Steigende Preise für 2019 erwartet

Immobilienpreise steigen weiter, vor allem in den Top-Städten. Aber nicht alle Städte sind attraktiv und preisstabil. Prüfen Sie gleich heute, wie viel Ihre Immobilie wert ist.


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Preise steigen weiter, vor allem in den Top-Städten


Prognose der Immobilienweisen

„Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum, günstige Finanzierungsbedingungen....und insgesamt gute Wirtschaftslage lässt die Immobilienwirtschaft in Deutschland ungebrochen dynamisch wachsen.“ So steht es im Frühjahrsgutachten der Immobilienweisen.


Preissteigerungen in Zahlen

Bei den Kaufpreisen registrierte der Markt laut Immobilienweisen eine Preissteigerung von:

Immobilientyp Preissteigerungen
Ein- und Zweifamilienhäuser 7,6 %
Eigentumswohnungen 8,2 %

In den Ballungszentren stiegen die Preise naturgemäß viel stärker. Besonders in Berlin: Dort ging es bei Eigentumswohnungen gleich um 15,2 Prozent hinauf. Die höchsten Preise werden in München, Frankfurt, Freiburg und Ingolstadt (4.000 Euro pro Quadratmeter) gefordert.  


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Häuser preisstabil, Eigentumswohnungen schwächeln

Im Vergleich zum Jahresbeginn 2018 bemerken die Immobilienweisen zum Übergang nach 2019 eine Abschwächung des Preisanstiegs bei den Eigentumswohnungen. Das sollte Immobilienbesitzer aber nicht verunsichern: „Eine grundlegende Trendwende ist damit jedoch nicht in Sicht“, schreiben die Autoren. Seit 2007 haben sich die Kaufpreise für Eigentumswohnungen bundesweit um rund 77 Prozent erhöht, das ist eine robuste Entwicklung. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern verlief die Preisentwicklung dagegen sehr gleichmäßig.


Nachfrageüberhang beim Neubau

Der Neubau schwächelte im vergangenen Jahr so gewaltig, dass ZIA-Präsident Andreas Mattner sich zu der kernigen Formulierung hinreißen ließ: „Der Neubau wird in unserem Land völlig vernachlässigt.“ Die Immobilienweisen mutmaßen, dass sich dadurch ein kräftiger Nachfrageüberhang herausgebildet hat. Soll heißen: Bei jährlich 350.000 neu benötigten Wohnungen kann der Bedarf nicht erfüllt werden. Für Wohnungssuchende ist das natürlich bitter, für Immobilienverkäufer ergeben sich daraus sehr gute Renditepotenziale.



Was ist der „Rat der Immobilienweisen“?

Dabei handelt es sich um ein Gremium innerhalb des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Dieser ist ein Wirtschaftsverband der deutschen Immobilienwirtschaft mit Sitz in Berlin. Der ZIA vertritt die Interessen seiner Mitglieder, darunter Wohn- und Gewerbeimmobilienunternehmen, Immobilienfonds und andere Immobiliendienstleister. Der Rat der Immobilienweisen gibt seit 2002 ein Frühjahrsgutachten heraus, in dem die Mitglieder den Immobilienmarkt bewerten und Prognosen für die weitere Entwicklung geben.



Preisauftrieb für 2019 erwartet

Wie sehen die Prognosen der Immobilienweisen aus? „Eine grundlegende Trendumkehr ist auch im elften Jahr des aktuellen Zyklus nicht absehbar. In Anbetracht der anhaltenden Angebotsknappheit dürfte sich der Preisauftrieb am deutschen Wohnimmobilienmarkt 2019 fortsetzen.“

Allerdings muss man hier differenzieren. Was bedeutet das für Verkäufer? Wie eigentlich immer entscheidet die Lage der Immobilie darüber, ob sich die Preise weiter nach oben entwickeln. Wer ein Haus oder eine Wohnung in den sogenannten „Schwarmstädten“ besitzt, der kann mit steigenden Preisen rechnen. Die Märkte in München, Frankfurt, Regensburg (mit Kaufpreisen um die 4.000 Euro pro Quadratmeter) sind angespannt und das niedrige Zinsniveau befeuert die Preise zusätzlich. Soll heißen: Käufer, die eine teure Wohnung in 1-A-Lage wollen, können sie in den meisten Fällen auch finanzieren.




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Nicht alle Städte sind attraktiv und preisstabil

Es gibt aber auch einige Städte, deren Stern bereits gesunken ist. Im Frühjahrsgutachten werden hier explizit die „altindustriellen Städte“, wie beispielsweise Remscheid, Hagen, Gelsenkirchen, Duisburg oder Oberhausen in Nordrhein-Westfalen genannt, bei denen die Preise bereits 2018 real unter denen von 2005 lagen. Gelsenkirchen ist sogar bundesweit die günstigste Stadt mit mittleren Quadratmeterpreisen von unter 1.000 Euro, also nur einem Viertel der Top-Städte.



Pendlerstädte bieten Preispotenzial



18 Millionen Menschen in Deutschland pendeln täglich zwischen Arbeit und Wohnort. Gemäß dem Institut für Arbeits- und Berufsforschung hat sich die mittlere Distanz dabei seit dem Jahr 2000 um 21 Prozent erhöht. Das Immobilienforschungsinstitut F+B hat im Auftrag des Wochenmagazins „Der Spiegel“ untersucht, in welchen Städten sich das Pendeln überhaupt lohnt – etwa weil Immobilienpreise im Umland wirklich günstiger und die Verkehrsanbindung trotzdem gut sind. Dabei sieht man deutlich, dass die Kilometer keine so große Rolle spielen, wenn Straßen oder öffentlicher Nahverkehr optimal ausgestaltet sind. Auch für Verkäufer, die eine Immobilie im Speckgürtel besitzen, lohnt sich ein Blick auf die Ergebnisse: Denn natürlich ist eine gute Anbindung an das Zentrum ein Pfund, mit dem sie wuchern können.

Beispiel Hamburg: Wer im nördlich der Hansestadt gelegenen Henstedt-Ulzburg eine Immobilie erwerben will, profitiert von rund 43 Prozent günstigere Preisen als in Hamburg selbst. Auch die Mieten sind etwa 25 Prozent günstiger. Allerdings ist man bis Hamburg auch 53 Minuten (Auto) oder gar 56 Minuten (ÖPNV) unterwegs. Wer südlich der Elbe in Seevetal ein Haus findet, zahlt knapp 40 Prozent weniger (Kaufpreis), benötigt dank guter Verkehrswege aber nur 16 Minuten (ÖPNV) bzw. 30 Minuten (Auto) bis in die Hansestadt. Hier ergebe sich also Verhandlungsspielraum für Verkäufer.

Ähnlich sind die Verhältnisse in Großstädten wie Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart: Hier lohnt sich der Umzug in die kleineren Städte im Umland. Im Ruhrgebiet (Essen, Duisburg, Bochum) macht das meist jedoch keinen Sinn, weil das Umland häufig sogar teurer ist als das Zentrum. In München, der Hauptstadt aller Pendler, lohnt es sich auch meist nicht mehr, ins Umland zu ziehen: Die hohen Preise im Zentrum haben die Münchner schon seit Jahren in die Peripherie getrieben. Hier können Verkäufer eigentlich überall sehr gute Preise erzielen.


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