Juli 2015 - News

Mietschulden: Risiko ausstehender Mieten sinkt

In Ostdeutschland Mietrisiko deutlich höher

30.06.2015 - Vermieter können sich freuen: Die ausstehenden Mieten sanken im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 402 Millionen Euro. Dies geht aus der aktuellen Jahresstatistik des Wohnungsverbandes GdW hervor.

Die rund 3.000 im GdW organisierten Wohnungsunternehmen verzeichnen im Jahr 2014 erneut einen Rückgang bei den Mietschulden. Die ausstehenden Mieten sanken um 2,2 Prozent auf 402 Millionen Euro. Dies geht aus der aktuellen Jahresstatistik des GdW hervor.

Ausstehende Mieten in zehn Jahren halbiert

2003 betrugen die Mietschulden 757 Millionen Euro, seitdem ist es den GdW-Wohnungsunternehmen gelungen, sie um 355 Millionen Euro zu reduzieren. Der Anteil der Mietschulden an den jährlichen Gesamtmieteinnahmen ist ebenfalls rückläufig. Während die Mietschulden im Jahr 2013 noch 2,3 Prozent der Jahressollmiete betrugen, waren es 2014 etwa 0,1 Prozent weniger. Seit dem Höchststand der Mietschulden im Jahr 2003 hat sich der Anteil der Mietschulden an der Sollmiete damit von 4,4 Prozent auf 2,2 Prozent halbiert.

Starker Rückgang der Mietschulden in Ostdeutschland

Besonders in Ostdeutschland sind ausstehende Mieten ein Problem. Während die westdeutschen GdW-Unternehmen für eine größere Anzahl von Mietern zum Jahresende 2014 nur rund 181 Millionen Euro Mietschulden in ihren Büchern hatten, waren es bei den ostdeutschen Wohnungsunternehmen rund 221 Millionen Euro. Der Rückgang der Mietschulden in Ostdeutschland ist aber seit 2003 deutlich stärker ausgeprägt als im Westen Deutschlands. So verzeichneten die ostdeutschen Unternehmen damals mit knapp einer halben Milliarde Euro über 200 Millionen Euro mehr Mietschulden als die westdeutschen Vermieter. Mit einem aktuellen Abstand von 40 Millionen Euro hat sich die Kluft zwischen West- und Ostdeutschland deutlich verringert.

Durch Schuldenmanagement Mietschulden gesenkt

"Diese positive Entwicklung konnte durch ein aktives und soziales Vermietungs- und Mietschuldenmanagement sowie eigene Beratungs- und Betreuungsangebote der Wohnungsunternehmen für säumige Zahler erreicht werden", erklärte GdW-Präsident Axel Gedaschko. Zudem arbeite man mit öffentlichen Schuldnerberatungs- und sozialen Einrichtungen zusammen. Auf diese Weise würden die Unternehmen darauf hinarbeiten, dass sich Mietrückstände gar nicht erst entwickeln. Der Verband hofft, dass die wirtschaftlich stabile Lage in Deutschland den positiven Trend anhalten lässt. Der Rückgang der Mietschulden werde sich allerdings verlangsamen.

Um Mietschulden vermeiden zu können, sei es aber ebenso wichtig, dass Vermieter bzw. Wohnungsunternehmen vor Abschluss eines Mietvertrags – also bei der Kontaktaufnahme und Informationsbeschaffung – die Mietbewerber erfolgreich dahingehend prüfen können, ob sie zahlungsfähig und zahlungswillig sind. Der GdW plädiert daher dafür, dass Vermieter weiterhin entsprechende Bonitätsauskünfte über Mietbewerber einholen dürfen.

Folgen für private Vermieter

Der starke Rückgang der ausstehenden Mieten spiegelt die bessere wirtschaftliche Situation und insbesondere die deutlich höhere Beschäftigungszahl in Deutschland wider. Davon profitieren nicht nur die großen im GdW zusammengeschlossenen Wohnungsunternehmen, sondern auch viele privaten Vermieter. Die Folgerung der Wohnungsunternehmen, bereits bei der Auswahl der Mieter auf die Zahlungsfähigkeit  und Zahlungswilligkeit zu achten, gilt für private Vermieter aber genauso wie die Anwendung eines konsequenten Schuldenmanagements bei ausstehenden Mieten.

Sie sind Immobilien-Eigentümer?

Mit diesen Services treffen Sie die besten Entscheidungen:

  • Kostenlose Marktwerteinschätzung
  • Gratis Mietverträge und rechtssichere Vorlagen
  • Umfeld- und Preisentwicklung Ihrer Immobilie
  • Nebenkosten online abrechnen

Melden Sie sich unverbindlich an und profitieren Sie von allen Eigentümer-Services.

Jetzt kostenlos anmelden