Gewerbefläche: Laden & Ladenlokal mieten in Nürnberg

Tipps zur Suche in Nürnberg

Nürnberg ist weit über seine Stadtgrenzen hinaus für seinen Christkindlmarkt und die Kaiserburg bekannt. Doch auch die bezaubernde Altstadt lockt jedes Jahr Millionen von Besucher nach Nürnberg. Gemeinsam mit den fast 500.000 Einwohnern schaffen die Touristen eine große Kaufkraft, welche durch einen florierenden Einzelhandel bedient wird. Elegante Ladenpassagen schmücken die City und schaffen eine gekonnte Verbindung von Alt und Neu. Fränkische Spezialitäten sind nicht nur zur Weihnachtszeit überall in der Stadt verfügbar und sind das Markenzeichen der kleinen, gemütlichen und dennoch wirtschaftlich wichtigen fränkischen Stadt mitten in Bayern. Für den Einzelhandel in Nürnberg bergen diese Besucherströme attraktive Umsatzpotenziale. 

Wie ist die Ausgangssituation für den Einzelhandel in Nürnberg zu sehen?

Die Metropolregion Nürnberg beheimatet rund 3,5 Millionen Menschen, sie ist kultureller und wirtschaftlicher Dreh- und Angelpunkt Nordbayerns und Frankens. Darüber hinaus international bekannt besticht Nürnberg durch ein hohes Tourismusaufkommen, eine dienstleistungsorientierte Unternehmenslandschaft und Produktions- wie Forschungsstätten im High-Tech Bereich. Fachspezifische Messen und Kongresse unterstreichen das leistungsorientierte Bild und Nürnbergs europaweites Ansehen und bringen der angesehenen Bildungs- und Forschungsstadt viele berufsbedingte und konsumstarke Besucher aus aller Welt ein. Die knapp 3.500 Einzelhandelsunternehmen vor Ort profitieren nicht nur von den wohlhabenden Wirtschaftszweigen, sondern auch von dem überdurchschnittlichen Einzugsgebiet der Stadt Nürnberg. Als geographisches Zentrum des gesamteuropäischen Wirtschaftsraumes nutzt Nürnberg auch seine hervorragende infrastrukturelle Anbindung an das öffentliche Fernverkehrsnetz mit Bundesautobahnen, ICE-Anbindung und schneller Erreichbarkeit des örtlichen Flughafens. Die einmalige Stadtstruktur des historischen Zentrums konnte durch eine Entscheidung zum Wiederaufbau der fast gänzlich zerstörten Altstadt gerettet werden und ist heute gesichtsgebendes Merkmal der Christkindl-Stadt. Mit Events und Festen, die über das ganze Jahr verteilt veranstaltet werden, zieht die Stadt einzelhandelsrelevante Besucherströme in die attraktiven Gassen und Fußgängerzonen.

So profitiert der Einzelhandel vom großen Einzugsgebiet in der Region

Ein gelungener Zusammenklang von Historie und Moderne gelingt im Nürnberger Stadtbild. Kunstdenkmäler und moderne Architektur sorgen in Verbindung mit den ausgiebigen Grünflächen und den umliegenden Wald- und Flusslandschaften für eine besonders hohe Beliebtheit bei Touristen. Auch die ausgesprochen hohe Lebensqualität in Nürnberg reizt Bewohner und Touristen gleichermaßen. So ist Nürnberg in der Region die bedeutendste Einkaufsstadt, was eine ausgesprochen hohe Zentralitätskennziffer von rund 130 belegt. Verbunden mit einer im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlichen Kaufkraft sorgt das für einen Anteil von rund 25 Prozent des Einzelhandels am Gesamtumsatz der Innenstadt, was etwa großen Städten in Deutschland entspricht. Forschung und Lehre sowie die angesiedelten High-Tech Unternehmen machen Nürnbergs wirtschaftliche Stärke und Basis aus. Mit zahlreichen örtlichen Kompetenzfelder, die sich in fruchtbaren Unternehmensclustern zusammenfinden, sind Industrie und Dienstleistung in Nürnberg die Motoren eines städtischen Wohlstandes. Die Messe- und Medienstadt kann infolge ihrer weitreichenden Attraktivität und hoher Kaufkraft pro Kopf gerechnet den dritthöchsten Einzelhandelsumsatz in ganz Deutschland mit rund 3,5 Milliarden Euro verzeichnen. Nur München und Düsseldorf können höhere Umsatzzahlen verbuchen. Das schlägt sich auch in der Struktur des vorhandenen Einzelhandels in Nürnberg nieder; so sind vor allem hochwertige und qualitativ anspruchsvolle Produkte auf dem Nürnberger Markt gefragt, ein Zusammenspiel aus Luxus, Lifestyle-Produkten und exklusiver Bekleidung gestaltet vor allem das Bild in den zentralen Shopping-Meilen der Stadt.

Welches sind die relevanten Bestlagen in Nürnberg?

Im Zentrum der mittelfränkischen Metropole befindet sich eine der ältesten und eine der weitläufigsten Fußgängerzonen in ganz Deutschland. Auf rund 250.000 Quadratmetern innerstädtischer Verkaufsfläche entfaltet sich ein qualitativer Branchenmix und bietet vielversprechende Anziehungskraft für kaufkräftige Klientel. Von der Sankt-Lorenz-Kirche bis zum Hefnersplatz erstreckt sich so beispielsweise die charakteristisch hochpreisige Karolinenstraße. Als eine hoch attraktive Shoppingmeile beherbergt sie die großen Modelabels und Trend bestimmenden Warenhäuser, vornehmlich nationaler und internationaler Bekanntheit. Ein stabiles Mietpreisniveau und hohe Filialdichte mit einem geringen Mieterwechsel zeugen von der ungebrochenen Attraktivität der Karolinenstraße. Rund 3.500 Passanten zählt diese Shoppingmeile pro Stunde. Die umliegenden Toplagen sind ähnlich gut besucht und zeichnen sich durch einen kleinteiligeren Flächenbestand für den Einzelhandel in Nürnberg aus. Die Breite Gasse und die Pfannenschmiedgasse sind zudem auch durch jüngere Bekleidungsanbieter geprägt und weisen eine Vielzahl attraktiver Seiten- und Nebengassen auf, die von der Wirkung der Bestlagen profitieren. Straßencafés und Einrichtungsläden lockern das von Modelabels geprägte Straßenbild auf und laden Besucher zu einem verlängerten Aufenthalt ein.

Wie gestaltet sich das preisliche Niveau für den Einzelhandel in Nürnbergs zentralen Innenstadtlagen?

Hefnersplatz, Karolinenstraße, Breite Gasse, nördliche Königstraße und Kirchvorplatz der Stankt-Lorenz-Kirche umspannen den Hauptgeschäftskern der Nürnberger Innenstadt. Hier finden Mieter das höchste Preisniveau vor. Spitzenmieten von rund 15.500 Euro sind dabei Höchstpreise in den hoch frequentierten Lagen der Karolinenstraße, die das Herzstück der Innenstadt bildet. Etwas günstiger fällt das Mietniveau in der Breiten Gasse, am Hefnersplatz, Ludwigsplatz und der Pfannenschmiedgasse aus. Die besonders vom textilen Einzelhandel besiedelten Nürnberger Straßen halten Flächen für etwa 12.200 Euro in einer Größe um 100 Quadratmetern bereit. Weitere Gebiete für den hauptsächlichen Geschäftskern des Einzelhandels in der Nürnberger Innenstadt sind die umliegenden Plätze und Märkte, wie der Hauptmarkt, Kornmarkt oder Ludwigsplatz und die Straßen um den Lorenzer Platz. Hier liegen die Warmmieten insgesamt niedriger, trotz begehrter Altstadtposition. Mietinteressenten können hier mit Preisen von rund 1.500 Euro bis 6.000 Euro für Flächen um 100 Quadratmeter rechnen. Die Höhe des Mietpreises ist dabei nicht nur an Faktoren wie der Lage in den Gebieten mit höchster Passanten-Frequenz bemessen, sondern variiert auch je nach Ausstattung, Nebenkostenaufkommen und Gebäudezustand.

Was charakterisiert die einzelnen Straßenzüge in der attraktiven High-Tech Stadt?

Lage

Standortfaktoren

Nachfrage

Karolinenstraße

Meistbesuchte Straße mit rund 3.500 Besuchern stündlich, geringe Fluktuation, sehr Konsumorientiert, große Kaufhäuser

Sehr hoch: viele große Modeketten: H&M, Zara, Breuninger und Gerry Weber; ausgezeichnete Anbindung an den ÖPNV

Hefnersplatz und Ludwigsplatz

Teilweise kleinflächiger Ladenflächenbestand, Verbindung zwischen breiter Gasse, Karolinenstraße, Josephsplatz, U-Bahn Anschluss Weisser Turm

Sehr hoch bis hoch: textiler Einzelhandel, auch Young-Fashion Segment

Rathausplatz, Waaggasse, Theresienstraße

Sehenswürdigkeiten, Rathaus und Sebaldus-Kirche, historische Gebäude und attraktive Neubauten

Mittel: eingesessene Einzelhändler, kleine bis mittelgroße Filialen

Welche Nebenzentren hat Nürnberg zu bieten?

Nürnberg hat abgesehen von der vitalen Innenstadt auch einige verkaufsstarke Nebenzentren zu bieten. Im Nordosten des Stadtgebietes, am namensgebenden Nordostbahnhof gelegen, findet sich beispielsweise um den Leipziger Platz und an der Äußeren Bayreuther Straße ein von moderner Architektur geprägtes Nebenzentrum mit heterogener Einzelhandelsstruktur, gemischt mit Geschäften für den täglichen Bedarf. Weitere Nebenzentren sind um den Aufseßplatz, Plärrer und Friedrich-Ebert-Platz konzentriert. Die Warmmieten reichen in diesen Gebieten je nach Lage und Ausstattung von etwa 900 bis 2.200 Euro für 100 Quadratmeter Ladenfläche.