September 2014 - News

Hauseigentümer müssen alte Bleirohre austauschen

02.09.2013 - Grenzwerte für Trinkwasser werden mehr als halbiert

Ab dem 1. Dezember 2013 gelten strengere Vorgaben für den zulässigen Bleigehalt im Trinkwasser. Betroffen sind vor 1973 erbaute Häuser außerhalb Süddeutschlands, in denen sich noch alte Trinkwasserleitungen aus Blei befinden.

In älteren Häusern mit Wasserrohren aus Blei kann das Trinkwasser erhöhte Bleigehalte aufweisen und dadurch die Gesundheit von Menschen gefährden. Bei Ungeborenen, Säuglingen, Kleinkindern sowie bei Schwangeren können sich bereits kleine Bleimengen bei regelmäßiger Aufnahme negativ auswirken. Sie beeinträchtigen Blutbildung und Intelligenzentwicklung bei Ungeborenen, Babys und Kleinkindern, da das sich entwickelnde kindliche Nervensystem besonders empfindlich auf Blei reagiert. Der Gesetzgeber hat deshalb bereits 2003 eine stufenweise Senkung der Bleigrenzwerte im Trinkwasser beschlossen. Ab 1. Dezember wird der bisherige Grenzwert von 0,025 Milligramm pro Liter drastisch auf 0,01 Milligramm pro Liter gesenkt. Betroffene Hauseigentümer sollten daher rechtzeitig alte Trinkwasserleitungen aus Blei austauschen lassen.

Welche Hauseigentümer betroffen sind

Trinkwasser-Check

Eigentümer haften für Gesundheitsschäden aus bleihaltigem Trinkwasser. (Bild: ZVSHK)

Betroffen sein können Häuser, die vor 1973 außerhalb des süddeutschen Raumes errichtet wurden. Seit dieser Zeit wurden in ganz Deutschland keine Bleirohre mehr verwendet. Praktisch frei von Bleirohren ist der gesamte süddeutsche Raum, weil dort schon seit über 100 Jahren keine Bleirohre mehr verlegt wurden.

In den übrigen Gebieten Deutschlands können die Häuser betroffen sein, wenn die Trinkwasserrohre nicht wie üblich aus Kupfer oder verzinktem Stahl bestehen.

Tipp für Hauseigentümer:

Unter Umständen können Vermieter vorhandene Bleirohre auch selbst erkennen: Sichtbare Trinkwasserleitungen befinden sich in der Regel im Keller vor und hinter dem Wasserzähler. Die Bleileitungen sind im Gegensatz zu Kupfer- oder Stahlleitungen weicher und lassen sich mit einem Messer leicht einritzen oder abschaben und erscheinen silbergrau.

Wenn Sie unsicher sind, ob in ihrem Haus noch Bleirohre im Einsatz sind und das Trinkwasser die Bleigrenzwerte überschreiten könnte, lassen Sie dies von Sachverständigen prüfen. Fachbetriebe des Sanitär- und Heizungshandwerks können den Bleigehalt im Wasser messen und einen Kostenvoranschlag für den Rohraustausch geben. Vor der Probenentnahme sollte das Wasser allerdings etwa vier Stunden in der Leitung gestanden haben. Das Wasser muss dann in einem anerkannten Labor untersucht werden. Die reinen Laborkosten betragen zwar nur 15 Euro, hinzu kommen jedoch die Anfahrts- und Arbeitskosten des Sanitärhandwerkers. Bei Probenentnahme durch eine anerkannte Untersuchungsstelle fallen Kosten von etwas 50 bis 100 Euro an. Falls die Grenzwerte überschritten sind, kommen sie nicht umhin, die Bleirohre auszutauschen.

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