Haus- und Neubau während der Corona-Pandemie

Wer plant, ein Haus zu bauen, oder gerade mitten drin ist, steht jetzt vor vielen Fragen:
Wird mein Haus noch fertig gebaut? Wer trägt die Mehrkosten? Haftet meine Baufirma?

Wir stehen an Ihrer Seite und geben Antworten auf die wichtigsten Fragen rund
um den privaten Hausbau und Neubauprojekte.



Hausbau - wie geht es jetzt weiter? Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wird mein Haus noch fertiggebaut?
Wer trägt die Mehrkosten, die durch Verzögerungen am Bau entstehen?
Wer zahlt die Bereitstellungszinsen, wenn nicht weiter gebaut wird?
​Darf gebaut werden?
Darf ich meine Baustelle besuchen?
​Was passiert, wenn meine Baufirma pleitegeht?
Ist ein Hausbau derzeit sinnvoll?
Darf ich während der Corona-Pandemie umziehen?
​Was passiert, wenn ich in finanzielle Schwierigkeiten komme und das bereits gestartete Hausprojekt nicht mehr bezahlen kann?





Dank Corona: Neues Gesetz soll Neubau beschleunigen


Bisher liefen viele der für den Wohnungsbau notwendigen Genehmigungsverfahren über physische Treffen. Wegen der Corona-Pandemie wurden diese Verfahren stark eingeschränkt. Die Folge: Die Entscheidungsprozesse verlangsamten sich teils erheblich. Ein neues Gesetz soll nun für mehr Geschwindigkeit sorgen.




Corona: Auswirkungen auf die Bauwirtschaft. Bildbeschreibung: Miniaturhaus und -baum unter einer Glasglocke.

Bauwirtschaft: 85 % spĂĽren Auswirkungen durch Corona


Noch geht es auf den Baustellen des Landes munter voran, aber die Auswirkungen des neuartigen Coronavirus auf den Hausbau lassen sich bereits erahnen. Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) hat seine Mitglieder befragt, ob und wie die Corona-Pandemie ihr Geschäft bereits behindert.

Ein GroĂźteil nimmt bereits Auswirkungen der Corona-Pandemie auf der Baustelle wahr - vor allem, weil Mitarbeitende ausfallen. Doch es gibt auch gute Nachrichten:




Coronavirus: Was tun bei Bauverzögerungen? Bildbeschreibung: Mann mit Werkzeuggürtel und gelben Bauhelm in der Hand in leerem, unfertigem Flur. Drei mintgrüne Pfeile zeigen nach links.

Was tun bei Bauverzögerungen?


Zwar wird auf den meisten Baustellen noch gebaut, Verzögerungen sind aber aufgrund der Corona-Krise jederzeit möglich: zum Beispiel, wenn Mitarbeitende fehlen oder Material nicht angeliefert wird. 

Was ist zu tun, wenn der Haushersteller (nicht mehr) mauert? Diese drei Tipps helfen bei Verzögerungen auf der Baustelle:






Wird trotz Coronavirus weitergebaut? Bildbeschreibung: Nachgestellte Baustelle im Miniaturformat

Höhere Gewalt?


Bei einigen Bauherren ist es schon so weit: Die Baufirmen teilen ihnen mit, dass sie den geplanten Einzugstermin nicht halten können. Was ist nun zu tun? Zunächst einmal sollte geklärt werden, ob die Verzögerung wirklich durch die Corona-Pandemie bedingt ist, oder ob diese nur ein vorgeschobener Grund ist, weil der Bauunternehmer ohnehin schon hinterherhängt. Wenn tatsächlich Covid-19 schuld ist - was angesichts von Lieferengpässen und Personalmangel nicht unwahrscheinlich ist - steht die Frage nach der Haftung im Raum. Es ist wahrscheinlich, dass die Corona-Krise als ein Fall höherer Gewalt geltend gemacht werden kann. Ein Erlass des Bundesinnenministeriums dies bereits fĂĽr Baustellen des Bundes vor. Der Erlass könnte Pilotcharakter haben und sich auch auf private Baustellen auswirken. In dem Fall trägt der Bauherr die Kosten. Das funktioniert allerdings nicht pauschal, hier muss immer der Einzelfall betrachtet werden.


Im Augenblick ist alles in der Schwebe. Allgemeine rechtliche Ratschläge kann man nicht geben, denn jeder Fall ist anders. Wir raten zur Besonnenheit. Bauherren sollten mit ihren Firmen reden, und zwar im Sinne des werkvertraglichen Kooperationsgedankens. Es geht um frĂĽhzeitigen Informationsaustausch. Es sollten jetzt keine spontanen Absprachen getroffen werden, die sich später als Anspruchsverzicht, Leistungsminderung oder unnötige Preiserhöhung auswirken. Schon gar nicht sollten sie Miet- oder sonstige Verträge voreilig kĂĽndigen oder sich auf vorgezogene Zahlungen einlassen.

- Holger Freitag, Vertrauensanwalt des Verbands Privater Bauherren (VPB)



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In unserem Neubau-Newsletter informieren wir Sie ĂĽber die aktuellen Entwicklungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den privaten Hausbau. Zudem erhalten Sie darin weitere Informationen und News zum Thema Neubau-Immobilien.



Coronavirus: Zeit nutzen und Hausbau planen. Bildbeschreibung: Aufgeklappter Laptop, davor eine Hand mit Bleistift.

Hausbau planen


Die Planung eines Hausbaus ist natĂĽrlich weiterhin möglich. FĂĽr viele angehende Bauherren ist die Gelegenheit sogar besonders gĂĽnstig, weil sie durch die Kontaksperre auf einmal viel Zeit fĂĽr die Planung des GroĂźprojekts haben. Wir unterstĂĽtzen Bauwillige von der Idee bis zur Umsetzung. In unserem Ratgeber erfahren Sie alles ĂĽber die vier Phasen des Hausbaus. Schritt fĂĽr Schritt erfahren Sie, wie Sie Ihr Haus kostengĂĽnstig und sicher bauen.

AuĂźerdem haben Sie die Möglichkeit, kostenlose Hausbaukataloge von verschiedenen Anbietern zu bestellen. Geben Sie dazu einfach Ihre Traumhaus-Kriterien ein und wählen Sie die passenden Angebote aus. 







Trotz Corona geht der Hausbau weiter

Die wichtigsten Infos fĂĽr Bauherren

Welche Folgen hat die Corona-Pandemie für meinen Hausbau? Das ist wohl die häufigste Frage, die sich private Bauherren gerade stellen. Die gute Nachricht lautet: Es wird weitergebaut. Bauherren müssen aber mit Verzögerungen rechnen.



Trotz der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 darf auf Baustellen und in den Werken der Haushersteller weitergearbeitet werden. Dabei müssen überall Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, was die Arbeitsabläufe verlangsamt. Auch mit Personalausfall wegen Erkrankungen oder Quarantäne ist zu rechnen. Zudem zeichnen sich wegen unterbrochener Lieferketten Engpässe bei Materialien ab. Die Konsequenzen für Ihren Hausbau sind folgende:


Coronavirus: die wichtigsten Infos zum Hausbau. Bildbeschreibung: Im Bau befindliches Einfamilienhaus.

Ihr Haus wird fertig gebaut, aber Verzögerungen sind wahrscheinlich


Wenn der Engpass bei Material oder Haustechnik liegt, lässt sich vielleicht gemeinsam mit der Baufirma eine Lösung finden, etwa der Einsatz alternativer Produkte. Wenn Sie ein KfW-Effizienzhaus bauen, sollten Sie einen eventuellen Austausch von Heiz- oder Lüftungstechnik aber zunächst mit Ihrem Sachverständigen besprechen, damit Ihnen nicht die Förderung entgeht. Wenn der Bau vorübergehend ganz eingestellt werden muss, sollten Sie darauf achten, dass die Firma bereits fertige Bauteile und lagernde Materialien zum Schutz vor der Witterung abdeckt. Der Baufirma bei Verzögerungen zu kündigen ist eher keine gute Idee: Es könnte schwierig sein, zügig eine neue zu finden.


Mehrkosten für Bauherren sind möglich


Bei Verzögerungen am Bau müsste eigentlich die Baufirma haften. Sind die Verschiebungen durch Corona begründet, dann liegt allerdings höhere Gewalt vor und der Bauherr trägt die Mehrkosten. Hier kommt es auf den Einzelfall an: Muss die Baustelle bedingt durch den Infektionsschutz geschlossen werden, liegt sicher höhere Gewalt vor. Bei Materialmangel müsste geprüft werden, ob der Bauunternehmer nicht rechtzeitig hätte Vorräte anlegen müssen.


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Möglicherweise keine Erstattung von Bereitstellungszinsen


Auf Darlehensteile, die Sie wegen einer Bauverzögerung nicht abrufen, berechnet die Bank dem Kunden Bereitstellungszinsen. Grundsätzlich hat der Bauherr dafür einen Erstattungsanspruch gegenüber dem Bauunternehmen, das die Fertigstellung verzögert hat. Aber auch hier kommt es im Einzelfall darauf an, ob höhere Gewalt vorliegt. Dann müsste der Bauherr allein die Zinsen tragen.

Besuch auf der Baustelle


Als Bauherr haben Sie das Recht, weiterhin die Baustelle zu besuchen. Damit der Infektionsschutz gesichert ist, bitten Bauunternehmen ihre Kunden zurzeit darum, dies nicht während der Arbeitszeit zu tun und bestimmte Hygieneregeln einzuhalten. Baubesprechungen sollten, soweit möglich, telefonisch stattfinden. Anders ist die Situation, wenn Sie ein Haus vom Bauträger erwerben. Dann ist dieser bis zur Übergabe der Bauherr und kann den Baustellenbesuch auch untersagen.



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Bauabnahme


Sollte während der von der Politik verordneten Kontakteinschränkungen eine Bauabnahme anliegen, kann sie unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen – begrenzte Personenzahl, Abstand halten ­– stattfinden. Möglich ist auch, die Begehung nur mit einem Bauberater zu machen und das Ergebnis der Baufirma mitzuteilen. Lassen Sie sich aber nicht zu einer schriftlichen Abnahme ohne Begehung drängen!



Pleite der Baufirma


Wenn Sie sich bei Vertragsabschluss abgesichert haben – zum Beispiel mit einer Fertigstellungsbürgschaft – dann sind Sie auch im schlimmsten Fall einer Pleite geschützt. Ansonsten gilt jetzt mehr denn je: Nur für Bauleistungen zahlen, die tatsächlich ausgeführt wurden. Bei einem Bauträgervertrag ist dies meist im Zahlungsplan festgeschrieben. Lassen Sie sich keinesfalls auf frühzeitige Zahlungsaufforderungen ein.



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