Mietpreise und Kaufpreise in Braunschweig

Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt

Eine gute Wirtschaftsentwicklung und steigende Einwohnerzahlen lassen die Immobilienpreise in Braunschweig kräftig steigen. Vor allem die Innenstadt ist gefragt wie nie.


Wirtschaft trifft Wissenschaft: Braunschweig erfreut sich einer regen Nachfrage.

Der Immobilienboom ist auch in der zweitgrößten Stadt Niedersachsens angekommen. Braunschweig, wo 250.000 Menschen wohnen, bildet zusammen mit Wolfsburg, Salzgitter und Wolfenbüttel einen gemeinsamen Ballungsraum, in dem die Wirtschaftsentwicklung nach oben zeigt. Es ist eine forschungsintensive Region mit hoher Dichte an Wissenschaftseinrichtungen. All das führt zu einer regen Nachfrage nach Wohnraum, die sich auch in der Preisentwicklung niederschlägt. Ob allerdings die Mietpreisbremse kommt, die bei Neuvermietungen den Mietpreis an den Braunschweiger Mietspiegel koppeln würde, wird im Auftrag des niedersächsischen Sozialministeriums noch geprüft. Sollten die Voraussetzungen in Braunschweig gegeben sein, wird die Mietpreisbremse voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2016 eingeführt.

Deutlicher Anstieg der Mietpreise und Kaufpreise, aber auf moderatem Niveau

Ein Plus von durchschnittlich 36,9 Prozent bei den Mieten für die Referenzwohnung* seit 2007 zeigt eine stattliche Mietpreisentwicklung – allerdings sind 7,60 Euro pro Quadratmeter, die im vierten Quartal 2015 erreicht wurden, immer noch ein moderater Mietpreis.

Ganz ähnlich verläuft die Kaufpreisentwicklung für Eigentumswohnungen und Häuser. Um durchschnittlich 63,1 Prozent stiegen die Immobilienpreise für  Eigentumswohnungen, aber mit einem Quadratmeterpreis von 1.719 Euro sind sie im Vergleich deutscher Großstädte eher niedrig. Auch das ImmobilienScout24-Referenzhaus* bekommt man aktuell für vergleichsweise günstige 341.497 Euro, ein Plus von 63,0 Prozent gegenüber 2007. Ob das noch lange so bleibt, ist allerdings fraglich. Denn die Kaufpreise stiegen allein von 2014 bis 2015 um 10,3 Prozent, und die Nachfrage ist derzeit größer als das Angebot.

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Mietpreis überprüfen

Ob die Mietpreisbremse in Braunschweig kommt, wird noch geprüft


Auch in Braunschweig sind die Innenstadt-Lagen besonders gefragt.

Für Braunschweig gilt ein qualifizierter Mietspiegel, der im Juli 2014 in Kraft getreten ist. Er weist detailliert nach, wie anhand von Baujahr der Wohnung, Größe, Ausstattung und Energieeffizienz der Quadratmeterpreis für die ortsübliche Vergleichsmiete zu berechnen ist. Bis auf zwei Gebiete – die Innenstadt und das Ringgebiet – werden die Wohnlagen nicht eigens eingestuft, sondern müssen anhand verschiedener Kriterien bewertet werden. Der Braunschweiger Mietspiegel kann hier heruntergeladen werden.

Wird die Mietpreisbremse in Braunschweig eingeführt, was die niedersächsische Förderbank im Auftrag des Sozialministeriums derzeit prüft, kommt dem Mietspiegel eine besondere Bedeutung zu. Dann dürfen die Mietpreise bei Neuvermietungen nur noch maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen.

Bei den Mietpreisen und Kaufpreisen liegen die Innenstadt und das Ringgebiet vorn

In Braunschweig sind innenstadtnahe Häuser und Wohnungen besonders begehrt. Das macht sich sowohl bei der Mietpreisentwicklung als auch bei der Kaufpreisentwicklung bemerkbar. Bei den Mietpreisen liegt das Östliche Ringgebiet mit seinen zahlreichen sanierten Altbauten an der Spitze. 8,74 Euro kostet hier aktuell der Quadratmeter der Referenzwohnung*, 46,9 Prozent mehr als 2007. Aber auch die Innenstadt, in der viel gebaut wurde und wird, sowie die Bezirke Wabe-Schunter, Heidberg-Melverode, Nordstadt sowie das Westliche Ringgebiet sind beliebt und entsprechend teurer geworden.

mietpreise angebotsmiete braunschweig Zum Vergrößern auf die Karte klicken.

 

Die Kaufpreisentwicklung ist noch deutlich dynamischer: Bei Eigentumswohnungen in der Innenstadt ist der Quadratmeterpreis seit 2007 um 78,9 Prozent auf 2.104 Euro gestiegen – davon alleine um 11,7 Prozent seit 2014. Danach folgt die Nordstadt, Viewegs Garten-Bebelhof und Volkmarode. Hier beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis noch unter 2.000 Euro, allerdings mit deutlicher Tendenz nach oben.

Die selbe Dynamik zeigt sich bei der Kaufpreisentwicklung für Häuser: 12,6 Prozent plus seit 2014 im Westlichen Ringgebiet sind ein klares Signal! Der Zuwachs seit 2007: 96,9 Prozent. 420.336 Euro kostet dort das ImmobilienScout24-Referenzhaus*. Knapp dahinter liegen Stöckheim-Leiferde, die Innenstadt, die Nordstadt und Heidberg-Melverode.

Sie wollen wissen, wie hoch die Mietpreise und Kaufpreise in Ihrem Kiez oder Bezirk sind? Geben Sie einfach den Ort ein und sehen Sie sich die aktuellen Preise an.

*Referenzobjekte:

  • Wohnung (3 Zimmer, Baualter: 35 Jahre, 80 m2, mittlerer Objektzustand)
  • Haus (Einfamilienhaus, 600 m2 Grundstücksfläche, 140 m2 Wohnfläche, Baualter: 35 Jahre, gepflegter Objektzustand)