Mietpreise und Kaufpreise in Heidelberg

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

Die rund 150.000 Einwohner zählende Residenzstadt Heidelberg gilt mit ihrer malerischen Altstadt und dem weithin bekannten Schloss als beliebtes Ziel für Touristen aus aller Welt. Aber auch als Wohnort steht die Stadt am Unterlauf des Neckars hoch im Kurs, weil sich hier ein wachstumsstarkes wirtschaftliches Umfeld mit einer hohen Lebensqualität verbindet.

Heidelberger Wohnungsmarkt verzeichnet weiterhin steigende Immobilienpreise


Flair, wirtschaftliches Wachstum und steigende Mieten: Heidelberg am Neckar.

Wie in vielen Städten der Metropolregion Rhein-Neckar herrscht auch in Heidelberg eine konstant hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien. Die Preisentwicklung am Heidelberger Immobilienmarkt verlief in jüngster Vergangenheit – ausgehend von einer hohen Basis – weiter positiv. Angesichts der dauerhaft hohen Nachfrage nach Wohnraum hat die baden-württembergische Landesregierung das Heidelberger Stadtgebiet zu einem Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt erklärt. Das bedeutet, dass in Heidelberg die Mietpreisbremse in Kraft gesetzt wird. Vermieter müssen damit bei Neuvermietungen aus dem Bestand die im Mietspiegel aufgeführten Vergleichsmieten berücksichtigen.

In den vergangenen Jahren verliefen sowohl die Mietpreisentwicklung wie auch die Kaufpreisentwicklung am Heidelberger Wohnungsmarkt noch eher moderat. Die Mietpreise stiegen von 2007 bis 2015 um 17,9 Prozent, die Kaufpreise erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 41,8 Prozent bei Häusern und um 27,0 Prozent bei Eigentumswohnungen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sowohl die Mietpreise wie auch die Kaufpreise in Heidelberg schon früher auf hohem Niveau lagen. Die Referenzwohnung* in Heidelberg kostet aktuell monatlich 9,82 Euro pro Quadratmeter, die Kaufpreise für Eigentumswohnungen bewegen sich bei 2.676 Euro. Für das Referenzhaus* muss der Käufer in Heidelberg derzeit 481.342 Euro bezahlen.

Wenn Sie eine Mietwohnung in Heidelberg suchen, sollten Sie die örtlichen Mietpreise vergleichen. Dabei hilft Ihnen unser MietpreisCheck, mit dem Sie die  durchschnittlichen Angebotspreise in der näheren Umgebung Ihres Wunschobjektes ermitteln. Sie geben nur die Adresse und die wichtigsten Objektdaten ein und erhalten eine detaillierte Auswertung auf Basis von über fünf Millionen Mietobjekten.

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Mietpreis überprüfen

Mietpreisbremse gilt auf Basis des qualifizierten Mietspiegels

Die Stadt Heidelberg erstellt seit 1998 einen qualifizierten Mietspiegel auf der Basis von wissenschaftlich anerkannten Berechnungsgrundsätzen. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise werden in Abhängigkeit von Lage, Baujahr, Ausstattung und Größe der Wohnung ermittelt. Daraus resultieren dann die Vergleichs-Mietpreise, die nach den Regelungen der Mietpreisbremse bei Neuvermietungen aus dem Bestand um maximal zehn Prozent überschritten werden dürfen.

Der Heidelberger Mietspiegel steht nicht nur in gedruckter Form zur Verfügung, sondern kann auch auf der Internetseite der Stadt Heidelberg als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Darüber hinaus bietet die Stadt eine elektronische Version auf CD-ROM an, die neben den reinen Zahlen und Fakten ein Programm enthält, mit dem der Nutzer die Netto-Kaltmiete ausrechnen kann.

Basis des Mietspiegels ist zunächst eine Tabelle, mit welcher der Nutzer den Quadratmeterpreis für Wohnungen unterschiedlichen Baujahrs und mit unterschiedlichen Größen ermittelt. Die daraus resultierenden Mietpreise pro Quadratmeter werden zunächst mit Zu- und Abschlägen versehen, die sich aus dem baulichen Zustand und der Ausstattung der Wohnung ergeben. In einem zweiten Schritt kommen weitere Zuschläge für die Lage der Wohnung in bestimmten Stadtteilen hinzu. Damit bildet der Mietspiegel die aktuelle Mietpreisentwicklung auf eine sehr exakte Weise ab.

Wie sich die Mietpreise und Kaufpreise in den Bezirken entwickeln


Top-Lage: Der Kornmarkt mit Blick auf das auch bei Touristen beliebte Schloss.

Die absolute Top-Lage in Heidelberg ist der Bezirk Neuenheim, in dem die Mietpreise und Kaufpreise gleichermaßen auf höchstem Niveau liegen. Der idyllisch am nördlichen Neckarufer gelegene Stadtteil schließt direkt an die historische Altstadt an und ist geprägt von architektonisch ansprechenden Villen und großzügigen Grünflächen. Die Mietpreisentwicklung ist dort für die Referenzwohnung* inzwischen bei 12,71 Euro pro Quadratmeter angelangt. Ähnlich verläuft auch die Kaufpreisentwicklung: Mit einem Quadratmeterpreis von 4.332 Euro für die Referenzwohnung* lässt Neuenheim die anderen Stadtteile weit hinter sich. Bei den Kaufpreisen für Häuser liegt die Weststadt vorne, das Referenzhaus* kostet hier aktuell 750.744, das entspricht einer Preissteigerung von 109,1 Prozent seit 2007.

Am unteren Ende der Preisskala liegt der Bezirk Emmertsgrund, wo die Mietpreise fast 50 Prozent und die Kaufpreise für Wohnungen gar rund 75 Prozent unter dem Neuenheimer Niveau liegen. Der Bezirk liegt am südlichen Stadtrand und wurde in den 1960er-Jahren konzipiert – ein scheinbar weniger attraktives Pflaster.

angebotsmiete mietpreise heidelberg Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

 

Während die Mietpreisentwicklung in den einzelnen Bezirken auf eher konstante Weise verläuft, zeigen sich bei der Kaufpreisentwicklung große Unterschiede: So sind in der Weststadt die Kaufpreise für Wohnungen von 2007 bis 2015 um 65 Prozent gestiegen, während sie in Emmertsgrund mit minus 7,2 Prozent sogar rückläufig waren.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)