Welche Modernisierungsmaßnahmen erhöhen den Immobilienwert?

Modernisierungsmaßnahmen können den Energieverbrauch im Altbau senken und mehr Lebensqualität schaffen. Außerdem kann der Eigentümer einen besseren Preis erzielen, wenn er sein Haus verkaufen will.

Gemäß einer Umfrage will jeder vierte Immobilienbesitzer in den nächsten Jahren in energiesparende Maßnahmen wie Dämmung oder Heizungsaustausch investieren. Eine kluge Entscheidung, denn so lässt sich im Altbau durchschnittlich etwa ein Drittel der Energiekosten sparen. Viele Eigentümer von älteren Häusern und Wohnungen nutzen die energetische Modernisierung, um bei der Gelegenheit Bad oder Küche zu erneuern oder durch Anbau oder Ausbau mehr Platz zu schaffen. Das erhöht die Lebensqualität der Bewohner, aber wie wirkt es sich auf den Marktwert der Immobilie aus?

Sanierung oder Modernisierung

Zunächst sollten Sie zwischen Instandhaltung und Modernisierung unterscheiden. Zur Instandhaltung gehört es, kleinere Schäden wie etwa lose Dachziegel oder Risse im Mauerwerk sofort zu beheben. Wenn nach etwa 30 Jahren das Ziegeldach komplett erneuert werden muss oder nach fünf bis zehn Jahren die Fassade neu gestrichen wird, handelt es sich ebenfalls um Instandhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen. Sie steigern den Wert des Gebäudes nicht, sondern verhindern lediglich seinen vorzeitigen Wertverlust. Wenn die Dachreparatur oder der Anstrich jedoch mit einer Wärmedämmung verbunden wird, handelt es sich um eine wertsteigernde Modernisierung: Der Zustand des Hauses verbessert sich, seine Nutzungsdauer wird verlängert.



Was sich lohnt

Nicht alle Modernisierungsmaßnahmen wirken sich im gleichen Maße wertsteigernd aus. Zudem verschieben sich die Prioritäten je nach Lage am Immobilienmarkt. Hoch im Kurs stehen derzeit modernisierte Bäder, großzügige Grundrisse und ein hochwertiger Innenausbau, zum Beispiel mit Parkett oder Naturstein. Bei den energetischen Maßnahmen ist es besonders der Einbau einer modernen Heizung – mit Brennwerttechnik oder erneuerbaren Energien – der zu besseren Vermarktungschancen führt. Auch für Mietobjekte ist Energieeffizienz ein wichtiges Wertkriterium, denn angesichts steigender Energiepreise schauen Mieter bei der Wohnungsauswahl sehr genau auf die Nebenkosten. Vermieter können in der Regel elf Prozent der Modernisierungskosten auf den Mieter umlegen.

Überprüfung der Wertsteigerung

Mit der Online-Immobilienbewertung von ImmobilienScout24 können Hauseigentümer realistisch abschätzen, mit welchem Wertzuwachs sie bei verbesserter Dämmung, Heizungswechsel, Fenstertausch oder anderen Maßnahmen rechnen können. Die entsprechenden Daten gibt der Nutzer einfach in das Onlineformular ein. Um den Marktwert der Immobilie zu berechnen, greift das Programm auf die Daten vergleichbarer Häuser oder Wohnungen zurück, die auf den Seiten von ImmobilienScout24 angeboten werden. Da im Preis noch zwei weitere Berechnungen für dieselbe Immobilie inbegriffen sind, lassen sich zwei Modernisierungsalternativen durchspielen und auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüfen.

Verkehrswertgutachten bei Verkauf

Ein standardisiertes Verfahren wie die Online-Bewertung kann nicht alle Besonderheiten einer Immobilie berücksichtigen. Eine individuelle Berechnung kann ein Sachverständiger in einem Gutachten erstellen. Wer viel Geld in die Modernisierung seiner Immobilie investiert hat, möchte dafür bei einem Verkauf auch den angemessenen Preis erzielen. In diesem Falle kann sich ein Verkehrswertgutachten zum Preis von etwa 1.000 bis 2.000 Euro lohnen, da es den hohen Standard der Immobilie zweifelsfrei bescheinigt. 

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