Juli 2015 - News

Smart Home sinnvoll nutzen

Hohe Zuwächse im Bereich Gesundheit und Home Cloud

15.07.2015 - Mit ferngesteuerten Geräten kann der Komfort und die Sicherheit in Haushalten verbessert werden. Eine Studie zeigt die Trends des Smart Home auf. Wie Hauseigentümer davon profitieren können.

Smart Home findet laut einer Studie des Wirtschaftsberatungsunternehmens Deloitte und der Technischen Universität München zunehmend Anklang. Mit Smart Home sollen mit IT-Einsatz und anderen technologischen Systeme die Wohn- und Lebensqualität in Wohnräumen und Wohnhäusern erhöht werden, aber auch die Sicherheit und effiziente Energienutzung auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Geräte verbessert werden.

In welchen Bereichen Smart Home populär ist

Smart Home weckt laut der Umfragestudie „Ready for Take-off? – Smart Home aus Konsumentensicht“ bei deutschen Verbrauchern großes Interesse. Dazu wurden 1000 Konsumenten in Deutschland zu Ihren Erwartungen an die intelligente Hausvernetzung befragt. Beliebt sind insbesondere vernetzte Alarmsysteme für das eigene Heim. Diese ermöglichen ihren Besitzern, sorgenfreier in den Urlaub abheben zu können. 38 Prozent sind an smarten Alarmanlagen interessiert oder wollen diese im nächsten Jahr anschaffen – meist jüngere Nutzer und Hauseigentümer. Primär der Kundenwunsch nach zusätzlicher Sicherheit und höherem Komfort sorgt für die Beliebtheit der intelligenten Heimvernetzung. Für jüngere Nutzer zählt in erster Line die Bequemlichkeit: 47 Prozent geben den zusätzlichen Komfort als Grund für ihr Interesse an Smart Home an. Die Fernsteuerung von Gebäudefunktionen erweist sich dabei als Erfolgskriterium – bevorzugtes Steuergerät ist für 49 Prozent das Smartphone.

Wie sich der Einsatz von Smart Home entwickelt

Der Markt für Smart Home wird laut Deloitte-Berechnungen bis 2017 auf über 4,1 Mrd. Euro in Europa wachsen. Dies entspricht einem jährlichen Anstieg von über 20 Prozent. Denn künftig sollen Smart-Home-Lösungen nicht mehr nur auf das Luxus- und Premiumsegment beschränkt sein, sondern schrittweise einen Volumenmarkt erobern. Als Gründe für diese Annahme nennen die Autoren folgende Marktreiber: die zunehmende digitale Vernetzung, die demografische Entwicklung, der Lifestyle Trend, das eigene Heim stärker zu vernetzten, sowie das gestiegene Umweltbewusstsein.

Die zunehmende digitale Vernetzung durch bessere Breitbandanbindung, Wi-Fi, einer zunehmenden Verbreitung mobiler Geräte und die Anwendungsmöglichkeiten durch Smartphones und Tablets schafft die infrastrukturelle Grundlage für die Verbreitung für Smart-Home-Anwendungen.

Die demografische Entwicklung hin zu einer Alterung der Bevölkerung und einer steigenden Zahl der Single-Haushalte schafft eine zusätzliche Nachfrage nach Angeboten im Gesundheitsbereich wie Ferndiagnostik sowie im Sicherheitsbereich durch Überwachungslösungen.

Hinzu kommt der Trend, sich in das eigene Heim zurückzuziehen und die Bereitschaft, für Heimdienste mehr Geld auszugeben. Schließlich lassen sich durch Smart Home auch die Energieeffizienz im Haus verbessern, was dem gestiegenen Umweltbewusstsein entgegenkommt.

Diese positiven Signale schlagen sich unmittelbar in Zahlen nieder. Laut Deloitte-Berechnungen steigen die Smart-Home-Umsätze in Europa von aktuell rund 1,6 Milliarden Euro bis ins Jahr 2017 auf 4,1 Mrd. Euro. Dieses Wachstum wird vornehmlich von den funktionalen Segmenten „Pflege & Gesundheit“ (von 618 Millionen Euro Umsatz auf 1625 Millionen Euro) sowie „Home Cloud“ (von 490 Millionen Euro auf 1249 Millionen Euro) getragen. Das Speichern und Abrufen von digitalen Inhalten auf Netzwerkspeichern ist bereits heute populär und wird für viele Konsumenten in den nächsten Jahren der Einstiegspunkt in das Smart Home. Dagegen werden im Bereich der Sicherheitslösungen (von 300 auf 740 Millionen Euro) und der Energieeffizienz (von 310 auf 490 Millionen Euro) weniger hohe Umsatzzuwächse erwartet.

Zahlungsbereitschaft für Zusatzdienste

In Deutschland ist eine Zahlungsbereitschaft für vernetzte Lösungen vorhanden. Fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer würde über 30 Euro im Monat für ein Smart-Home-Komplettpaket bezahlen. Die Nachfrage liegt bei Eigentümern und Mietern annähernd auf gleichem Niveau. Zudem sind zwei Drittel bereit, für Zusatzservices Geld auszugeben. Unter den 25- bis 34-Jährigen ist das Interesse besonders hoch. Davon profitieren können vor allem Wach- und Sicherheitsdienste. Wartungs- und Installationssupport wird besonders stark nachgefragt. Die Kunden wünschen sich einen Service vor Ort, kostenpflichtige Servicehotlines sind weniger gefragt. Denkbar ist auch für Vermieter, je nach Mieter-Zielgruppe die Haustechnik entsprechend aufzurüsten.

Datenschutzbedenken hemmen Interesse

Datenschutzbedenken können allerdings die Entwicklung von Smart Home bremsen: 29 Prozent fürchten um die Sicherheit ihrer Smart-Home-Nutzungsdaten. Diese Sorge ist insbesondere bei älteren Nutzern ausgeprägt. Altersübergreifend stehen nur wenige Verbraucher der Weitergabe und Verwendung ihrer Daten an und durch Smart-Home-Anbieter offen gegenüber. Viele würden ihre persönlichen Informationen nur ausgewählten Unternehmen übermitteln: Telekommunikationsanbieter genießen das größte Vertrauen, Skepsis herrscht gegenüber Internetunternehmen.

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