Hauswasseranschluss

Ermäßigter Steuersatz für Lieferung von Wasser

Der Bundesfinanzhof beschäftigte sich kürzlich mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes, wonach das Legen eines Wasseranschlusses einer ermäßigten Umsatzsteuer unterliegt.


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Das Legen eines Hausanschlusses fällt unter den Begriff "Lieferungen von Wasser". So hat es der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil vom 03.04.2008 bereits entschieden. Ein Hausanschluss besteht erst dann, wenn eine Leitung verlegt wurde, die die Verbindung des Wasserverteilungsnetzes mit der Wasseranlage eines Grundstücks ermöglicht. Daher kann für die gesamte Verlegung der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent angewendet werden.

Neues Urteil des Bundesfinanzhofes

Für die Anwendung der Steuerermäßigung ist es unerheblich, ob die Leistung von demselben Unternehmen erbracht wird, das auch das Wasser liefert. Das hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom 07.02.2018 bestätigt. – Eine GmbH hatte bei ihrer Rechnungslegung Ärger mit dem Finanzamt bekommen, weil sie die Teilrechnung für die Wasserverlegung von der Grundstücksgrenze bis ins Haus an den Bauherren mit sieben Prozent ausgewiesen hatte. Nach Auffassung der Finanzverwaltung ist der Hausanschluss nur dann ermäßigt zu besteuern, wenn er von einem Wasserversorgungsunternehmen als "Teilaspekt" der gesamten Lieferung erbracht wird. Dem widersprach der Bundesfinanzhof.


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