Mietpreise und Kaufpreise in Essen

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

In Essen entwickeln sich die Mietpreise stabil. Doch die Kaufpreise in den beliebten Stadtteilen sind stark gestiegen. Alle wichtigen Marktdaten zur Mietpreisentwicklung und Kaufpreisentwicklung lesen Sie hier.


Entspannter Wohnungsmarkt: Stabile Mietpreise in Essen.

Mit knapp 580.000 Einwohnern ist Essen die viertgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen. Wo einst das Zentrum der Kohle- und Stahlindustrie lag, haben heute die RWE AG, Evonik Industries AG, E.ON Ruhrgas AG, die Karstadt Warenhaus GmbH und die Hochtief AG ihre Konzernzentralen. Mit ihrem kulturellen Angebot und grüner Umgebung bietet die Stadt zudem eine hohe Lebensqualität.

„Ausgeglichen und entspannt“ – so beschreibt der Wohnungsmarktbericht 2014 die Situation in der Ruhrmetropole. Die Stadt Essen hat rund 323.500 Wohnungen, 80 Prozent davon in Mehrfamilienhäusern. Quantitativ gesehen bietet der Wohnungsmarkt genügend Wohnraum. Trotzdem steht die Stadtentwicklung vor einer Herausforderung: Der Bedarf an günstigen sowie barrierefrei ausgestatteten Wohnungen ist deutlich höher als das Angebot.

Kaufpreise steigen, wenig Veränderung bei Mietpreisen

In Essen ist etwa die Hälfte des Wohnungsbestandes älter als 35 Jahre. Die Bautätigkeit bleibt aber verhalten: Im Jahr 2013 war die Anzahl der fertig gestellten Wohnungsneubauten mit 223 auf dem niedrigsten Stand seit fast 20 Jahren. So verwundert es nicht, dass die Verfasser des Wohnungsmarktberichtes die Mietpreisentwicklung als „geringfügig“ bezeichnen. Im Durchschnitt haben sich die Mieten seit 2010 mit 9,0 Prozent nur leicht verändert.  

Bei den Kaufpreisen ergibt sich ein anderes Bild: Der Immobilienpreis für Eigentumswohnungen in Essen ist seit 2010 um 17,3 Prozent auf 1.435 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2015 gestiegen. Auch die Kaufpreisentwicklung für das ImmobilienScout24-Referenzhaus* zeigt eine steigende Tendenz: Um 17,3 Prozent hat sich der Preis in den vergangenen fünf Jahren auf 340.386 Euro erhöht.

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Keine Mietpreisbremse aufgrund des ausgeglichenen Marktes


Anders als die Mietpreise sind die Kaufpreise vor allem im Süden Essens stark gestiegen.

Da die Mietpreisentwicklung in Essen – abgesehen von einzelnen Stadtteilen – stabil ist, wurde die Mietpreisbremse hier nicht eingeführt. Den Mietspiegel hat die Stadt Essen in Zusammenarbeit mit den Interessenverbänden der Mieter und Vermieter erstellt. Er bildet das örtliche Mietpreisniveau ab und soll die Markttransparenz erhöhen. Die Ausgabe von 2013 wird derzeit aktualisiert. Die Mietrichtwerte sind Durchschnittswerte und beziehen sich auf Wohnungen in mittlerer Wohnlage, mit mittlerer Ausstattung und mit den für ein Mietwohngebäude typischen Nebenräumen. Die Werte richten sich nach dem Baujahr. Weitere Faktoren für den Mietpreis sind Lage und Ausstattung der Wohnung. Bei der Lage unterscheidet der Mietspiegel sechs Abstufungen von „einfach“ bis „sehr gut“. Die Ausstattungsmerkmale sind nach einem Punktesystem geordnet. Der Mietspiegel ist im Essener Rathaus als Druckausgabe erhältlich und steht auch auf der Internetseite der Stadt zur Verfügung.

99 Prozent Steigerung bei den Kaufpreisen im Stadtkern

Die begehrtesten Quartiere liegen im Stadtkern und im südlichen Bezirk Essens. Die Stadtteile Stadtwald und Rüttenscheid bieten ruhige und zugleich zentrumsnahe Wohngebiete zwischen Grünflächen. Die Mietpreise liegen dort mit aktuell 8,06Euro pro Quadratmeter auf einem gehobenen Niveau. Noch ruhiger und entsprechend teurer ist das Wohnen in den südlich angrenzenden Stadtteilen Bredeney (8,43 Euro) und Werden (8,11 Euro). Zwischen Grugapark, Baldeneysee und der Ruhr-Flusslandschaft lebt man dort mitten im Naherholungsgebiet. Das Kulturzentrum Villa Hügel, einst Wohnsitz der Industriellenfamilie Krupp, die Folkwang Universität der Künste und weitläufige Parks prägen das Umfeld. Einkaufsmöglichkeiten, Autobahnanschluss und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr machen diese Stadtteile noch attraktiver. Die größte Dynamik bei der Mietpreisentwicklung zeigt sich im kleinen Stadtteil Margarethenhöhe, der an Bredeney und Rüttenscheid angrenzt: Um 28,8 Prozent sind die Mieten dort seit 2007 gestiegen.

mietpreise angebotskaltmiete essen Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

 

Auch bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen liegt der Essener Süden mit 2.470 Euro pro Quadratmeter im Bezirk Bredeney vorn. Der Stadtkern verbucht hingegen die höchste Preissteigerung, seit 2007 sind die Kaufpreise im Zentrum deutlich angezogen: Hier gab es eine Steigerung von 53,1 Prozent. Im Vergleich dazu erscheint die Kaufpreisentwicklung in den begehrten südlichen Stadtteilen mit Werten um die 40 Prozent fast schon moderat. Die höchsten Preise für Häuser zahlt man in Stadtwald (625.494 Euro) bei einer Preissteigerung von 70,7 Prozent.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)