Mietpreise und Kaufpreise in Wiesbaden

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

In Wiesbaden trifft eine starke Nachfrage auf ein geringes Angebot, die Preise für Kaufimmobilien steigen: Alle wichtigen Marktdaten zur Miet- und Kaufpreisentwicklung finden Sie hier.


Zahlreiche Grünanlagen und historische Gebäude machen Wiesbaden beliebt.

Für viele Frankfurter ist das eine halbe Autostunde entfernte Wiesbaden eine gute Alternative zum Wohnen. Wegen der Grünanlagen, der historischen Gebäude und der beschaulichen Atmosphäre leben in dem Kurbad neben den Wiesbadenern zahlreiche Pendler. Begehrte Stadtteile sind das Villenviertel Nerotal, das Komponistenviertel im Bezirk Nordost sowie der Bezirk Sonnenberg.

Die 284.000-Einwohner-Stadt zählt zu den wohlhabendsten Metropolen Deutschlands. Ab Oktober soll in Wiesbaden die Mietpreisbremse gelten. Allerdings nur in Stadtteilen mit angespanntem Wohnungsmarkt, die Quartiere Igstadt, Medenbach und Naurod sind wegen ihres dörflichen Charakters von der Preisbremse ausgenommen. Als Richtlinie zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmieten dient der Mietspiegel für Wiesbaden.

Immobilienpreise steigen, Interesse an Wohneigentum ungebrochen

Wiesbaden bleibt ein relativ teures Pflaster. Dabei hat die Steigerung der Kaufpreise im Vergleich zum Anstieg der Mietpreise die Nase vorn. Mit aktuell 9,47 Euro pro Quadratmeter hat sich der Mietpreis für eine Referenzwohnung* im Jahr 2015 auf hohem Niveau eingependelt. Mieter haben im wirtschaftsstarken Wiesbaden aber auch in der Vergangenheit nicht günstig gewohnt: Gegenüber 2014 kletterte der Quadratmeterpreis um 2,5 Prozent und gegenüber 2007 um 19,3 Prozent. Damit verlief die Mietpreisentwicklung am Wiesbadener Wohnungsmarkt noch recht moderat.

Deutlichere Zuwächse sind aus der Kaufpreisentwicklung ablesbar. Für eine Eigentumswohnung zahlt der Käufer heute 40,4 Prozent mehr als noch vor acht Jahren. Der Quadratmeterpreis für eine Referenzwohnung* stieg von 1.667 Euro im Jahr 2007 auf aktuell 2.507 Euro. Ein ähnlicher Trend lässt sich bei Referenzhäusern* in der Kurstadt beobachten, deren Preis sich im gleichen Zeitraum von 363.748 auf 534.806 Euro steigerte – ein Wertzuwachs von rund 47 Prozent seit 2007. Aufgrund anhaltend niedriger Zinsen ist das Interesse an Wohneigentum in repräsentativen Altbauten und Villen groß. Zum Leidwesen der Anleger werden solche Immobilien in Wiesbaden jedoch viel zu selten angeboten.

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Mietpreis überprüfen

Mietpreisbremse kommt im Oktober: Drei Stadtteile sind ausgenommen


Wiesbaden ist nicht günstig, dennoch ist die Mietpreisentwicklung relativ moderat.

In Wiesbaden gilt der „Mietspiegel für nicht preisgebundene Wohnungen“ als Richtlinie zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Bei der Kalkulation der Mietpreise spielen Art, Größe, Ausstattung und Beschaffenheit einer Wohnung oder eines Gebäudes eine Rolle. Gemäß der Mietpreis-Tabelle liegt der geringste Quadratmeterpreis bei 5,00 Euro und der höchste bei 12,16 Euro. Im gesamten Wortlaut ist der Mietspiegel gegen eine Gebühr von 3,- Euro beim Mieterbund Wiesbaden erhältlich.

Nach den Plänen der hessischen Landesregierung soll die Mietpreisbremse am 1. Oktober 2015 eingeführt werden. Betroffen sind in Wiesbaden Stadtteile mit angespanntem Wohnungsmarkt. In den Vierteln Igstadt, Medenbach und Naurod soll die Mietpreisbremse nicht greifen, da es sich um „Wohnlagen mit ursprünglich dörflichem Siedlungscharakter“ handelt. Die Mietpreisbremse hat das Ziel, die teilweise rasante Mietpreisentwicklung aufzuhalten. Ab Oktober darf die Wohnungsmiete bei Neuvermietung nur noch so weit steigen, dass sie höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete einer vergleichbaren Wohnung derselben Größe und Lage liegt. Für Neubauten gilt die Mietpreisbremse nicht.

Mietpreise und Kaufpreise in den Bezirken Sonnenberg und Nordost am höchsten

Villen aus der Gründerzeit prägen das Bild in Wiesbadens Nobelviertel Neroberg. Im Bezirk Nordost, zu dem Neroberg gehört, kommen nur selten Immobilien auf den Markt. Hier und im Bezirk Sonnenberg, einem ebenfalls gehobenen Wohngebiet mit Villenbebauung, sind die Mietpreise und Kaufpreise am höchsten. 11,11 Euro beziehungsweise 10,25 Euro zahlen Mieter heute in Sonnenberg und Nordost pro Quadratmeter für die Referenzwohnung* – gegenüber 2007 kletterten die Mieten um 21,6 und 19,0 Prozent. Eine auffälligere Mietpreisentwicklung gibt es nur in dem idyllischen, von Streuobstwiesen umgebenen Stadtteil Heßloch. In den vergangenen acht Jahren stiegen die Mieten in dem gemütlichen Viertel, in dem nur 700 Menschen leben, um 23,4 Prozent. Aktuell zahlen Mieter in Heßloch 9,11 Euro pro Quadratmeter.

mietpreise angebotsmiete wiesbaden Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Mit Quadratmeterpreisen von 3.238 Euro (plus 60,3 Prozent seit 2007) und 3.054 Euro (plus 52,6 Prozent seit 2007) führen die Bezirke Sonnenberg und Nordost auch das aktuelle Preisranking bei den Eigentumswohnungen* an. Einen höheren Anstieg bei der Kaufpreisentwicklung erzielte der Bezirk Breckenheim: Hier hat sich der Kaufpreis für die Referenzwohnung seit 7007 verdoppelt. Der aktuelle Quadratmeterpreis liegt mit 2.511 noch deutlich unter Sonnenberg, doch allein im letzten Jahr gab es einen Preiszuwachs von 10,6 Prozent.

775.087 Euro (gegenüber 2007 ein Plus von 57,5 Prozent) muss ein Käufer in Sonnenberg im Schnitt für das Referenzhaus* hinlegen, im Bezirk Nordost sind es 736.694 Euro (gegenüber 2007 plus 65,4 Prozent). Ähnlich stark ist die Entwicklung in Mitte, hier stieg der durchschnittliche Preis für Eigenheime von 364.682 im Jahr 2007 auf heute 575.632 – ein Plus von 62,2 Prozent, das für die Popularität des lebendigen Stadtteils spricht.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)