Sie bei ImmobilienScout24 den SCHUFA-BonitätsCheck. Sie können Ihre Bonitätsinformationen direkt online abrufen, ausdrucken und beim Termin vorlegen.


Besichtigung: zwei Termine müssen sein

Besichtigungstermin

Um einen Eindruck von der Wohnung zu erhalten, sind zwei Besichtigungen notwendig.

Für die Besichtigung sollten Sie mindestens zwei Termine vereinbaren: An einem Werktag bei Tageslicht und am Abend oder am Sonntag. So bekommen Sie einen realistischen Eindruck von den Lichtverhältnissen, vom Lärmpegel im und vor dem Haus sowie von der Parkplatzsituation. Nehmen Sie Ihre Checkliste mit sowie Zollstock und Kompass, um die Maße und die Lage von Wohnräumen und Balkon oder Terrasse zu prüfen. Wer dazu neigt, vor Begeisterung kritische Details zu übersehen, sollte eine neutrale Begleitung für den Besichtigungstermin organisieren. Vor Ort verrät zuerst der Zustand der Außenanlagen und des Treppenhauses vieles über die Hausgemeinschaft. In der Wohnung selbst ist zunächst die Aufteilung wichtig: Sind die Räume groß und hell genug? Bietet der Grundriss Spielraum für Veränderungen? Günstig sind mehrere ähnlich große Räume, die flexibel als Schlaf-,  Kinder- oder Gästezimmer bzw. Home Office genutzt werden können. Bei der Ausstattung zählt vor allem, was bei der Modernisierung oder Nachrüstung teuer wird: Sind ausreichend Steckdosen und Lichtschalter vorhanden? Sagt Ihnen die Ausstattung von Bad und Küche zu?

Prüfen Sie die Qualität von Fenstern und Türen, probieren Sie alle Armaturen aus und untersuchen Sie Wände, Ecken und Fensterrahmen auf feuchte Stellen oder Stockflecken. Wichtig ist auch der Stauraum. In der Wohnung sollte es einen Abstellraum geben, Flur und Küche sollten genug Platz für Schränke bieten. Klären Sie auch, wo sich Waschmaschine, Trockner, Fahrräder und Kinderwagen unterbringen lassen.

Was Sie als Eigentümer wissen müssen

Wenn Sie eine Wohnung in die engere Wahl nehmen, lassen Sie sich vom Verkäufer die Gemeinschaftsordnung und die Teilungserklärung der Eigentümergemeinschaft geben. Daraus geht hervor, was zur Wohnung und was zum Gemeinschaftseigentum gehört und welche Konsequenzen das für Sie als Eigentümer hat. Besonders wichtig sind Informationen über anstehende Modernisierungen, Rücklagen der Eigentümergemeinschaft und Betriebskosten. Schauen Sie auch in die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen, sie verraten wichtige Inhalte und den Umgang der Eigentümer miteinander.

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