Oktober 2014 - News

Erhöhung der Grunderwerbsteuer 2014

28.10.2013 - Schleswig-Holstein schröpft Immobilienkäufer künftig am meisten

Zum Jahreswechsel wird in Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein die Steuer für den Immobilienkauf erhöht. Nun zieht auch Niedersachsen nach: Wer die höhere Steuer dort vermeiden will, sollte sich mit dem Erwerb beeilen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident bei der Amtseinführung

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident bei der Amtseinführung. (Bild: Thorsten Albig)

Nachdem der Gesetzgeber zum August diesen Jahres bereits die Notarkosten drastisch erhöht hatte, müssen sich Immobilienkäufer nun in vier Bundesländern ab Januar 2014 auf höhere Grunderwerbsteuern einstellen. Eine neue Rekordmarke stellt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Thorsten Albig (SPD) und seine Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) auf. Auf deren Betreiben hat der schleswig-holsteinische Landtag eine Anhebung der Grunderwerbsteuer zum 1. Januar 2014 von bisher fünf auf 6,5 Prozent beschlossen.  Albig und Heinold hatten erst im Juni 2012 ihre Ämter angetreten.  

Die Bundeshauptstadt Berlin, wo die Steuer ebenfalls erhöht wird, wird im nächsten Jahr beim Steuersatz Platz zwei einnehmen. Unter Berlins regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wird damit innerhalb von sieben Jahren die Grunderwerbsteuer bereits das dritte Mal erhöht. Zum Jahreswechsel steigt der Steuersatz von fünf auf sechs Prozent. Damit hat sich die Grunderwerbsteuer in Berlin seit 2006 nahezu verdoppelt. In Bremen und in Niedersachsen erhöht sich der Steuersatz zum Stichtag 1. Januar 2014 jeweils von 4,5 auf fünf Prozent.

Starker Anstieg der Grunderwerbsteuer innerhalb sieben Jahren

Von 1983 bis 1996 betrug der Satz für die Grunderwerbsteuer bundeseinheitlich zwei Prozent, danach bis 2006 bundeseinheitlich 3,5 Prozent. Seither können die Länder ihre Steuersätze selbst festlegen. Doch der erwartete Wettbewerb um günstige Steuersätze blieb aus: Die meisten Länder nahmen ihr neues Steuerbestimmungsrecht zum Anlass, ihre gestiegenen Ausgaben durch höhere Grunderwerbsteuer zu finanzieren. Den Steuersatz von 3,5 Prozent haben nur Bayern und Sachsen beibehalten. In der Rangfolge der Steuersätze ab nächstem Jahr folgt mit 4,5 Prozent Hamburg, dann mit fünf Prozent Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen (aktuell: 4,5 Prozent), Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen. 5,5 Prozent Steuern sind im Saarland zu zahlen. Am meisten kassiert der Fiskus ab dem nächsten Jahr dann wie bereits erwähnt in Berlin (sechs Prozent) und in Schleswig-Holstein (6,5 Prozent).

Bemessungsgrundlage ist Grundstücksanteil

Der Grunderwerbsteuer unterliegen in der Regel nach einem Kauf inländische Grundstücke. Die Steuer fällt an, wenn ein notarieller Vertrag vorliegt, in dem sich der Verkäufer verpflichtet hat, dem Käufer ein Grundstück zu übereignen, und der Käufer sich andererseits verpflichtet hat, das Grundstück abzunehmen und den Kaufpreis zu zahlen. Die Abtretung des Meistgebotes bei einer Zwangsversteigerung unterliegt ebenfalls der Grunderwerbsteuer.

Tipp an Kaufinteressenten

Wer in den von der Erhöhung betroffenen Bundesländern eine Immobilie erwerben will, sollte sich mit dem notariellen Kaufvertrag beeilen, um nicht die höhere Steuer zahlen zu müssen. Die Steuererhöhung sollte den Kaufinteressent jedoch nicht von einer genauen Prüfung der Immobilie und der Abwägung des Kaufpreises abhalten. Wer übereilt eine Immobilie erwirbt, spart sich dann zwar die Steuererhöhung, zahlt aber unter Umständen zuviel für die Immobilie.

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