Februar 2015 - News

Wohngebäudeversicherung: Pflichten im Winter

Verletzung der Versicherten-Pflichten gefährdet Erstattung

02.02.2015 - Eine gute Versicherung kommt für Winterschäden durch Schneedruck, Lawinen oder Frost auf. Doch die Hauseigentümer sollten das Kleingedruckte ihrer Police genau lesen und ihre Pflichten wahrnehmen.


Zu den Pflichten zählen unter anderem das regelmäßige Heizen im Winter.

Im Winter sind Gebäude aufgrund von Schnee und Kälte Gefahren ausgesetzt. Hauseigentümer schützen sich dagegen in der Regel durch Wohngebäudeversicherungen. Doch nicht alle witterungsbedingten Schäden sind damit abgesichert. Bei der Auswahl der richtigen Police empfiehlt es sich, neben dem Preis auch auf die Versicherungsbedingungen im Kleingedruckten zu achten. Zudem obliegen den Versicherungsnehmern außer der Zahlung der Beiträge auch noch andere Versicherungspflichten, deren Verletzung die Erstattung der Schäden gefährden können.

Diese Schäden sind versichert

Mit einer Wohngebäudeversicherung ist das im Vertrag adressierte Gebäude, individuell für das Gebäude gefertigte Möbel (z. B. Einbauküche) sowie ausdrücklich das im Vertrag vereinbarte Gebäudezubehör (z. B. Carports, Gewächs- und Gartenhäuser, Hundehütten, Hof- und Gehwegbefestigungen) vor bestimmten Schäden versichert. Üblicherweise werden die Feuer-, Sturm- und Leitungswasser-Versicherungen als Wohngebäudeversicherung im Paket der verbundenen Wohngebäudeversicherung angeboten. Jedes Risiko kann auch einzeln abgesichert werden. Die verbundene Wohngebäudeversicherung schützt den Gebäudeeigentümer außer vor Risiken, die sich aus Feuer oder Hagel ergeben auch vor wintertypischen Schäden wie Sturm-, und Leitungswasserschäden (versicherte Gefahren). Die Wohngebäudeversicherung kann auch mit einer Elementarschadensversicherung kombiniert werden. Letztere deckt auch Schäden durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutsch oder Lawinen ab. In besonders gefährdeten Gegenden, wie Regionen mit besonderer Überschwemmungsgefährdung oder von Lawinen gefährdete Lagen unterhalb oder an Bergen oder größeren Hängen ist die Absicherung oft nur unter Auflagen und hohen Selbstbeteiligungen erhältlich.

Wie sich Policen unterscheiden können

Für einige Risiken hat der Verband GDV für die Versicherungsunternehmen unverbindliche Musterbedingungen ausgearbeitet, an denen sich viele Versicherer orientieren. Sturmschäden werden nur dann erstattet, wenn eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke acht (Windgeschwindigkeit mind. 63 km / Stunde) herrscht. Für Frost- und Bruchschäden gibt es allerdings in den Musterbedingungen keine Definition, weshalb sich im Kleingedruckten der jeweiligen Versicherungen Unterschiede ergeben können. Bei der Leitungswasserversicherung wird in der Regel danach unterschieden, wo sich die jeweilige Leitung befindet. Ist diese im Vertrag nicht ausdrücklich aufgeführt, wird in der Regel für einen entstandenen Frostschaden auch nicht gezahlt. Unterschieden wird beispielsweise nach Regenwasserrohren innerhalb des Gebäudes. Eine erweiterte Versicherung bedürfen in der Regel Wasserzuleitungs- und Heizungsrohre auf dem Versicherungsgrundstück, die nicht der Versorgung versicherter Gebäude oder Anlagen dienen oder Leitungen außerhalb des Versicherungsgrundstücks.

Welche Pflichten Versicherungsnehmer einhalten sollten

Versicherungen können den Schadensersatz verweigern oder mindern, wenn der Hauseigentümer beispielsweise nicht die gesetzlichen und behördlichen Vorschriften wie Bauvorschriften eingehalten hat. Die Hauseigentümer haben in kalten Jahreszeiten, insbesondere im Winter, für eine ausreichende Beheizung und Entleerung der Wasseranlagen zu sorgen, damit Leitungen nicht einfrieren können. Die Versicherungsnehmer haben auf eine laufende Instandhaltung ihres Gebäudes zu achten, um witterungsbedingte Folgeschäden zu vermeiden. Sind beispielsweise Fenster oder Türen undicht, sind diese Mängel der versicherten Sachen möglichst rasch zu beseitigen. Auch ungenutzte Gebäudeteile, wie etwa ein nichtausgebauter Dachboden, müssen ausreichend kontrolliert werden – etwa wenn Schäden bei den Dachziegeln zu einer Unterkühlung führen können. Führt der Eigentümer Um- und Anbauten sowie Modernisierungsmaßnahmen durch, wird im Haus neuerdings ein Gewerbe betrieben oder steht das Gebäude oder Gebäudeteile wegen bevorstehenden Baumaßnahmen länger leer, ist die Versicherung darüber zu informieren.

Welche Folgen Pflichtverletzungen haben

Wenn Sie Ihren Pflichten als Versicherungsnehmer nicht nachkommen, kann Ihr Versicherer Entschädigungszahlungen mindern, verweigern oder sogar den Vertrag kündigen. Dabei muss die Versicherung allerdings auf die Verhältnismäßigkeit der Pflichtverletzung und den Leistungskürzungen wahren.

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