Juni 2015 - News

Versicherung der Ferienimmobilie

Teure Wohngebäude- und Hausratversicherung

15.06.2015 - Weil Ferien- oder Kleingartenhäuser oft nicht dauernd bewohnt sind, verlangen viele Versicherer hohe Aufschläge. Was es bei den Policen zu Ferienhäusern im In- und Ausland sonst noch zu beachten gilt.

Wer als Eigentümer einer Ferienimmobilie einen Versicherungsschutz sucht, wundert sich oft über die hohen Beiträge. Zu unangenehmen Überraschungen kann es im Schadensfall kommen: Vor allem im Ausland sind oft nicht alle Schäden mit der Police abgesichert.

Welche Policen sind für Eigentümer von Ferienhäusern wichtig?

Unbedingt empfehlenswert und zum Teil in einigen Ländern Pflicht ist für ein Ferienhaus der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung und einer Haftpflichtversicherung. Auch eine Hausratversicherung ist in der Regel sinnvoll.

Was ist bei der Wohngebäudeversicherung zu berücksichtigen?

Versicherung Ferienimmobilien

Wohngebäude- und Haftpflichtversicherung sind für die Ferienimmobilie Pflicht.

Die Wohngebäudeversicherung versichert in der Regel Feuer, Leitungswasser, Sturm und den Diebstahl von Gebäudebestandteilen. Zusatzrisiken wie Vandalismus, Erdbeben oder Hochwasser müssen meist gegen Aufpreis speziell eingeschlossen werden oder sind sogar ganz ausgeschlossen.

Die Beiträge unterscheiden sich nach dem Versicherungsumfang, der Schadenswahrscheinlichkeit des betreffenden Standorts und vom jeweiligen Anbieter. Für Ferienimmobilien verlangen die Versicherer im Vergleich zu dauernd bewohnte Häuser hohe Aufschläge. Schäden an den Gebäuden werden deshalb oft erst lange nach dem Schadenseintritt bemerkt. Dies führt häufig zu hohen Folgeschäden. Beschädigt beispielsweise ein Sturm die Dachziegel oder wird dadurch ein Fenster beschädigt, können ungünstige Witterungsverhältnisse wie Schnee und Regen deutlich höhere Folgeschäden im und am Gebäude verursachen. Kommt es zu einem Wasserschaden und darauf zu einem Kälteeinbruch, kann der Schaden verheerend sein, wenn er nicht möglichst zeitnah behoben wird. Die Beiträge für oft unbewohnte Häuser können daher zwischen dem doppelten und sogar dem 15-fachen von vergleichbaren Immobilien liegen, die dauerhaft bewohnt werden. Wer beispielsweise eine Ferienwohnung über das Jahr häufig vermietet oder jemand vor Ort hat (Nachbar, Hausmeisterdienst), der regelmäßig einen Blick auf das haus hat, sollte mit seiner Versicherung verhandeln und versuchen mit diesen Argumenten die Beiträge zu drücken. Manchmal lässt der Sachbearbeiter für die Risikoeinschätzung bei plausiblen Gründen für eine geringere Gefahr mit sich reden. Bei bestimmten Risikogebieten besteht ein solcher Verhandlungsspielraum allerdings nicht. Befindet sich die Immobilien in einem Überschwemmungsgebiet  oder einer lawinengefährdeten Lage, lassen sich naheliegende Schäden oft gar nicht – und wenn, dann nur über sehr hohe Risikoaufschläge – versichern.

Wohngebäudeversicherung als Mitversicherung

Für Besitzer von Ferienhäusern in einer abgeschlossenen Siedlung oder einem Bungalow-Park besteht manchmal auch die Möglichkeit einer Mitversicherung. Oft verfügen die Betreiber solcher Anlagen bereits über einen Versicherungsrahmenvertrag, der dann günstigere Beitragskonditionen als eine Einzelpolice bietet. Das gilt auch für Kleingärten beziehungsweise Datschen. Hier schließt der Kleingartenverein, der die Laube verpachtet, einen Rahmenvertrag mit einem Versicherer ab, dem sich die Pächter anschließen können. Zu den Anbietern in diesem Segment gehören der Kleingarten-Versicherungsdienst KVD der Basler-Versicherung, die Zurich Versicherung, die Generali Versicherungen oder die Feuersozietät in Berlin und Brandenburg.

Wohngebäudeversicherung für Auslands-Immobilien

In vielen Ländern ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung Pflicht. Häufig führen aber mangelnde Sprachkenntnisse der in juristischem Fachvokabular in einer fremden Sprache abgefassten Police dazu, dass die Vertragskonditionen und mögliche Schadensausschlüsse nicht richtig verstanden werden. Nur ganz wenige deutsche Versicherungen bieten Policen für Auslandsimmobilien an. Zu den Ausnahmen gehören die Helvetia oder die Axa Art, die bestimmte Risiken im Rahmen einer All-Risk-Hausratpolice absichert. Diese richten sich aber nur an betuchte Kunden, weshalb die Beiträge auch oft hoch ausfallen. Zu den deutschen Versicherern, die angeben auch kleine Apartments an der Costa Brava abzusichern, gehören die Hiscox AG und die R+V Versicherung AG.

Was ist bei der Haftpflichtversicherung zu berücksichtigen?

Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die andere Personen oder Gegenstände durch den Versicherungsnehmer oder dessen Eigentum erleiden. Wer bereits eine Privathaftpflichtversicherung besitzt, sollte bei seiner Versicherung klären, ob auch Schäden durch die Ferienimmobilie abgesichert sind. So können Dachziegel oder abstürzende Äste Menschen verletzen. Tritt dann ein Schadensfall ein, kann es teuer werden. In der Regel sind solche Schäden über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Bei Auslandsimmobilien ist zu klären, ob auch ausreichender Auslandsschutz besteht. Wird die Ferienimmobilie vermietet, reicht die Privathaftpflichtversicherung oft nicht aus. Entweder muss sie dann durch einen entsprechenden Zusatzschutz erweitert werden oder eine eigene Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Wann ist eine Hausratversicherung sinnvoll?

Die Hausratversicherung erstattet Schäden an Möbeln, Einrichtungsgegenständen oder (bis zu bestimmten Grenzen) Wertsachen – etwa durch Leitungswasserschäden oder Diebstahl. Wer über ein wertvolles Inventar in seinem Ferienhaus verfügt, sollte den Abschluss erwägen. Weil in Ferienhäuser, die nicht dauernd bewohnt sind, deutlich häufiger eingebrochen wird, gibt es auch hier erhebliche Aufschläge. Entsprechende Policen im Ausland decken zudem bestimmte Risiken, wie etwa Schäden durch Vandalismus, oft nicht ab. Deshalb empfiehlt es sich, Wertsachen und Wertgegenstände möglichst aus der Ferienimmobilie zu entfernen. Mit einer entsprechend niedrigeren Versicherungssumme lassen sich auch die hohen Beiträge etwas reduzieren.

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