Oktober 2015 - News

In wenigen Tagen: Meldebestätigung wieder Vermieterpflicht

Ab 01. November 2015 ist die Meldebestätigung für Mieter wieder Aufgabe der Vermieter

Das neue bundesweite Meldegesetz bedeutet ab November 2015 Mehraufwand für Vermieter: Innerhalb von zwei Wochen muss dem Mieter der Ein- oder Auszug bestätigt werden. Was für eine korrekte Meldebestätigung beachtet werden muss und worauf Vermieter vorbereitet sein sollten.


Vermieter müssen den Ein- und Auszug von Mietern schriftlich besätigen.

Für alle Ein- und Auszüge ab dem 01. November 2015 gilt das neue, einheitliche Bundesmeldegesetz (BMG). Mieter sind auch weiterhin verpflichtet, sich an ihrem neuen Wohnort anzumelden. Zieht ein Mieter aus, ohne im Anschluss eine neue Wohnung in Deutschland zu beziehen, muss er sich zudem bei der Meldebehörde abmelden. Gleiches gilt, wenn eine Nebenwohnung ersatzlos aufgegeben wird. Die vormals unterschiedlichen Fristen dafür werden durch das neue Gesetz angeglichen. In allen Bundesländern haben Mieter nun zwei Wochen Zeit für die Ummeldung. Neu für Vermieter ist die Pflicht, dem Mieter innerhalb von 14 Tagen nach Ein- oder Auszug eine Bestätigung für die An- oder Abmeldung auszustellen. Kommt der Vermieter seiner Mitwirkungspflicht nicht nach, droht ein Bußgeld.

Meldebestätigung - Das Wichtigste in Kürze

  • Die Meldebestätigung ist ab dem 01. November 2015 Pflicht
  • Die Frist für die Ausstellung der Meldebestätigung beträgt 14 Tage
  • Der Vermieter oder ein von ihm beauftragter Verwalter muss die Meldebestätigung pünktlich ausstellen
  • Bei Verstößen drohen Bußgelder

Bis zu 1.000 Euro Strafe bei Verspätung

Bis 2002 gab es schon einmal die Pflicht zur Meldebestätigung. Mit ihrer Wiedereinführung benötigt der Mieter nun für eine Ummeldung im Einwohnermeldeamt eine Meldebestätigung seines Vermieters. Der Vermieter oder ein von ihm beauftragter Verwalter ist verpflichtet, dem Mieter die Bestätigung innerhalb von 14 Tagen nach Ein- oder Auszug auszustellen und zukommen zu lassen. Alternativ kann er die Meldebehörde auch rechtzeitig direkt informieren. Kommt der Vermieter dem nicht nach, kann der Mieter dies der Meldebehörde mitteilen. Dann drohen bis zu 1.000 Euro Strafe.

Im Gegenzug kann sich der Vermieter bei der Meldebehörde informieren, ob sich sein alter Mieter tatsächlich abgemeldet hat oder ob sich sein neuer Mieter bereits angemeldet hat. Die Behörde wiederum ist befugt, Informationen über aktuelle oder vorherige Mieter beim Vermieter nachzufragen.

Verhinderung von Scheinanmeldungen

Durch die Novellierung sollen auch Scheinanmeldungen vermieden werden. In den letzten Jahren hatten sich in Deutschland immer mehr Menschen angemeldet, ohne in der angegebenen Wohnung zu wohnen. Das Ausstellen einer sogenannten „Gefälligkeitsbescheinigung“, die eine Scheinanmeldung ermöglicht, kann ab sofort ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen.

Die korrekte Meldebestätigung

Die Bescheinigung für den Mieter kann vom Vermieter schriftlich ausgefüllt oder elektronisch an die Meldebehörde übermittelt werden. Diese Daten müssen enthalten sein:

  1. Name und Anschrift des Vermieters
  2. Angaben über Ein- oder Auszug mit Datum
  3. Adresse der vermieteten Wohnung
  4. Personalien aller neuen oder ehemaligen Mieter

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