Mietpreise und Kaufpreise in Kiel

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt ist ein Netto-Einwohner-Importeur: Nach Kiel strömen mehr Menschen als von dort wegziehen – nicht zuletzt wegen der renommierten Christians-Albrechts-Universität (CAU). Wohnraum ist gefragt, und die Preisentwicklung spiegelt diesen Trend wider.

Kieler Mieten steigen moderat, Kaufpreise deutlich stärker


Gemäßigte Mietpreise trotz toller Kulisse: Der Kieler Bootshafen am Abend.

7,13 Euro: so viel muss man 2015 in Kiel pro Quadratmeter für die Referenzwohnung* bezahlen – 3,0 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Seit 2007 wandern die Mietpreise stetig nach oben, insgesamt um 23,9 Prozent. Bei den Kaufpreisen sieht es schon anders aus. Wer vor 2007 in eine Eigentumswohnung investierte, hat klug entschieden. Heute müsste ein Käufer für die Referenzwohnung* deutlich mehr Geld auf den Tisch legen (Preisanstieg: 56,5 Prozent). Allein im vergangenen Jahr stiegen die Immobilienpreise für Wohnungen um 7,4 Prozent.

Bei den Referenzhäusern* verlief die Preisentwicklung über die Jahre hinweg zwar leicht moderater (45,3 Prozent seit 2007), allerdings zeigt allein der Anstieg um 7,3 Prozent seit 2014: Wer kaufen will, sollte möglichst bald zuschlagen. Zum Glück ist der Markt in Bewegung: Vor allem Senioren tauschen ihre großen Häuser gegen zentrumsnahe Neubauwohnungen ein.

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Mietpreis überprüfen

Einfach und normal: Kieler Mietspiegel weist zwei Wohnlagen aus

Der Kieler Mietspiegel wird vom Amt für Wohnen und Grundsicherung erstellt und ist nach BGB ein „qualifizierter Mietspiegel“. Er wird alle zwei Jahre auf den neuesten Stand gebracht – die aktuelle, zwölfte Version stammt von 2014. Der Mietspiegel gilt nur für Wohnungen ab 25 Quadratmeter und für solche, die bis zum 31.12. 2013 bezugsfertig waren. Außerdem sind nur Mieten relevant, die in den letzten vier Jahren neu vereinbart (Neuverträge) oder geändert worden sind (Mietänderungen). Gegenüber dem elften Kieler Mietspiegel von 2012 gibt es Veränderungen: Die Kriterien der einfachen Ausstattung sowie der Beschaffenheit sind nicht mehr gesondert in der Tabelle ausgewiesen, sondern in Form von Zu- und Abschlägen angegeben. Im Kieler Mietspiegel wird nur zwischen „einfacher“ und „normaler bis guter“ Lage unterschieden. Ein alphabetisches Straßenverzeichnis ordnet jede Straße einer der beiden Lagen zu. Der Quadratmeterpreis ist nach Wohnungsgrößen gestaffelt (46 bis 60 qm oder 60 bis 80 qm). Ab 80 Quadratmetern Wohnfläche gibt es keine Staffelung mehr. Das heißt, auch eine 220-Quadratmeter-Wohnung zählt in die letzte Kategorie. Der Mietspiegel für Kiel kann hier heruntergeladen werden.  

Nördlich der Innenstadt sind die Mietpreise und Kaufpreise am höchsten


In den letzten Jahren haben in Kiel vor allem die Kaufpreise stark zugelegt.

Kiel mag unter Studenten, Beamten und Familien sehr angesagt sein, trotzdem übersteigen pro Quadratmeter die durchschnittlichen Mietpreise in keinem Bezirk die Zehn-Euro-Grenze. Das feine Düsternbrook ist mit 9,86 pro Quadratmeter das erwartungsgemäß teuerste Pflaster, gefolgt von der Gegend um den quirligen Blücherplatz (8,49 Euro). Die größte Preissteigerung (4,6 Prozent) allerdings verzeichnete im vergangenen Jahr die Altstadt (41,9 Prozent seit 2007). In dem kleinsten Bezirk Kiels kostet eine Wohnung derzeit 8,15 Euro pro Quadratmeter. Bei den Eigentumswohnungen führt wiederum der Blücherplatz die Liste in Sachen Preissteigerung an. Kein Wunder, stimmen hier sowohl die Infrastruktur als auch das Altbau-Ambiente. So liegt der Quadratmeterpreis aktuell bei 2.976 Euro. Allein seit 2014 beträgt die Preissteigerung 10,7 Prozent und stolze 100,8 Prozent seit 2007! Am unteren Ende der Skala liegt Mettenhof, wo die Referenzwohnung* 1.158 Euro pro Quadratmeter kostet. Allerdings ist selbst hier zwischen den nüchternen Hochhäusern eine steigende Kaufpreisentwicklung von 3,0 Prozent spürbar.

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Etwas überraschend: Die teuersten Immobilien stehen kilometerweit weg vom Zentrum, auf der anderen Seite des Nord-Ostsee-Kanals, und zwar in Schilksee: 406.168 Euro muss ein Käufer hier im Durchschnitt für ein Haus hinlegen – 8,3 Prozent mehr als 2014. Dafür hat er Strand und Yachthafen gleich vor der Tür. Weiter südlich, im Bezirk Wik, wird es mit 382.656 Euro gleich deutlich preiswerter. Allerdings deutet eine Steigerung von 70,2 Prozent seit 2007 hier eine höhere Kaufpreisentwicklung an. Wer weniger Geld ausgeben möchte, schaut im Osten Kiels. In Elmschenhagen Iiegen die Kaufpreise bei 291.532 Euro. Am wenigsten kostet ein Referenzhaus* in Gaarden-Ost: 220.695 Euro. Dort auch dort sind die Preise gestiegen, seit 2007 um 20,1 Prozent.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)