Mietpreise und Kaufpreise in Dortmund

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

Dortmund wandelt sich zum modernen Technologie- und Dienstleistungsstandort. Entsprechend begehrt sind Immobilien in attraktiver Lage.


Moderater Mietpreis-Anstieg in Dortmund: 18 Prozent seit Anfang 2007.

Im Herzen Westfalens ist der Strukturwandel in vollem Gange: Wo vor Jahrzehnten der Rauch aus den Schornsteinen der Schwerindustrie versiegte und die Arbeitslosenzahlen stiegen, siedeln sich heute neue Unternehmen der Technologie- und Dienstleistungsbranche an. Ihre Lage am nordöstlichen Rand des Ruhrgebiets macht die Stadt Dortmund zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen Sauerland und Münsterland. Mit 590.000 Einwohnern zählt Dortmund zu den acht größten Städten Deutschlands.
Der wirtschaftliche Wandel sowie zahlreiche städtebauliche Projekte für mehr Lebensqualität wirken sich auf die Preisentwicklung aus. Vor allem in den südlichen Stadtteilen und im Zentrum sind sowohl Mietwohnungen als auch Kaufimmobilien zunehmend gefragt. Da die Mieten zwar stetig, aber moderat gestiegen sind, wurde die Mietpreisbremse in Dortmund bisher nicht eingeführt. Welche Stadtbezirke zu den begehrten Wohnlagen gehören, zeigt der Dortmunder Mietspiegel.

Mieten steigen gleichmäßig, Kaufpreise entwickeln sich stärker seit 2010

Die Mietpreisentwicklung am Dortmunder Wohnungsmarkt verlief seit 2007 gleichmäßig: Anfang 2007 kostete die Referenzwohnung* 5,44 Euro pro Quadratmeter, im vierten Quartal 2015 waren es 6,44 Euro – das bedeutet eine vergleichsweise moderate Steigerung der Mietpreise um 18,3 Prozent. Die Mietpreisentwicklung im vergangenen Jahr lag bei 3,4 Prozent. Seit einigen Jahren steigt in Dortmund die Nachfrage nach Wohneigentum – bedingt durch die günstigen Zinsen – deutlich. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind von 2007 an zunächst zurückgegangen – bis auf einen Tiefstand von 1.128 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2009. Von diesem Zeitpunkt an zogen die Immobilienpreise langsam, aber stetig wieder an: entsprechend der höheren Nachfrage um 19,1 Prozent auf 1.356 Euro im Jahr 2015.  

Ähnlich verlief die Kaufpreisentwicklung bei den Häusern: Der Kaufpreis für das ImmobilienScout24-Referenzhaus* ging von 253.475 Euro Anfang 2007 auf 250.095 Euro im Jahr 2009 zurück. Ab 2010 folgte dann ein zunehmend dynamischer Preisanstieg um 19,1 Prozent auf derzeit 298.666 Euro. Die Steigerung bei den Hauspreisen lag im vergangenen Jahr mit 6,2 Prozent leicht höher als bei den Eigentumswohnungen.

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Keine Mietpreisbremse aufgrund moderater Mietpreisentwicklung


Dortmund hat sich zu einem gefragten Technologie-Standort entwickelt.

Entsprechend den Erwartungen der Immobilienexperten hat Dortmund die neue Mietpreisbremse nicht eingeführt. Orientierungshilfe zur ortsüblichen Vergleichsmiete bietet der im Januar 2015 veröffentlichte Dortmunder Mietspiegel. Die Daten stammen vom Institut für Wohnungswesen, aus der Immobilienwirtschaft, der Stadt- und Regionalentwicklung an der Ruhr-Universität und der EBZ Business School in Bochum (InWIS). Der Mietspiegel gilt bis Ende 2016.

Die Mietspiegeltabelle enthält Mietspannen je Quadratmeter Wohnfläche für die Nettokaltmiete, getrennt nach Baualtersklassen. Die Werte stellen Schwerpunkte des Wohnungsmarktes für Wohnungen zwischen 60 und 110 Quadratmetern Wohnfläche dar. Für kleinere und größere Wohnungen sind Zu- und Abschläge ausgewiesen. Die Mietspiegel-Tabelle enthält neben dem Mittelwert (Median) für vergleichbare Objekte auch Mietspannen und dokumentiert die Streuung der Mieten um den Mittelwert. Abgebildet wird auch der Einfluss der Lage auf die Mietpreise, neben anderen Faktoren wie Alter des Hauses, Ausstattung und Größe der Immobilie. Der Mietspiegel weist Zu- und Abschläge für sieben Stadtgebiete auf. Welche Stadtteile die einzelnen Stadtgebiete umfassen, zeigt eine Karte mit Suchfunktion auf der Internetseite der Stadt Dortmund. Die höchsten durchschnittlichen Zuschläge beim Quadratmeterpreis gibt es im Gebiet Innenstadt Mitte mit 0,56 Euro pro Quadratmeter. Der Mietspiegel steht online als Download zur Verfügung.

Begehrte Lage im Dortmunder Süden: Kaufpreise bis zu 43 Prozent gestiegen

Die begehrteste Wohngegend ist der Dortmunder Süden mit den Bezirken Brünninghausen, Lücklemberg und Kirchhörde. Entsprechend hoch liegen hier die Mietpreise: Den Spitzenplatz belegt Brünninghausen im Bezirk Hombruch mit 7,61 Euro pro Quadratmeter – dicht gefolgt von den Stadteilen Schönau, Lücklemberg und Kirchhörde. Hier wohnt man ruhig im Grünen zwischen Feldern und Waldgebieten. Die Infrastruktur mit Fußgängerzonen, Wochenmärkten, Arztpraxen und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie eine hervorragende Verkehrsanbindung an die Dortmunder Innenstadt machen diese Gegend  attraktiv. Dazu ziehen die Technische Universität, der Technologie Park sowie die Wirtschaftsfachschulen für Hotellerie und Gastronomie viele junge und gebildete Menschen in die südlichen Bezirke.

Die auffälligste Mietpreisentwicklung zeigt sich aber in Neuasseln im östlichen Bezirk Brackel: Um 30,4 Prozent haben sich die Mieten seit 2007 in diesem Stadtteil erhöht. Auch hier wohnt man beschaulich, umgeben von Seen und Grünanlagen sowie mit einem gut ausgebauten Radwegenetz, vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und nahe gelegenen Schulen und Kindergärten.

mietpreise angebotsmiete dortmund Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

 

Ein ähnliches Bild wie bei der Mietpreisentwicklung ergibt sich bei den Kaufpreisen: für eine Eigentumswohnung im Dortmunder Süden zahlen Käufer in Syburg mit 1.826 Euro pro Quadratmeter den höchsten Preis, gefolgt von Sommerberg (1.758 Euro) und Schanze (1.756 Euro). Die teuersten Häuser findet man ebenfalls in Kirchhörde: 425.542Euro kostet hier das Referenzhaus*.

Die größte Steigerung bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen gab es in Niederhofen, Schanze und Hörde: Hier sind die Wohnungen 2015 um bis zu 40,3 Prozent teurer als im Jahr 2007.  

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)