Zehn Tipps, wie Sie Ihr Haus wintertauglich machen

Gegen Frostschäden und Unfälle vorbeugen

Frost, Schnee, Eis und Dunkelheit. Bei diesen Unwegsamkeiten kann im Winter schnell etwas schiefgehen. Worauf Eigentümer rechtzeitig achten sollten, um in den kalten Monaten nicht in die Haftungs- und Kostenfalle zu geraten.

Kind schat nach draußen.

Mit diesen zehn Tipps machen Sie Ihr Haus sicher für den Winter.

Schnee, Eis und Dauerfrost setzen jedem Gebäude zu. Sie schaden der Substanz und können zu schweren Schäden führen. Sofern sie es nicht bereits getan haben, sollten Eigentümer Maßnahmen ergreifen, ihre Gebäude wintertauglich zu machen und sich gegenüber möglichen Haftungsschäden abzusichern. Hier zehn Tipps, wie Sie sich gegen die größten Gefahren wappnen:

1. Dach checken

Sitzen die Ziegel, Antennen, Schneefanggitter und Blitzschutzanlage noch fest? Ist die Dachrinne frei oder hängen größere Äste, vielleicht sogar Vogelnester, im Regenablauf?

2. Außenleitungen absperren

Außenleitungen – etwa zum Garten hin – lassen sich vor Kälte nur teilweise durch eine gute Isolierung schützen. Leitungen in den gefährdeten Bereichen sollten daher abgesperrt werden. Dabei sollte aber der Hahn geöffnet werden, damit das Wasser, das sich noch im Rohr befindet, abfließen kann. An den Wegen zum und am Haus sollte sich kein Wasser ansammeln, damit sich keine Eisflächen bilden können. Verstopfte Wasserabflüsse oder mögliche Wasseransammlungsstellen sollten behoben werden.

3. Baumkontrolle

Gibt es morsche Äste, die beim nächsten Sturm oder unter der kommenden Schneelast abbrechen können? Im Zweifel sollten Hausbesitzer hier noch einmal den Experten rufen und Dach oder Bäume kontrollieren lassen.

4. Beleuchtung warten

In der dunklen Jahreszeit ist es auch höchste Zeit, für eine funktionierende Beleuchtung zu sorgen. Auf allen Wegen rings ums Haus empfehlen sich blendfreie Leuchten. Licht sorgt für Sicherheit auf allen Außentreppen, am Gartentor, in der Auffahrt und an der Haustür.

5. Schimmelgefährdete Stellen beseitigen

Fenster- und Türdichtungen sollten überprüft werden, ob sie wasser- und winddicht schließen. Ungedämmte Fassade, Risse an den Wänden oder Wärmebrücken im Außenmauerwerk – etwa über Stahlbalkone – können zu eiskalten Wandflächen führen, an denen Wasser kondensiert. An solchen Stellen kann sich dann leicht Schimmel bilden. Mit einer fachmännischen Sanierung und Dämmung sollten diese Stellen behoben werden.

6. Tank auffüllen

Wer mit Öl heizt, ist gut beraten, noch einen Blick auf den Heizölvorrat zu werfen.

7. Ausreichend heizen

Auch während der Abwesenheit im Winterurlaub sollte die Heizung nie abgestellt werden, um das Haus vor Schäden zu bewahren. Auch im vorübergehend leer stehenden Haus sollten die Thermostate deshalb immer noch auf 16 Grad stehen. Ist man zu Hause, sollte man die Wohnräume auf mindestens 17 Grad heizen.

8. Richtig Lüften

Auch an eisigen Tagen muss Frischluft ins Haus, sonst bleibt die verbrauchte, feuchte Luft in den Räumen und bildet dort den idealen Nährboden für Feuchte- und Schimmelschäden. Baufachleute empfehlen mehrmals täglich fünf bis zehn Minuten langes Stoßlüften.

9. Winterdienst sicherstellen

Ein Besen und ein Schneeschieber sowie ausreichendes Streugut sollten griffbereit sein. Hausbesitzer sollten aus Haftungsgründen ihre Streu- und Räumpflichten ernst nehmen. Die regelt jede Kommune anders. Grundstückseigentümer müssen sich über ihre Pflichten informieren und gegebenenfalls jemanden mit dem Streuen und Schneeschieben beauftragen. Selbst wenn die Stadt die öffentlichen Wege räumen lässt, so muss der Hausbesitzer Zuwege räumen, Eiszapfen und Schneeverwehungen vom Dach entfernen, Außentreppen vom Schnee befreien, Zufahrtswege für Notfälle und Müllabfuhr freihalten, Wege streuen. Umweltfreundlich sind Sand und Asche. Professionelle Schneeräumung kann teilweise als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich abgesetzt werden.

10. Kontrollgänge in der Frostperiode

Hausbesitzern ist zu empfehlen, in der kalten Jahreszeit immer wieder mal zu checken, ob alle Kellerfenster oder Fenster wie das zur Waschküche bei Minusgraden geschlossen sind. Und: Schneeverwehungen sehen romantisch aus – sind aber Gift für die Bausubstanz. Schneeverwehungen an Hausecken und Terrassen- sowie Balkontüren sollten Hausbesitzer deshalb umgehend beseitigen. Beginnt es nämlich zu tauen, dann läuft das Tauwasser oft durch die Türen ins Haus oder durchfeuchtet das Mauerwerk. Schwieriger ist es, Schneeverwehungen auf dem Dach zu beseitigen. Aber auch das ist wichtig, denn durch Tauwasser können Schäden entstehen. Solche Feuchteschäden sollten Hausbesitzer umgehend beseitigen lassen, denn die durchfeuchtete Wärmedämmung schimmelt schnell und dämmt nicht mehr.