Juni 2015 - News

Welche Profis Liegenschaften verwalten

Zunehmende Unternehmenskonzentration

15.06.2015 - Mit dem Facility Management (FM) können Eigentümer ihre Liegenschaften managen lassen. Eine Studie nennt die größten deutschen Unternehmen und aktuelle Trends der FM-Branche.

Auf die Verwaltung und Bewirtschaftung von Gebäuden sowie deren technische Anlagen und Einrichtungen hat sich eine eigene Branche spezialisiert, die nach angelsächsischem Vorbild auch in Deutschland als Facility-Management bezeichnet wird. Das Informations- und Beratungsunternehmen Lünendonk in Kaufbeuren listet in einer jährlich aktualisierten Studie die 25 größten Facility–Manager auf und zeigt die aktuellen Trends auf. Auch wenn das Facility Management vorwiegend bei gewerblichen Immobilien durchgeführt wird, gewinnt es zunehmend auch Bedeutung in der Wohnungswirtschaft.

Zunehmende Konzentration im Facility Management

Facility Management

Professionelles Facility Management ist in der Wohnungswirtschaft zunehmend gefragt.

Während die zehn führenden Facility-Service-Unternehmen in Deutschland im Geschäftsjahr 2014 überdurchschnittlich stark gewachsen sind, wird der Druck auf viele mittelgroße und kleine Dienstleistungsunternehmen stärker. Um im Durchschnitt 6,2 Prozent legten die Top 10 im abgelaufenen Geschäftsjahr im Inland zu. Hierin enthalten sind neben organischem Wachstum auch Umsätze aus Übernahmen und Fusionen. Die Top 25 wuchsen 2014 durchschnittlich um 4,4 Prozent – im Vorjahr 2013 lag der Wert noch bei 5,3 Prozent. Die Umsätze aller 65 Teilnehmer der neuen Lünendonk®-Studie stiegen im Mittel um 3,5 Prozent.

Die Top 10 Facility-Unternehmen

Die Inlandsumsätze der 25 führenden FS-Anbieter stiegen im Geschäftsjahr 2014 auf 10,2 Milliarden Euro – das bisher gemessene Umsatzvolumen (2013: 9,8 Mrd. Euro; 2012: 9,3 Mrd. Euro). Rund 250.000 Mitarbeiter trugen 2014 zu diesem Ergebnis bei. Marktführer in Deutschland ist weiterhin Bilfinger Facility Service. Das Neu-Isenburger Unternehmen wuchs in 2014 im Inland um 4,6 Prozent auf 1.241 Millionen Euro. Hierbei handelt es sich um rein organisches Wachstum. Das zweitplatzierte Unternehmen, die Strabag Property and Facility Services, wuchs im deutschen Markt sogar um 16,5 Prozent.  Ebenfalls aus dem Bundesland Hessen kommt der Drittplatzierte: Die Frankfurter Wisag Facility Service festigt durch ein Umsatzwachstum von vier Prozent auf 852,0 Millionen Euro Rang drei.

Es folgen Dussmann Service (830,0 Millionen Euro), Spie (690 Millionen Euro),  Compass (647,3 Millionen Euro),  Cofely (528 Millionen Euro), Sodexo (488 Millionen Euro) und Piepenbrock (450,6 Millionen Euro) sowie Gegenbauer auf Platz zehn (435,4 Millionen Euro).

Trendthemen sind noch keine Umsatztreiber

Häufig diskutierte Trendthemen im Facility Management, wie Contracting, Energiemanagement und Nachhaltigkeit, sorgen noch nicht für überproportionale Umsätze. So erzielten 2014 die Top 25 lediglich 2,5 Prozent ihrer Umsätze mit Contracting und zwei Prozent mit Energiemanagement. „Diese Themen werden künftig ebenso an Bedeutung gewinnen wie internationales Projektgeschäft sowie Smart Buildings und Site Services“, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk. „Die Digitalisierung wird auch vor dem Facility Management nicht Halt machen, so dass die Marktteilnehmer sich diesem Thema widmen müssen – auch hinsichtlich Investitionen.“

Tipp für Eigentümer

Von einzelnen Wohnhäusern über Wohnanlagen bis zu großen Wohnungsunternehmen können durch die Ausschreibung des Liegenschafts-Management an Facility Manager erhebliche Kosten eingespart werden. In der Regel wirken sich dabei allerdings Skaleneffekte aus – je größer die Anzahl der Wohneinheiten, desto geringer die Kosten pro Wohneinheit. Im Extremfall – etwa durch den Zusammenschluss von Deutsche Wohnen AG und GSW Immobilien AG im Sommer 2014 mit insgesamt 150.000 verwalteter Wohneinheiten soll  durch FM eine Kostenersparnis von 25 Millionen Euro pro Jahr erwirtschaftet werden. Mit einer solchen Kostenreduktion können private Vermieter bei den Nebenkosten nicht konkurrieren. Für Mietshäuser (Zinshäuser) rechnet sich jedoch in der Regel fast immer ein externes FM. Möglich ist auch die Vergabe an ein externes FM durch die Hausverwaltung einer WEG.

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