Mai 2015 - News

Glücksforscher: Immobilienbesitzer sind zufriedener

Kaum regionale Unterschiede

20.05.2015 - Wissenschaftler der Universität Hohenheim haben festgestellt, dass Wohneigentum glücklich macht. Die Zufriedenheit hängt aber auch vom Wohnumfeld ab.

Immobilienbesitzer sind zufriedener

Wohneigentümer sind laut Studie signifikant glücklicher als Mieter.

Für die Studie zum Thema Wohneigentum und Glück befragte der Lehrstuhl für Kommunikationstheorie an der Universität Hohenheim unter Leitung von Professor Frank Brettschneider 2788 Personen in Baden-Württemberg und 1442 im restlichen Deutschland. „Das Ergebnis ist eindeutig“, so Brettschneider. „Knapp zwei Drittel der Wohneigentümer geben an, dass ihr Immobilienbesitz sie glücklicher macht.“ Die Studie wurde im Auftrag der Stiftung Bauen und Wohnen der LBS Baden-Württemberg durchgeführt.

Kaum regionale Unterschiede im Glücksbefinden der Eigentümer

Zum Zeitpunkt der Befragung gaben 51 Prozent der 2788 Befragten Wohnungseigentümer in Baden-Württemberg an, mit ihrem Leben sehr glücklich zu sein. Dieser Anteil der sehr glücklichen Menschen entspricht genau dem Anteil sehr glücklicher Menschen in Deutschland insgesamt. Auch zwischen den Regierungsbezirken in Baden-Württemberg gibt es hinsichtlich des Anteils der sehr glücklichen Menschen keine wesentlichen Unterschiede.

Übereinstimmend mit den allgemeinen Erkenntnissen der Glücksforschung steht bei den Baden-Württembergern Gesundheit an erster Stelle: Auf der Skala von 1 (völlig unwichtig) bis 5 (sehr wichtig) liegt der Mittelwert für Gesundheit als Glücksgrund bei 4,65. Danach folgen eine intakte Ehe bzw. Partnerschaft (4,30), finanzielle Sicherheit (4,23) und ein selbstbestimmtes Leben (4,16). Ebenfalls sehr wichtig ist es den Befragten, in einem schönen Umfeld zu wohnen (3,88). Auch ein eigenes Haus bzw. eine eigene Wohnung zu haben, liegt mit 3,42 noch über der Skalenmitte. „Grundbedürfnisse wie Gesundheit und finanzielle Sicherheit, Partnerschaft oder Beruf sind zwar erwartungsgemäß noch wichtiger als die Wohnsituation", so Brettschneiders Fazit, "doch auch sie ist von enormer Bedeutung für das Glücks-Gefühl." Auf die direkte Frage, ob Wohnungseigentum sie glücklicher gemacht habe, bestätigten dies 65 Prozent. Nur 13 Prozent der Wohneigentümer geben an, ihr Immobilienbesitz habe sie unglücklicher gemacht.

Wohnungseigentümer sind glücklicher als Mieter

Für die Frage, ob Menschen mit Wohnungseigentum glücklicher sind als andere, wurden die Umfrageergebnisse des Glücksniveaus zwischen Mietern und Wohneigentümern miteinander verglichen. Danach sind Wohneigentümer tatsächlich signifikant glücklicher als Mieter. Auf die Frage, ob sie im Augenblick eher glücklich oder eher unglücklich sind, antworten 60 Prozent der Wohneigentümer mit „sehr glücklich“. Damit liegt der Anteil der sehr glücklichen Personen unter den Wohneigentümern um 20 Prozentpunkte über dem Anteil der sehr glücklichen Personen unter den Mietern. Bundesweit sind die Werte sehr ähnlich. Beim Vergleich der Regierungsbezirke in Baden-Württemberg ergaben sich keine großen Unterschiede. Zwar ist das Glücksniveau im Regierungsbezirk Stuttgart sowohl bei den Mietern als auch bei den Wohneigentümern geringfügig niedriger als in den Regierungsbezirken Freiburg, Karlsruhe und Tübingen – statistisch bedeutsam sind die Unterschiede jedoch nicht.

Am größten sind die Glücksdifferenzen zwischen Mietern und Wohneigentümern in Wohngegenden am Stadtrand (64 Prozent sehr glückliche Wohneigentümer vs. 37 Prozent sehr glückliche Mieter) und in Vororten (61 Prozent sehr glückliche Wohneigentümer vs. 33 Prozent sehr glückliche Mieter). Etwas geringer sind die Glücksdifferenzen zwischen Wohneigentümern und Mietern in Stadtzentren (59 Prozent sehr glückliche Wohneigentümer vs. 42 Prozent sehr glückliche Mieter) und in ländlichen Gegenden (59 Prozent sehr glückliche Wohneigentümer vs. 45 Prozent sehr glückliche Mieter). Der größte Anteil glücklicher Mieter findet sich auf dem Land, der größte Anteil glücklicher Wohneigentümer findet sich in Wohngegenden am Stadtrand.

Worauf Bewohner bei der Wohnungswahl achten

Unabhängig davon, ob die Befragten in Eigentum oder zur Miete wohnen, wurden sie nach den Gründen ihrer Wohnungswahl gefragt. 62 Prozent der Befragten gaben an, dass für sie eine ruhige Lage wichtig sei. Für 60 Prozent war eine gute Infrastruktur wichtig und 58 Prozent achteten auf eine gute Verkehrsanbindung. Die Nähe zur Natur war für die Wohnungswahl von 56 Prozent der Befragten von Bedeutung. 48 Prozent gaben berufliche Gründe an und für ebenso viele Befragte waren finanzielle Gründe ausschlaggebend.

Zufriedenheit mit eigener Wohnsituation

Die Gründe für die Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation sind identisch: die Größe der Wohnung, der Preis, die Ausstattung, das Verhältnis zu den Nachbarn, die Parkplatzsituation und der Arbeitsweg. Vor allem von der Größe der Wohnung hängt die Zufriedenheit ab. 73 Prozent der Menschen, die mit ihrer Wohnsituation zufrieden sind, geben als Grund die Größe der Wohnung an. Bei den Menschen, die mit ihrer Wohnsituation unzufrieden sind, geben 36 Prozent die Größe der Wohnung als Grund an – ebenfalls Platz 1. Auf Platz 2 folgt jeweils der Preis der Wohnung. Für 53 Prozent der Zufriedenen und für 32 Prozent der Unzufriedenen ist der Preis ein Grund für ihre (Un-)Zufriedenheit.

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