Mietpreise und Kaufpreise in Hannover

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

Deutlich aufwärts – das ist der Trend bei den Immobilienpreisen in Hannover. Was Sie über die Mietpreisentwicklung und Kaufpreisentwicklung in der niedersächsischen Landeshauptstadt wissen sollten, lesen Sie hier.


Altbauten, Seen und Grünflächen: Hannover bietet ein angenehmes Wohnumfeld.

Viele Jahre galt Hannover als langweilig und gesichtslos. Das war schon immer ungerecht, wie die Einheimischen wussten. Tatsächlich schaffen ein schöner Bestand an Altbauten, viele Grünflächen, Flüsse und Seen ein angenehmes Wohnumfeld. Mittlerweile hat sich das Bewusstsein für diese hohe Lebensqualität in der Landeshauptstadt Niedersachsens mit seinen 520 000 Einwohnern auch bundesweit herumgesprochen. Mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Preisentwicklung und die Planungen der Stadt. Aktuell steigen die Immobilienpreise deutlich.

Ob deswegen die Mietpreisbremse in Hannover eingeführt werden soll, ist noch nicht entschieden. Diese Frage wird im Auftrag des niedersächsischen Sozialministeriums derzeit geprüft. Sind die rechtlichen Voraussetzungen dafür gegeben, soll die Mietpreisbremse im ersten Halbjahr 2016 eingeführt werden. Von da an dürften die Mietpreise bei Neuvermietung maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete des kommunalen Mietspiegels liegen.

Kräftiger Anstieg der Mietpreise und Kaufpreise, im bundesweiten Vergleich aber immer noch attraktiv

1,81 Euro pro Quadratmeter mehr, ein Plus von 30,0 Prozent – die Mietpreise für die Referenzwohnung* in Hannover sind seit 2007 deutlich gestiegen. Dieser Trend hat sich beschleunigt: 5,6 Prozent mehr von 2014 bis 2015 sind eine klare Tendenz nach oben. Und diese Preisentwicklung bezieht sich nicht nur auf die begehrten Wohnlagen rund um die Innenstadt sowie Isernhagen-Süd, sondern (mit kleinen Abstrichen in einfachen Wohnlagen) auf das ganze Stadtgebiet. Durchschnittlich 7,82 Euro pro Quadratmeter sind im Vergleich deutscher Großstädte freilich immer noch günstig.

Noch deutlicher zeigt die Kaufpreisentwicklung nach oben, vor allem bei Eigentumswohnungen. Nachdem die Kaufpreise von 2007 bis 2009 sogar gesunken waren, stiegen sie seither im Durchschnitt um 54,9 Prozent an. Darauf haben die Kommunalpolitiker reagiert und wollen bis 2025 8.000 neue Wohnungen genehmigen, im Bereich der Innenstadt vor allem durch Nachverdichtung. Aktuell kann das die Kaufpreise noch nicht dämpfen: Im vergangenen Jahr stiegen sie um 10,0 Prozent.

Etwas moderater war die Kaufpreisentwicklung bei Häusern. Für das ImmobilienScout24-Referenzhaus* sind in 2015 durchschnittlich 362.502 Euro zu bezahlen, 43,1 Prozent mehr als 2007. Auch hier ist der Trend ungebrochen, im vergangenen Jahr gab es ein Plus von 8,7 Prozent.

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Mietpreis überprüfen

Kommt die Mietpreisbremse für Hannover?


Hannover hat seinen Preis: bis zu 29,4% Mietpreissteigerung seit 2007.

Der Mietspiegel für Hannover, 2015 erschienen, erfüllt alle rechtlichen Voraussetzungen für einen „qualifizierten Mietspiegel“, der auch in Gerichtsverfahren zu Mietpreiserhöhungen herangezogen wird. Er bewertet alle für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete relevanten Faktoren wie Baujahr, Größe, Ausstattung, Energieeffizienz und Wohnlage. Wobei der Mietspiegel von Hannover nur zwei Wohnlagen kennt: normal und gut. Der Mietspiegel und das Wohnlagenverzeichnis nach Straßen können hier heruntergeladen werden.

Wenn die Mietpreisbremse eingeführt wird, steigt die Bedeutung des Mietspiegels. Denn dann sind bei Neuvermietungen nur noch Aufschläge auf die ortsübliche Vergleichsmiete von höchstens zehn Prozent erlaubt. Möglich ist die Einführung der Mietpreisbremse im ersten Halbjahr 2016. Dann wird das niedersächsische Sozialministerium ermittelt haben, ob die Voraussetzungen dafür in Hannover gegeben sind.

Bei den Mietpreisen ist Hannover-Zoo ganz oben, bei den Kaufpreisen sind es Zoo und Kleefeld

Die unterschiedlichen Bedürfnisse, die das Wohnen in einer grünen Großstadt bedienen kann, spiegeln sich auch in den Mietpreisen wider. Denn zum einen liegen die Viertel der Innenstadt wie Zoo und Oststadt ganz vorne – Spitzenreiter ist Zoo mit 9,87 Euro pro Quadratmeter der Referenzwohnung*. Zum anderen sind es Villenviertel im Grünen, in denen hohe Mieten gefordert werden: Isernhagen-Süd, Kirchrode und Waldhausen, wo Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder wohnt. Die höchste Steigerung gab es in der Calenberger Neustadt direkt an der Leine. Dort stiegen die Mietpreise von 2007 bis 2015 um 40,4 Prozent, davon im vergangenen Jahr um 5,8 Prozent.

mietpreise angebotsmiete hannover Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

Urban oder im Grünen: Auch bei der Kaufpreisentwicklung der Eigentumswohnungen sind beide Wohnlagen die Gewinner. Die höchsten Kaufpreise werden in Waldhausen mit 3.052 Euro pro Quadratmeter, in der Südstadt und  Zoo gezahlt. Aber auch die Oststadt hat deutliche Preisanstiege zu verzeichnen, von 2014 auf 2015 mit einem Plus von mehr als 12,5 Prozent.

Bei der Kaufpreisentwicklung für Häuser liegen Kleefeld, List und Kirchrode an der Spitze. Hier sind für das ImmobilienScout24-Referenzhaus* jeweils mehr als 500.000 Euro zu bezahlen, im zum Teil herrschaftlichen Kleefeld mit 551.889 Euro am meisten. Zum Vergleich: 2007 lagen die Preise noch unter 300.000 Euro, das ist eine Steigerung um 91,3 Prozent.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)