Energiesparmythen

So sparen Sie wirklich

Der Umwelt und dem Geldbeutel zuliebe: Es lohnt sich, Energie zu sparen. Doch um das Stromsparen ranken sich viele Mythen, von denen einige längst überholt sind.


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Energie sparen? Aber richtig!

  1. Stimmt's?
  2. Die Mythen im Überblick

Verbraucht ein voller Kühlschrank wirklich mehr Strom als ein leerer? Und verbrauchen Ladegeräte für Handy & Co. auch Strom, wenn kein Gerät angesteckt ist? Wir haben für Sie zwölf Energiespar-Tipps hinterfragt.

1. Energiesparlampen sparen am meisten

Nur weil sie so heißen, sparen sie längst nicht mehr am meisten. LED-Lampen spenden nicht nur mehr Licht, sie sind auch langlebiger und umweltfreundlicher.

2. Licht ausschalten, wenn niemand im Raum ist

Das gilt nur dann, wenn lange Zeit niemand den Raum betreten möchte. Denn häufiges Ein- und Ausschalten verkürzt die Lebensdauer der Lampe deutlich. Ein ständiger Neukauf schont weder die Umwelt noch Ihren Geldbeutel.

3. Heizung aus, wenn niemand zu Hause ist

Die Hausratversicherung haftet ebenfalls bei Schäden durch Leitungswasser, Sturm (ab Windstärke 8) und Hagel sowie – wenn zusätzlich vereinbart – für Elementarschäden. Dabei kommt die Versicherung für Wasserschäden an beweglichen Gegenständen auf. Vom Versicherungsschutz ausgenommen sind u.a.: Schmuck, Musikinstrumente, Kunstgegenstände, Kraftfahrzeuge und elektronische Daten.

4. Rollos helfen nicht beim Energiesparen

Falsch! Bei heruntergelassenen Rollos bildet sich eine isolierende Luftschicht zwischen Fenster und Rollo. Somit entsteht eine zusätzliche Wärmedämmung. Gleiches gilt auch bei zugezogenen Vorhängen.

5. Geschirr mit der Hand abwaschen

Wenn es sich um mehr als einen Kaffeebecher und das Frischstückbrettchen handelt, ist der Handabwasch auf keinen Fall energieeffizienter. Moderne Geschirrspüler verbrauchen im Schnitt sieben Liter Wasser, während beim Handabwasch schnell 40 bis 60 Liter in den Abfluss fließen. Doch nicht nur der Wasserverbrauch ist entscheidend, sondern vor allem die Erwärmung des Wassers. Der Geschirrspüler benötigt nur knapp die Hälfte des Stroms.

7. Altgeräte reparieren, statt etwas Neues kaufen

Moderne Geräte, die weniger Energie verbrauchen, sind die bessere Alternative. Die Investition hat sich nach wenigen Jahren amortisiert. Ein Wäschetrockner der Klasse A+++ verbraucht über 500 Kilowattstunden weniger. Das wirkt sich sehr positiv auf Ihre Stromkosten aus.

8. Backofen vorheizen

Meist steht in der Anleitung: „Im vorheizten Backofen … Minuten garen lassen.“ Doch aufs Vorheizen kann durchaus verzichtet werden. Schlagen Sie die Zeit bis zum Erreichen der geforderten Temperatur einfach auf die Backzeit auf. Sie können aber dennoch nach der regulären Zeit abschalten. Ihr Kuchen oder ihr Braten gedeiht auch mit der Restwärme ganz prächtig.

9. Voller Kühlschrank = hoher Verbrauch

Ganz im Gegenteil. Die vielen Lebensmittel halten die Kälte, denn es findet kein großartiger Luftaustausch statt. Beim Öffnen der Tür kann weniger kalte Luft entweichen und auch weniger warme Luft hineinströmen.

10. Kleine Töpfe auch ohne Deckel nutzen

Leidenschaftliche Topfgucker sollten sich besser Töpfe mit Glasdeckel zulegen als auf einen Deckel zu verzichten. Das gilt auch für kleine Kochtöpfe. Mit dem passenden Deckel sparen Sie beim Kochen rund die Hälfte der Energie. Je mehr Dampf entweicht, desto mehr Energie geht verloren.

11. Ladegeräte immer von der Steckdose nehmen

Richtig, selbst wenn kein Smartphone  am Ladegerät hängt, wird Strom gezogen. Allerdings nur sehr geringfügig.  Die kleinen Netzteile stecken voller Elektronik, um den Strom von der Steckdose mithilfe eines Trafos in die für das Gerät passende Spannung umzuwandeln.  Die im Ladegerät verarbeitete Elektronik arbeitet weiter, auch wenn das Smartphone längst wieder im Einsatz ist.

12. Es ist egal, wo Elektrogeräte stehen

Stimmt nicht! Wer seinen Kühlschrank neben dem Herd aufstellt, verbraucht mehr Strom. Je wärmer das Umfeld des Kühlschranks ist, desto mehr muss er kühlen. Ein Heizkörper sollte mindestens 30 cm entfernt sein. Auch eine direkte Sonneneinstrahlung wirkt sich negativ auf den Stromverbrauch aus.

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