Studie: In diesen Regionen legt der Immobilienwert einen Sinkflug hin

Zukünftige Tops und Flops auf dem Immobilienmarkt

Mit einer Investition in Großstadtimmobilien kann man nichts verkehrt machen – es sei denn, man wählt die falsche Stadt. Denn nicht überall in Deutschland wird sich laut einer aktuellen Prognose der Wertezuwachs dauerhaft fortsetzen.


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Eine eigene Immobilie ist eine sichere Geldanlage. Nicht umsonst werden Eigentumswohnungen und Häuser salopp als „Betongold“ bezeichnet. So kennt die Wertekurve für Immobilien in guter Lage seit Jahren nur eine Richtung: steil bergauf. Dieser Trend setzt sich wahrscheinlich vielerorts auch in Zukunft fort – so beurteilt jedenfalls die aktuelle Immobilienmarkt-Studie „Wohnatlas 2017“ des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag der Postbank die Lage. Doch nicht jede Region darf sich auf einen saftigen Wertzuwachs freuen.

Diese Regionen bleiben im Wohntrend


Wenig überraschend: Für Immobilie in München sagen die Experten weiterhin anziehende Preise voraus. Dresden soll ebenfalls langfristig als Wohnort beliebt bleiben und die Immobilien dort eine Wertsteigerung erfahren. Anders sieht die Lage in den Städten Dortmund und Essen sowie in Teilen Hannovers aus. Hier erwarten die Experten einen leichten Rückgang des Immobilienwertes. Sie bilden das Schlusslicht der deutschen Großstädte im Preisentwicklungs-Ranking der Studie.

Prognose für die Immobilienpreisentwicklung zwischen 2016 und 2030 in den größten deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern (durchschnittliche Wertsteigerung bzw. Werteinbußen pro Jahr):

  1. München: 1,3% 
  2. Dresden: 1,0 %
  3. Hamburg: 0,9%
  4. Düsseldorf: 0,9%
  5. Köln: 0,7%
  6. Leipzig: 0,6%
  7. Stuttgart: 0,6%
  8. Frankfurt am Main: 0,5%
  9. Berlin: 0,3%
  10. Bremen: 0,2%
  11. Nürnberg: 0,2%
  12. Hannover (Landkreis): -0,2%
  13. Dortmund: -0,6%
  14. Essen: -1,1%

Bei der Berechnung für die voraussichtliche Wohnungsnachfrage in den verschiedenen Regionen Deutschlands flossen unter anderem wirtschaftliche und demografische Aspekte wie Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben ein.



Viele Gebiete in Ostdeutschland zählen zu den Verlierern der Studie


Während der Süden Deutschlands und die meisten Großstädte bei der Prognose einen Wertezuwachs verzeichneten, sieht es in Ostdeutschland nicht ganz so rosig aus. Für die nachlassenden Immobilienwerte sind vor allem die sinkenden Einwohnerzahlen verantwortlich. Sie haben eine entsprechend niedrige Immobiliennachfrage zur Konsequenz. Ausgenommen von dem Negativtrend sind lediglich die ostdeutschen Städte Berlin, Leipzig und Dresden. Daneben prognostiziert die Studie auch ein Sinken der Immobilienwerte in westdeutschen Regionen wie in einigen Kreisen des Ruhrgebiets und des Saarlands.



Energetisches Sanieren: Wertsteigerung durch Investitionen


Eigenheimbesitzer sind nicht ausschließlich auf die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt angewiesen, um den Wert ihres Hauses oder ihrer Wohnung zu steigern. Wer regelmäßig Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an seinen eigenen vier Wänden vornimmt, wirkt einem Werteverfall aktiv entgegen.

Zu den wichtigsten Investitionen zählt eine energetische Sanierung. Eine gute Dämmung für Fassade und Dach, ein modernes Heizungssystem wie eine Wärmepumpe sowie solide, dreifachverglaste Fenster sparen Energie und damit langfristig Kosten. Zudem erhöht es den Wiederverkaufswert des Gebäudes. Bei Ihrem Bauvorhaben können Sie kräftig einsparen, wenn Sie dabei die Förderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch nehmen. Diese fördert energetische Sanierungsmaßnahmen mit Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten.


Tipp für Vermieter

Nach Abschluss energetischer Umbauten können Sie nach § 559 des Bürgerlichen Gesetzbuches bis zu 11% der Modernisierungskosten auf die Jahresmiete umlegen.


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