Februar 2015 - News

Wohnimmobilien: Experten prognostizieren Preisanstieg

Zuwanderung und niedrige Zinsen treiben Wohnungspreise weiter in die Höhe

02.02.2015 - 2014 entwickelten sich Immobilien laut dem BulwienGesa Immobilienindex seit 1990 überdurchschnittlich gut, auch 2015 werden weiter steigende Preise erwartet. Dies prognostiziert auch das IREBS in Regensburg und die Deutsche Bank Research.

Der Boom auf dem Immobilienmarkt geht in die nächste Runde: Seit mittlerweile einer Dekade weist der bulwiengesa-Immobilienindex, der deutsche Immobilienpreisindex mit der längsten Historie, ein konstant positives Vorzeichen in der Wertentwicklung auf. Bezogen auf deutsche Wohn- und Gewerbeimmobilien weist er für 2014 ein Plus von vier Prozent auf und erreicht damit sowohl den bisherigen Höchststand der letzten 20 Jahre als auch den stärksten Anstieg im aktuellen Immobilienzyklus seit 2005.

Preisentwicklung in den Segmenten des deutschen Wohnungsmarktes 2014


Auch 2015 steigen die Preise für Wohnimmobilien weiter.

Wichtigster Impulsgeber für den Immobilienmarkt sind – wie in den Vorjahren auch – die städtischen Wohnimmobilien. 2014 hat ihre jährliche Wachstumsrate 5,1 Prozent betragen. Unterstützt vom derzeitigen Niedrigzinsumfeld lässt die hohe Nachfrage privater und institutioneller Käufergruppen die Kaufpreise schneller steigen (Reihenhaus +6,4 %, Neubau-Eigentumswohnung + 5,4 %) als die Wohnungsmieten. Gleichzeitig verteuern sich die Mieten im Neubau (+3,2 %) und in der Wiedervermietung (+3,0 %) nahezu im Gleichklang. Eine nun stark spürbare Verknappung des Angebots und Nachholeffekte in der Preisanpassung für Einfamilienhausgrundstücke führen zu einem hohen Plus von 7,6 Prozent. In der Unterscheidung nach Groß- und Kleinstädten (A-, B-, C- und D-Städte) zeigt sich die Dominanz der großen deutschen Metropolen im Wohnungsmarkt. In den Agglomerationsräumen steigen die Wohnungsmieten im Bestand (+3,8 %) und im Neubau (+3,4 %) am schnellsten. Insbesondere die stark gestiegenen Grundstückspreise (+12,2 %) und Reihenhauspreise im Neubau (+8,2 %) in den deutschen A-Städten verdeutlichen den weiterhin vorhandenen Nachfrageüberhang.

Weitere Aussichten

Der Aufwärtstrend der Immobilienpreise und -mieten wird nach Ansicht der Experten von BulwienGesa auch 2015 anhalten. Bei niedrigem Zinsniveau und entsprechend eingeschränkten Anlagealternativen sowie einem hohe Beschäftigungsstand würden positive Rahmenbedingungen herrschen. Risikoelemente wie die geopolitische Krise zwischen Russland / Ukraine scheinen den deutschen Immobilienmarkt nur zeitweise und kurz negativ zu tangieren. Allerdings werden Anleger auch gewarnt: „Das Renditeniveau ist mittlerweile in allen Assetklassen deutlich unter den damaligen Tiefstwerten von 2007 angekommen“, so Andreas Schulten, Vorstand bei bulwiengesa.  „Deutsche Immobilien waren im europäischen Vergleich noch nie so teuer wie heute.“

Prognosen des IREBS und der Deutsche Bank Research

Laut der Studie „Wohnimmobilien 2015“ des Instituts für Immobilienwirtschaft der Universität Regensburg (IREBS) im Auftrag der Deutschen Bank bestehe jedoch noch keine Gefahr einer nationalen Übertreibung, allerdings Überhitzungstendenzen in regionalen Teilmärkten. Die Immobilienexperten bei der Deutsche Bank Research, erwarten, dass die Preise für deutsche Wohnimmobilien auch im neuen Jahr zulegen: „2015 könnte der Preis von Einfamilienhäusern und Bestandswohnungen im Schnitt um drei Prozent und von Neubauwohnungen um vier Prozent steigen,“ so Jochen Möbert von Deutsche Bank Research. Mögliche Risiken für den deutschen Wohnimmobilienmarkt sieht er in steigenden Zinsen, einem Rückgang der Zuwanderung, der Zunahme spekulativer Immobilienanlagen und einer Mieterschutzpolitik, die drohe, Immobilien als Anlageklasse für Investoren unattraktiver zu machen. „2015 dürften diese Risiken aber noch nicht ins Haus stehen“, so Möbert.

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