Immobilienreport 2015

Mieten und Kaufpreise steigen in mittleren Städten stärker als in Metropolen

Die Auswertung von über einer Millionen Immobilienangeboten zeigt, dass vor allem in Städten wie Würzburg und Wolfsburg die Immobilienpreise am stärksten steigen.

Die stärksten Anstiege bei Neuvertragsmieten in den letzten fünf Jahren gab es in prosperierenden Städten und Ballungsräumen. Die folgenden zwei Tabellen geben Ihnen sowohl eine Übersicht darüber, wo die Mieten am meisten gestiegen sind als auch darüber, wo sie am geringsten gestiegen sind.

Der stärkste Mietanstieg von 2010 bis 2015 in Großstädten (über 100.000 Einwohner):
Würzburg 34 Prozent (8,86 Euro pro m²)
Wolfsburg 31,2 Prozent (8,28 Euro pro m²)
Ingolstadt 31,1 Prozent (9,51 Euro pro m²) 
Berlin 29,7 Prozent (8,02 Euro pro m²) 
Braunschweig 28,6 Prozent (7,51 Euro pro m²) 

Der geringste Mietanstieg von 2010 bis 2015 in Großstädten (über 100.000 Einwohner):
Chemnitz 4,5 Prozent (5,09 Euro pro m²)   
Hagen 5,2 Prozent (5,62 Euro pro m²) 
Remscheid 5,3 Prozent (6,16 Euro pro m²) 
Wuppertal 5,3 Prozent (6,03 Euro pro m²) 
Oberhausen
5,4 Prozent (5,86 Euro pro m²)

Kaufpreise entwickeln sich rasant nach oben

Deutlich stärker als die Mieten sind die Preise für Eigentumswohnungen gestiegen. Im Städtevergleich liegt auch hier Wolfsburg an der Spitze. In der Autostadt explodierten die Kaufpreise um knapp 70 Prozent innerhalb von 5 Jahren. Ebenfalls stark gesteigen sind die Preise in Ingolstadt (67,8 Prozent), München (61,3 Prozent) und Augsburg (58 Prozent). Gründe dafür sind unter anderem attraktive Unternehmen, die Arbeitnehmer anziehen, wodurch dann die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt steigt. Vor allem in Wolfsburg, Ingolstadt und Augsburg trägt die gute Automobilkonjunktur zu einer deutlichen Steigerung der Preise bei.

Strukturschwache Regionen kämpfen mit stagnierenden Preisen

Den florierenden Immobilienmärkten stehen strukturschwache Regionen gegenüber, in denen die Kaufpreise weitestgehend stagnieren. Preislich liegen diese Objekte in Städten unter 1.260 Euro pro Quadratmeter. Betroffen hiervon ist vor allem das Ruhrgebiet. In Chemnitz sind die Preise sogar rückläufig (-0,5 Prozent).