April 2015 - News

Ende der Schonfrist bei Energieausweis

Bußgelder bis zu 15.000 Euro

07.04.2015 - Immobilieninserate müssen die Angaben zur Energieeffizienz der Immobilie beinhalten. Existiert noch kein Energieausweis, muss er spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden. Sonst kann dies ab 1. Mai 2015 ein Ordnungsgeld nach sich ziehen.


Die entsprechende Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) gilt bereits seit dem 1. Mai 2014. Bisher wurden Immobilienverkäufer noch durch eine einjährige Übergangsfrist geschont. Ab dem 1. Mai 2015 kann es aber teuer werden: Behörden können Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht mit Bußgeld ahnden.

Angaben im Immobilieninserat

Die erforderlichen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen hängen davon ab, wann der Energieausweis ausgestellt wurde und um welchen Immobilientyp es sich handelt. Bei neuen, ab Mai 2014 ausgestellten Ausweisen müssen Inserenten die Art des Energieausweises (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis), den Wert des Endenergiebedarfs (bei Bedarfsausweisen) oder Endenergieverbrauchs (bei Verbrauchsausweisen) sowie die im Ausweis genannten wesentlichen Energieträger der Heizung angeben. Bei Wohngebäuden müssen zudem Baujahr und Energieeffizienzklasse aufgeführt werden.

Wer bereits einen Energieausweis besitzt, der vor Mai 2014 ausgestellt wurde, kann auf die Angabe der neuen Energieeffizienzklasse verzichten. Zusätzlich gilt bei diesen älteren, verbrauchsbasierten Energieausweisen für Wohngebäude: Sofern der Warmwasseranteil nicht im Energieverbrauchskennwert enthalten ist, müssen Inserenten den Wert um 20 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter Gebäudenutzfläche erhöhen. Liegt zum Zeitpunkt der Anzeigenschaltung kein gültiger Energieausweis vor, kann ausnahmsweise auf diese Angaben verzichtet werden.

Energieausweis beim Besichtigungstermin

Spätestens beim Besichtigungstermin müssen Vermieter und Verkäufer allerdings dann unaufgefordert einen gültigen Energieausweis vorlegen. Sofern Käufer und Mieter fehlende Energieausweise nicht bemängeln, wird dies in den häufigsten Fällen noch keine Folgen für den Vermieter beziehungsweise Verkäufer der Immobilie haben. Wer jedoch ohne Energieausweis erwischt wird, für den kann es teuer werden.

Wie teuer es ohne Energieausweis werden kann

Zudem sind die einzelnen Bundesländer zu stichprobenartigen Kontrollen angewiesen, um Energieausweise auf ihre Korrektheit zu überprüfen. In den meisten Bundesländern ist dies die untere Bundesbauaufsichtsbehörde. Insofern sollten sich Hausbesitzer und Vermieter dringend an diese Vorgaben halten. Es können sonst Bußgelder in Höhe von bis zu 15.000 Euro. Ab dem 1. Mai 2015 werden Verstöße jener Art auch als Ordnungswidrigkeit aufgenommen.

Welcher Energieausweis für
welches Gebäude?

Wer Energieausweise ausstellt

Grundsätzlich können Energieausweise für bestehende Gebäude entweder auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder des gemessenen Energieverbrauchs ausgestellt werden. Energieausweise bei Neubau oder Änderung von Gebäuden und bei alten Bestandsgebäuden (Bauantrag vor 1. November 1977), welche nicht die Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977 einhalten, sind auf der Grundlage des Energiebedarfs zu erstellen. Für bestehende Gebäude, die bereits die Wärmeschutzverordnung vom 1. November 1977 einhalten, können Energieausweise auch auf der Grundlage des gemessenen Energieverbrauchs erstellt werden.

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Einen Energieausweis ausstellen können grundsätzlich Hochschulabsolventen im Bereich Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen und Technische Gebäudeausrüstung oder einer anderen technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung mit einem Ausbildungsschwerpunkt in einem der genannten Gebiete. Ebenso befugt sind Handwerksmeister, deren wesentliche Tätigkeit die Bereiche Bauhandwerk, Heizungsbau, Installation oder Schornsteinfegerwesen umfasst. Aber auch Personen, die nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften der Länder zur Unterzeichnung von bautechnischen Nachweisen des Wärmeschutzes oder der Energieeinsparung bei der Errichtung von Gebäuden berechtigt sind, können im Rahmen der jeweiligen Nachweisberechtigung Energieausweise ausstellen.

Weitere Informationen sind über die Deutsche Energie-Agentur – dena, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie die Verbraucherzentralen der Länder erhältlich.

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