Mietpreise und Kaufpreise in Nürnberg

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

Die Stadt im Zeichen der Burg ist das Zentrum der bayerischen Region Franken. Mehr Informationen zur Entwicklung von Kaufpreisen und Mietpreisen finden Sie hier.


Hohe Lebensqualität, hohe Mietpreise: angespannter Wohnungsmarkt in Nürnberg.

Unübersehbar thront auf einem steilen Sandsteinfels das Wahrzeichen Nürnbergs: die Kaiserburg, deren Geschichte 1.000 Jahre zurückreicht und die der zweitgrößten Stadt Bayerns mit ihren 500.000 Einwohnern ein unverwechselbares Gesicht verleiht. Bemerkenswert ist auch die jüngere Entwicklung der Wirtschaft. Lange Zeit galt Nürnberg als Hochburg der Industrie und war Hauptsitz traditionsreicher Unternehmen wie dem Unterhaltungselektronik-Konzern Grundig. In den achtziger Jahren begann ein kontinuierlicher Abbau an industriellen Arbeitsplätzen. Der Strukturwandel wurde jedoch durch das Wachstum von Dienstleistungsunternehmen wie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) oder dem IT-Spezialisten DATEV aufgefangen.

Auch die Nähe zu Ausflugs- und Feriengebieten wie dem Steigerwald oder der Fränkischen Schweiz machen die fränkische Metropole zu einem Wohnort mit hoher Lebensqualität – kein Wunder also, dass Nürnberg eine positive Preisentwicklung am Immobilienmarkt vorweisen kann. Weil Nürnberg von der bayerischen Landesregierung als Stadt mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft wurde, gilt dort seit dem 1. August 2015 die Mietpreisbremse.

Wohnungsmarkt: Seit 2010 starke Zunahme sowohl bei den Mietpreisen wie auch bei den Kaufpreisen

Bis zum Jahr 2010 verliefen die Mietpreisentwicklung und die Kaufpreisentwicklung am Nürnberger Wohnungsmarkt recht moderat. Dann jedoch ging es rasant bergauf, die Mietpreise kletterten zwischen 2010 und 2015 um 25,8 Prozent nach oben. Ein Grund dafür ist, dass Nürnberg aufgrund der Stadtgrenzen und der jetzt schon dichten Bebauung zuletzt wenig neuen Wohnraum geschaffen hat, sodass die zunehmende Nachfrage auf ein knappes Angebot trifft.

Noch mehr Dynamik zeigen die Immobilienpreise im Bereich Eigentum: Am Wohnungsmarkt erhöhten sich die Kaufpreise von 2010 bis 2015 um 58,5 Prozent, sodass der Quadratmeterpreis für die Referenzwohnung* nun bei 2.317 Euro liegt. Bei Häusern beträgt der Preiszuwachs im gleichen Zeitraum 42,1 Prozent, wobei das Referenzhaus* allein im vergangenen Jahr um 9,8Prozent teurer wurde.  

Da je nach Lage und Stadtteil die Mietpreise in Nürnberg unterschiedlich hoch ausfallen, lohnt es sich, die Angebote kritisch zu vergleichen, bevor ein Mietvertrag unterschrieben wird. Praxishilfe bietet Ihnen dabei der MietpreisCheck von ImmobilienScout24. Sie brauchen dafür nur die Adresse Ihrer Wunschwohnung sowie einige Objektdaten eingeben.

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Mietpreis überprüfen

In Nürnberg gilt die Mietpreisbremse


Der historische Stadtkern verzeichnet die höchsten Miet- und Kaufpreise.

Von 2014 auf 2015 stiegen die Nürnberger Mietpreise um 5,8 Prozent,  der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt nun bei 8,52 Euro. Angesichts dieser Mietpreisentwicklung verwundert es nicht, dass die Landesregierung in Bayern auch in Nürnberg die Mietpreisbremse eingeführt hat. Die entsprechende Verordnung ist am 1. August 2015 in Kraft getreten. Damit darf bei der Neuvermietung von Bestandswohnungen die im Mietspiegel aufgeführte Vergleichsmiete um höchstens 10 Prozent überschritten werden.

Schon seit längerem verfügt Nürnberg über einen qualifizierten Mietspiegel, der nach wissenschaftlichen Kriterien erstellt wird und Aufschluss über die Mietpreisentwicklung gibt. Etwas ungewöhnlich dabei ist, dass die Stadtverwaltung ihn als „Mietenspiegel“ bezeichnet. Anhand verschiedener Tabellen wird zunächst die Netto-Quadratmeterpreis für die Miete errechnet. Im Nachgang erfolgen dann prozentuale Zu- und Abschläge für Ausstattung, Baujahr und Lage. Im Gegensatz zu einigen anderen Großstädten verzichtet Nürnberg darauf, den Mietspiegel als Online-Dokument frei zugänglich zu machen. Wer den Mietspiegel einsehen möchte, muss ihn bei der Stadtverwaltung entweder in einem der Bürgerbüros erwerben oder online als gedruckte Broschüre bestellen.

Wie sich die Mietpreise und Kaufpreise in den Nürnberger Bezirken und Stadtteilen entwickeln

Besonders begehrt sind Wohnungen im historischen Stadtkern, so dass in diesem Bezirk sowohl die Mietpreise wie auch die Kaufpreise am höchsten sind. In der Altstadt und rund um die St.-Sebald-Kirche liegen die durchschnittlichen Angebotsmieten bei 10,07 Euro, das entspricht einer Preissteigerung von 81,8 Prozent seit 2007. Im südlich der Altstadt gelegenen Viertel Rangierbahnhof erreicht die Quadratmetermiete sogar 10,15 Euro. Bei den Kaufpreisen hat die Altstadt immer noch die Nase vorn, hier muss man mit 3.138 Euro pro Quadratmeter für die Referenzwohnung* rechnen.

Zu einem beliebten Quartier für Wohnungskäufer hat sich der Bezirk Veilhof entwickelt, der östlich des Zentrums liegt. Mit 471 verkauften Objekten herrscht hier einige Dynamik im Immobilienmarkt, die Preisentwicklung seit 2007 beträgt 88,9 Prozent.  

mietpreise angebotsmiete nuernberg Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

 

Für Mieter ist der Stadtteil Reichelsdorf mit einem Mietpreis von durchschnittlich 7,34 Euro ein vergleichsweise günstiges Pflaster. Dafür wohnt man dann abseits des Zentrums am Südwestrand von Nürnberg. Beliebt bei Familien wiederum ist der nördlich der Innenstadt gelegene Stadtteil Thon, der in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Mit Straßenbahn und Bus sind von hier innerhalb weniger Minuten die Innenstadt und der Flughafen erreichbar. Sowohl die Wohnungs- wie auch die Hauspreise haben in Thon von 2010 bis 2015 um mehr als 50 Prozent zugelegt.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)