Neue Grundsteuer

Noch mehr Steuererklärung für Grundbesitzer?

Noch weiß niemand, wie die neue Grundsteuer aussehen wird. Fakt ist: Sie wird kommen und vermutlich werden Grundbesitzer dann um eine zusätzliche Steuererklärung nicht herumkommen. Wie einfach alles zu handhaben ist, hängt vom Bewertungsmodell ab.


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Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass bis Ende 2019 ein neues Gesetz zur Grundsteuer verabschiedet sein muss. Noch ist keines der drei favorisierten Modelle eingehend geprüft worden. Dafür wird aber schon über den bürokratischen Aufwand spekuliert, den die Neuregelung für Grundstückseigentümer mit sich bringen könnte.

So werden Grundbesitzer mit großer Wahrscheinlichkeit eine Steuererklärung für die Bewertung ihres Grundstücks abgeben müssen. Wie einfach die Erklärung zu bewerkstelligen ist, wird von dem künftigen Bewertungsmodell abhängen.

 

Diese Modelle kommen infrage

Nach einem ersten Treffen der Finanzminister von Bund und Ländern zur Neuregelung der Grundsteuer Anfang Mai in Berlin sollen zunächst die verschiedenen Modelle auf ihre Machbarkeit geprüft werden. Ein wichtiger Punkt wird der zeitliche Rahmen sein, den die Karlsruher Richter vorgegeben haben. Daher wird nur das Modell eine Chance bekommen, das innerhalb dieser Frist umgesetzt werden kann.

Auf dem Prüfstand stehen folgende drei Varianten:

  • Ein vor allem von Bayern favorisiertes Modell, bei dem neben der Grundstücksgröße auch die Wohnfläche der Gebäude herangezogen wird.
  •  Das Kostenwertmodell, das von zahlreichen Bundesländern in der Vergangenheit erarbeitet wurde. Dieses Modell berücksichtigt neben dem Bodenwert auch Baujahr sowie die Kosten bei der Errichtung des Gebäudes und kann von den Kommunen über Hebesätze zusätzlich gesteuert werden.
  • Beim Bodenwertmodell, das von Wirtschaftsforschern und Verbänden präferiert wird, soll ausschließlich das Grundstück selbst besteuert werden, nicht aber die darauf stehende Immobilie.

 


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