Umfrage: Vor- und Nachteile von Smart Homes

Unsicherheit bei Anwendern bezüglich Datenklau

Nach einer neuen Umfrage nutzen bereits 30 Prozent der befragten deutschen Haushalte Smart-Home-Anwendungen. Für Befürworter und Gegner gibt es laut der Umfrage wichtige Argumente.

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Eine aktuelle Studie deckt auf, welche Anwendungen bereits durch Smart-Home-Anwendungen genutzt werden und wie sich der Trend voraussichtlich entwickeln wird. 

Was bedeutet Smart Home

Unter dem Begriff Smart Home werden technische Verfahren und Systeme in Wohnräumen und -häusern verstanden, durch die sich Wohn- und Lebensqualität, Sicherheit und effiziente Energienutzung erhöhen lassen – auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte und Installationen sowie automatisierbarer Abläufe. So können Haustechnik wie Heizung und Jalousien miteinander vernetzt, und Haushaltsgeräte – wie Lampen, Herd, Kühlschrank und Waschmaschine – genauso zentral gesteuert (beispielsweise über ein Smartphone) werden wie die hausinterne Unterhaltungselektronik (etwa die zentrale Speicherung und heimweite Nutzung von Video- und Audio-Inhalten).

Gegenstand der Umfrage

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat in Zusammenarbeit mit der Smart Home Initiative Deutschland e.V. im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 1.017 Deutsche zum Thema Smart Home befragt. Untersucht wurden neben der aktuellen Marktgröße auch Nutzung und Nutzungswünsche verschiedener Smart-Home-Anwendungen, Treiber und Hemmnisse der unterschiedlichen Anwendergruppen, Bekanntheit und Zufriedenheit mit Herstellern sowie das perfekte Smart-Home-System aus Sicht der Nutzer und Interessenten.

Wie verbreitet sind Smart-Home-Anwendungen

Den Ergebnissen der Studie zufolge nutzen bereits 30 Prozent der Befragten Smart-Home-Anwendungen. Gut die Hälfte hat Interesse an einer Nutzung und lediglich jeder Fünfte lehnt eine Nutzung momentan noch komplett ab.

Vorbehalte gegen Smart Homes

Gründe für die Ablehnung finden sich vorrangig in den (vermeintlich) hohen Kosten für Anschaffung, Einbau und Betrieb der Anwendungen. Zudem herrscht unter den Anwendern eine allgemeine Unsicherheit hinsichtlich der Datensicherheit. Ein weiteres Hemmnis ist derzeit noch die Inkompatibilität von Geräten unterschiedlicher Hersteller. Dies spiegelt sich in dem Wunsch der deutschen Interessenten und Nutzer wider, die Steuerung aller Smart-Home-Anwendungen über eine einzige App vorzunehmen.

Häufige Einsatzgebiete

Die beliebtesten Anwendungen der deutschen Smart-Home-Nutzer stammen derzeit aus den Bereichen Energiemanagement sowie Entertainment & Kommunikation. Einen weiteren Trend zu Smart-Home-Anwendungen stellte das Hamburger Institut auch im Bereich Sicherheit fest. „Die Breite an Smart-Home-Anwendungen ruft Hersteller und Anbieter unterschiedlichster Couleur auf den Plan. Dadurch verlieren die Marktteilnehmer bisweilen den Nutzer aus dem Blick“, erläutert Bianca Emmert, Studienleiterin bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung.

Tipp für Eigentümer

Durch den Einstieg großer Unternehmen in den Bereich der Smart Homes werden die Nutzungsmöglichkeiten zunehmend vielfältiger und günstiger. So lassen sich mit Smart-Home-Anwendungen Heizkosten sparen oder potenzielle Einbrecher abschrecken, indem während eines Urlaubs der Bewohner deren Anwesenheit durch eine Lichtsteuerung simuliert wird. Die Vor- und Nachteile von Smart-Home-Anwendungen sollten auf den eigenen Bedarf bezogen genau abgewogen werden.